DEUTZ Aktie wiederbelebt durch erfolgreichen Turnaround in 2021. Bleiben aber viele Unsicherheiten.

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Deutz Aktie profitiert von turnaround
Deutz Aktie erholt sich langsam wieder vom Kurstiefschlag, der sich eingeläutet durch die „Personalquerellen“ im Februar dann fortsetzte, durch die allgemeine Kursschwäche an den Aktienmärkten im Umfeld des Kriegs in der Ukraine noch beschleunigt. Heute bestätigt DEUTZ AG (ISIN: DE0006305006) seinen erfolgreichen Turnaround. Die zuletzt im September angehobene Prognose wurde „getroffen“. „2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für DEUTZ, operativ und strategisch. Wir haben ein Umsatzplus von knapp 25 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro erzielt und unsere operative Ergebnismarge um rund 8 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent gesteigert. Die Book-to-Bill-Ratio lag zum Jahresende bei 1,24. Gleichzeitig haben wir die Transformation unseres Geschäfts hin zu alternativen, grünen Antrieben stark vorangetrieben. Unser Wasserstoffmotor ist nur ein Beispiel dafür, wie sich DEUTZ für eine nachhaltige Zukunftsmobilität im Off-Highway-Bereich aufstellt,“ erläutert CEO Dr. Sebastian C. Schulte das Ergebnis.

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Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2022 ergänzte er: „Die Versorgungssituation ist weiterhin angespannt und wir rechnen mit weiterem Margendruck auch über die Supply Chain. Gleichzeitig kann niemand die wirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs vorhersehen. Daher stellen wir uns auf ein herausforderndes Jahr ein.“

Deutz Aktie bekommt operatives Futter – Basis für eine nachhaltige Erholung

Basis für den Turnaround war der Anstieg des Auftragseingangs gegenüber dem Corona-belasteten Vorjahr um 52,2 % auf rund 2 Mrd EUR. Und diese gestiegene Investitionsbereitschaft der Kunden erstreckte sich in prozentual zweistelligen Zuwächsen über alle Anwendungsbereiche und Regionen hinweg. Und in 2022 könnte es so weitergehen, denn der Auftragsbestand summierte sich zum 31. Dezember 2021 auf 676,7 Mio EUR nach 269,0 Mio EUR im Vorjahr und indiziert damit eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Der anteilige Auftragsbestand des wichtigen Servicegeschäfts belief sich auf 35,7 Mio EUR nach 24,4 Mio EURzum Jahresende 2020.

Mit insgesamt 201.283 verkauften Motoren erzielte Deutz-im Berichtszeitraum eine Absatzsteigerung um 33,4 %, wobei sich die Anzahl abgesetzter Deutz-Motoren um 32,9 % auf 160.882 Stück erhöhte. Die Deutz-Tochtergesellschaft Torqeedo setzte 40.401 elektrische Bootsantriebe ab und erzielte damit ein Absatzplus gegenüber 2020 von 35,1 %.

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Nel: Jeffries sieht Elektrolyseurkapazitäten als Engpassfaktor. REPower verschärfe das „Problem“ noch.
Konzernumsatz rund 1,62 Mrd EUR – +24,8 %. Davon Serviceumsatz 403,1 Mio EUR – +15,7 %

Und das EBIT vor Sondereffekten (operatives Ergebnis) ereichte im Geschäftsjahr 2021 eine Höhe von 37,2 Mio EUR nach einem operativen Verlust 2020 von -74,7 Mio EUR. Gegenläufig wirkt sich auf die operative Ergebnisentwicklung weiterhin der negative Ergebnisbeitrag der DEUTZ-Tochter Torqeedo aus, die die Gewinnschwelle bislang nicht erreicht hat. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten verbesserte sich im Vorjahresvergleich deutlich von -5,8 % auf 2,3 %.

Und das EBIT belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 34,1 Mio EURnach -106,6 Mio EURim Vorjahr, womit die EBIT-Rendite bei 2,1 % gegenüber -8,2 % im Vorjahr lag. Somit ergibt sich ein Konzerngewinn von 38,2 Mio EUR nach einem Verlust im Vorjahr von -107,6 Mio EUR. Dividendenvorschlag: 0,15 EUR je Aktie.

Und 2022? Quo vadis Deutz Aktie?

Bei der Prognose für 2022 sieht sich der Vorstand der Gesellschaft einigen unbekannten Variablen gegenüber, was ihn nur zu einer „eingeschränkten“ Prognose befähigt:

„Die geopolitischen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs auf die globale Wirtschaft und die weltweiten Warenströme gehen mit hohen Unsicherheiten einher. Grundsätzlich sind keine direkten DEUTZ-Lieferanten in diesen Regionen ansässig und unser dortiges Umsatzvolumen ist von geringem Umfang. Jedoch sind die indirekten Folgen für das DEUTZ-Geschäft derzeit nicht vorhersehbar. Aus diesem Grund stellen wir unsere nachfolgende und im Geschäftsbericht 2021 veröffentlichte Prognose für 2022 unter Vorbehalt. Motorenneugeschäft mit Russland und Weißrussland haben wir bis auf Weiteres vollständig eingestellt.

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Ohne die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs würden wir davon ausgehen, dass sich der Aufwärtstrend unserer relevanten Abnehmerbranchen im laufenden Geschäftsjahr 2022 fortsetzen wird. Es wäre jedoch anzunehmen gewesen, dass sich weltweite Lieferprobleme bei Vormaterialien und Lieferschwierigkeiten bei einigen Komponenten weiterhin belastend ausgewirkt hätten. Unter Berücksichtigung dessen haben wir für 2022 mit einem Absatz von 165.000 bis 180.000 DEUTZ-Motoren gerechnet, der zu einem Umsatzanstieg auf 1,70 bis 1,85 Mrd. € führen sollte. Die erwartete EBIT-Rendite vor Sondereffekten hätte sich dabei zwischen 3,5 und 5,5 % bewegen sollen. Diese Bandbreite spiegelt neben dem angegebenen Umsatzkorridor die Erwartung wider, dass sich die Rohstoff- und Energiepreise weiter verteuern, wobei die Weitergabe der Mehrkosten an unsere Kunden aufgrund des hohen Auftragsbestands nur mit Zeitversatz erfolgen kann. Der Free Cashflow sollte sich auf einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen.“


Chart: DEUTZ AG | Powered by GOYAX.de

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