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nebenwerte news nebenwerte magazin04.09.2020 - SFC Energy AG (ISIN: DE0007568578) ist einer der wenigen Brennstoffzellenanbieter aus Deutschland. Mit Vebindungen zum "Urgestein" Ballard Power - einige Nummern kleiner, aber... Heute nunmeldet man eine Produktoffensive - erstmals öffentlich präsentiert auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Genau Caravan Salon, denn SFC beliefert gerade die Nische der zahlungskräftigen Camper mit Brennstoffzellen, die Elektrizität on board im Wohnwagen oder Wohnnmobil liefern (auch für Bootsbedarf eingesetzt), unabhängig von der Sonne wie die angebotenen Photovoltaiksysteme, leicht nachfüllbar mit Brennstoff.

SFC präsentiert die nächste Generation der EFOY Brennstoffzelle (EFOY 150 und EFOY 80 Brennstoffzellen seien kompakter, leichter und vielfältiger einsetzbar)  für eine nachhaltige Energieversorgung in Reisemobilen, Booten und im Outdoorbereich. Passend dazu werden neue Speichermedien vorgestellt (EFOY Li 105 und EFOY Li 70 Lithium-Batterien machen Energie speicherbar mit hoher Wintertauglichkeit, Battery Management System und hohen Entladeströme) Im Rahmen der wichtigsten Branchenmesse, die durch ein umfassendes Hygienekonzept als Präsenz-Event stattfinden kann, präsentiert SFC Energy gleichzeitig die neue EFOY Lithium-Batterie.

"2020 ist in jeder Hinsicht ein besonderes Jahr für uns. SFC Energy wird 20 Jahre alt und wir haben die große Freude, unsere neue EFOY Brennstoffzellengeneration und EFOY Lithium Batterie persönlich auf dem Caravan Salon vorstellen zu können. In unsere neuen Produkte fließen das Know-how aus langjähriger Pionierarbeit und absolute Leidenschaft für eine umweltfreundlichere Mobilität und eine grünere Zukunft", sagt Dr. Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG.

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Wozu Brennstoffzellen und Li-Ionen-Akkus im Outdorrbereich?

"Sind Campingplätze einmal ausgebucht oder die Bucht zu schön, um weiterzufahren und es besteht kein Zugang zum konventionellen Stromnetz, ist die Energieversorgung dennoch sichergestellt. Mehr noch: SFC Energy macht den von der EFOY Brennstoffzelle erzeugten umweltfreundlichen Strom nun auch speicherbar. Hierzu präsentiert SFC Energy die EFOY Li 105 Lithium-Batterie mit einer maximalen Kapazität von 105 Ah und die EFOY Li 70 Lithium-Batterie mit 70 Ah. Eine ideale Stromspeicherlösung für unterwegs mit hohen Entladeströmen. Das integrierte Smart Battery Management System (BMS) kontrolliert und optimiert laufend die Batterieparameter. Auf diese Weise ist der Strom perfekt auf die Anforderungen des Endgerätes abgestimmt und die Batterie wird geschützt. Sogar im Winter bei Minustemperaturen bis -20 C ist der Stromspeicher durch ein eingebautes Heizelement ladefähig." hört sich überzeugend an - und die Zahlungsbreitschaft im Freizeitsektor ist durchaus groß. Hier geht es um Hobbies und da ist man bereit mehr zu zahlen für ein mehr an Comfort. Die Nutzen-Kosten-Relationen spielen eher eine geringere Rolle.

Noch ist Brennstoffzellentechnolgie ein Nischenprodukt mit hohen Ambitionen und weltweiten staatlichen Anstrengungen zum Ausbau - Wasserstoffinitiativen, nationale und multinationale, laufen erst langsam an und helfen die Kostennachteile der Wasserstofftechnologie langsam zu egalisieren - wer hätte denn schon vor 10 Jahren gedacht, das Photovoltaik irgendwann ohne Subventionen günstiger als die klassischen Energiequellen Strom produzieren könnte. Ein langer Weg, aber spannend und voller Chancen, wie der von SFC genannte Nischeneinsatz zeigt.

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Bedeutung der Green Energy nimmt kräftig zu, die angestammten Felder nehmen ab - und die Zukunft ist nun mal im Green-Bereich, passt.

SFC musste auch unter Coronamaßnahmen leiden und lieferte so eine mehr oder weniger durchwachsene Halbjahresbilanz. Eine Prognose sei weiterhin nicht möglich und man sollte 2020 als Jahr des Übergnags betrachten - analog zu den anderen Wasserstoffwerten, die auch erst ab 2022 oder 2024 mit wesentlichen Erfolgen rechnen: Bereits vor der Vorlage des Geschäftsberichtes 2019 hatte der Vorstand die mit den vorläufigen Zahlen 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Unsicherheit und fehlenden Visibilität als Folge der COVID-19-Pandemie und der negativen Entwicklung des Ölpreises zurückgezogen. Der Vorstand erwartet vor dem Hintergrund der aktuellen hohen Unsicherheiten und vorbehaltlich einer weltweiten Rezession Umsatzerlöse und Profitabilität deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert, und das Wachstumspotenzial hat sich deutlich verbessert.

"In diesem herausfordernden Umfeld sind innovative Lösungen gefragt, um weiterhin erfolgreich agieren zu können. So haben wir im Berichtszeitraum unser Unternehmen mit unserem Maßnahmenprogramm zukunftsfähig ausgerichtet. Wir sind überzeugt, von der Entwicklung hin zu einer verstärkten Nutzung grüner Technologien zur Energieerzeugung, -distribution und -speicherung profitieren zu können. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die deutsche Bundesregierung ihren Willen zur verstärkten Nutzung umweltfreundlicher Technologien noch einmal bekräftigt und die Wahrnehmung hierfür deutlich geschärft", äußert sich CEO Dr. Peter Podesser.

Erstmal bleibt man "rot", aber das ist für Wasserstoffwerte ja scheinbar üblich

Der Umsatzeinbruch im margenstarken Defensebereich (nur noch 344 TEUR nach 2 Mio. im Vorjahr) wird sich kräftig auf das EBITDA ausgewirkt haben - wichtiger aber ist der im Gegensatz zu den alten Segmenten Öl&Gas und teilweise Industrie kräftige Wachstumsschub bei Clean Energy&Mobility - dieses Zukunfstfeld wuchs als einziges Segment und dann auch noch um über 70% - bestätigt den Optimismus des CEO. Die anderen Segmente werden wahrscheinlich - unter gegebener Unsicherheit - einen gewissen Nachholeffekt erleben, aber der Trend ist auch bei SFC klar.

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Bericht des CEO - ausführliche Darstellung der Halbjahresergebnisse

Im folgenden zitieren wir den CEO Dr. Peter Podeser bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse - ein umfassender Überblick geprägt von Optimismus:

"In einem bewegten ersten Halbjahr 2020 nahmen zwei Faktoren den größten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. So erschwerten einerseits die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Teilbereichen unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Kunden hielten sich bei Kaufentscheidungen zurück, was zu Auftragsverschiebungen führte. Andererseits rückte die Brennstoffzellen-Technologie als zuverlässige und umweltfreundliche Energiequelle weiter verstärkt in den Fokus verschiedenster Anwender. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang eine noch nie dagewesene starke Dynamik bei der Nachfrage nach Direktmethanol- und auch Wasserstoff-Brennstoffzellen für zivile Anwendungen.

Wie bereits kommuniziert, wirkten sich die Einflüsse der COVID-19-Pandemie insbesondere im zweiten Quartal aus. Konnten einerseits Messen und persönliche Kundentermine nicht oder nur unter Beachtung höchster Hygienestandards wahrgenommen werden, kam es andererseits zu Auftragsverschiebungen in einigen Segmenten.

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Dennoch ist SFC in Deutschland zu keinem Zeitpunkt in Kurzarbeit gegangen. Im Gegenteil: Mit "Fit für die Zukunft" haben wir ein umfassendes Maßnahmenprogramm formuliert und ausgerollt. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Programm die Basis legt, um nach der Corona-Pandemie noch stärker und effizienter agieren zu können. Beispielhaft werden Vertriebs- und Marketingaktivitäten online trennschärfer zugeschnitten. Gleichzeitig haben wir unser Engagement im Bereich Forschung & Entwicklung verstärkt, um die Fertigstellung der nächsten EFOY Brennstoffzellengeneration sowie die Entwicklung der neuen Generation an Wasserstoff-Brennstoffzellen zu beschleunigen und komplementäre Technologien, wie Elektrolyse, zu bewerten. Mit unserer Entscheidung, essenzielle Teile zu bevorraten, wollen wir potenziellen Lieferengpässen in Folge der COVID-19-Pandemie vorbeugen.

Wasserstoff und zugehörige Technologien, wie die Brennstoffzelle, rücken verstärkt in den gesellschaftlichen Fokus und damit des politischen Handelns. Das klare Bekenntnis der deutschen Bundesregierung zu einer nachhaltigen Energiepolitik unterstreicht diese Entwicklung deutlich. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung im Juni ein umfassendes Förderprogramm für den Markthochlauf sowie für Forschungs- & Entwicklungstätigkeiten aufgelegt. Geschaffene Anreize, um beispielsweise von konventionellen Verfahren der Energieerzeugung auf nachhaltigere Alternativen wie die Brennstoffzellen-Technologie umzusteigen, zeigen bereits Wirkung. Dies spiegelt sich in weiteren Abrufen zur Ausrüstung der Notstromversorgung des digitalen Behördenfunknetzwerks BOSNet mit EFOY Jupiter Wasserstoff-Brennstoffzellen wider. Von diesem Anfang Juni 2020 erhaltenen Auftrag geht somit in einem von Unsicherheit gekennzeichneten Umfeld eine starke Signalwirkung aus.

Die Corona-Pandemie sorgt für hohe Verunsicherung bei allen Marktteilnehmern und schränkt die Visibilität deutlich ein. Eine valide Prognose ist so nicht seriös möglich. Dennoch sieht sich SFC Energy gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Aufgrund der 20-jährigen Erfahrung im Markt, exzellent eingeführter Produkte und einer gut gefüllten Projekt- und Produktpipeline ist das Management der Überzeugung, von der Beschleunigung der Energiewende überproportional profitieren zu können"

Unsere Reihe über Wasserstoffaktien:

H2TEIL1: Ballard Power Systems Inc - Kursrakete steigt weiter oder...

H2TEIL2: Plug Power Inc. - Kursdelle+Kaufkurse oder geht es weiter runter?

H2TEIL3: Nel Asa - Elektrolyse, Tankstellen und mehr, Milliardenmarkt. Für Nel?

H2TEIL4:NIKOLA Corp. - TESLA Nachfolger auf dem Weg?

H2TEIL5:SFC Energy AG. - Deutschlands Ballard Power?

H2TEIL6: Linde und Air Liquide - zwei Großkonzerne, die Wasserstoff in der DNA haben oder eben zukaufen können 

H2-Update KW 35: NEL liefert ab, NIKOLA feiert BADGER und holt Geld, Plug unter Druck, SFC neuer Kunde, Ballard neues Coverage

BUCHTIP: EIN SPANNENDES BUCH GEFÄLLIG? Nachhaltigkeit als Anlageprinzip - logisch, zukunftsfähig und lesenswert! Wasserstoff, Energiewende und alles drum herum

BUCHTIP: Anlegen in Crashzeiten, Vermögenssicherung - Beate Sanders aktuelles Buch. Spannend. Leicht anwendbar.

Wir haben seienrzeit ein Interview mit dem CEO der SFC Energy AG geführt über Chancen, Risiken und Perspektiven:

Wir wollen mit SFC der weltweit führende Anbieter im Bereich der stationären Energieerzeugung mit Brennstoffzellen sein.

und bleiben", sagt der CEO von SFC Energy auf die Frage, wo man in 5 Jahren sein willl. Hier das gesamte Interview - immer noch aktuell:

Herr Dr. Podesser, welche Anwendungsgebiete für die Brennstoffzelle erscheinen Ihnen zukunfts- und wachstumsstark und welche davon können sie bedienen?

Dr. Peter Podesser: Es gibt drei wesentliche Anwendungsgebiete der Brennstoffzelle: für stationäre Anwendungen, als tragbare Ausführung sowie im Mobilitätssektor. SFC Energy ist traditionell stark in den ersten beiden Bereichen, in denen wir bereits mehr als 45.000 Brennstoffzellen für stationäre und tragbare Anwendungsgebiete ausgeliefert haben.

Sind weitere Projekte oder Einsatzgebiete für die SFC-Brennstoffzellen zukünftig möglich?

Dr. Peter Podesser: Die wichtigste Stoßrichtung für uns heute ist mit Wasserstoff-Brennstoffzellen speziell im stationären Bereich die sich bietenden Chance zu nutzen. Ein plakatives Beispiel: Flächendeckende Digitalisierung erfordert den Rollout der 5G-Mobilfunkgeneration, die saubere und sichere (Not-) Stromversorgung hierfür erledigt die Brennstoffzelle.

Inwiefern sind Sie auch im aktuell gehypten Bereich Mobilität involviert?

Dr. Peter Podesser: Wir sind nun bereits seit fast 20 Jahren im Bereich Zusatzstromversorgung für Freizeit- und Einsatzfahrzeuge aktiv. Ergänzend hierzu betreiben wir Entwicklung hin zur Zusatzstromversorgung für Lkw und Busse. Das Thema Antriebsstrang ist aus heutiger Sicht für uns kein primärer Zielmarkt, auch wenn wir uns die Lizenzierung unserer Technologie durchaus vorstellen können. Wir wollen bei Brennstoffzellen nicht der x. Anbieter im Bereich Antrieb sein, sondern die Nummer 1 im Bereich stationärer Stromversorgung bleiben.

Sie arbeiten auch mit Ballard Power zusammen. In welchen Bereichen? Konkurrieren sie auch in bestimmten Feldern oder sind die Schwerpunkte unterschiedlich?

Dr. Peter Podesser: Im Zuge der Entwicklung unserer Wasserstoff-Produkte haben wir mit unserem Partner adKor auf ein schon eingeführtes Produkt mit Ballard-Power-Komponenten zurückgegriffen. Ballard Power ist im Bereich der Stack-Technologie ein wichtiger Partner und Zulieferer für uns, hier agieren wir sehr komplementär. Aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunkte Mobilität bei Ballard Power vs. stationäre Anwendungen bei SFC sehen wir heute bei der Marktbearbeitung keine Konkurrenzsituation.

Wie sieht Ihre Börsengeschichte aus? Seit wann ist Ihr Unternehmen wo notiert? Was war der ursprüngliche Grund/Zielsetzung für das Listing?

Dr. Peter Podesser: Wir sind im Frühjahr 2007 noch vor der Finanzkrise in Frankfurt an die Börse gegangen und notieren im streng regulierten Prime Standard. Zielsetzung des IPOs war es im Wesentlichen, Wachstumskapital für das Unternehmen zu generieren. Ein Nebeneffekt war es, einzelnen Venture-Capital-Gebern der ersten Stunde eine Exitoption anbieten zu können.

Die Kursentwicklung der sagen wir mal „Wasserstoffaktien“ ist teilweise schwindelerregend. Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in dieser Riege aufgestellt? Derzeit sind sie ca. 220 Mio. EUR an der Börse „wert“. Dies ist ja im Vergleich zu der mit 4,8 Mrd. USD bewerteten Ballard Power günstig, oder?

Dr. Peter Podesser: Wenn man die Bewertungen unserer nordamerikanischen Brennstoffzellen-Kollegen ansieht, zeigt schon ein Blick auf die Umsatzmultiples – selbst ohne das Thema Profitabilität in Betracht zu ziehen – eine deutliche Abweichung um den Faktor 10 bis 20, was nicht den originären Wert des Unternehmens und des Geschäftsmodells reflektiert. Ein nicht unwesentlicher Grund hierfür ist natürlich die traditionell höhere Risikobereitschaft nordamerikanischer Investoren, die Zukunftsthemen aggressiver und höher bewerten, als dies hierzulande der Fall ist.

Es gibt eine Wasserstoffoffensive der Bundesregierung: Man nimmt wohl 9 Mrd. EUR in die Hand, um insbesondere Infrastruktur der Wasserstoffversorgung und Mobilität durch Brennstoffzellen zu fördern. Rechnen Sie sich auch einen Anteil „am Kuchen“ aus? Insbesondere in welchen Bereichen?

Dr. Peter Podesser: Absolut. Wenn man sich die Wertschöpfungskette ansieht, so gehen wir im ersten Schritt davon aus, dass wir bei unseren nächsten F&E-Programmen für die kommende Generation der Wasserstoff-Brennstoffzelle sehr gute Chancen auf eine staatliche Förderung haben. Hier gibt es verschiedene Förderinitiativen auf Landes- wie auch nationaler Ebene, die dafür infrage kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Markterschließungsprogramme, hierzu gehört z. B. auch das aktuelle Programm zur Ausrüstung des Behördenfunknetzes (BOSNet) mit Brennstoffzellen.

Die 100 Mio. EUR Umsatzgrenze meinen Sie in welchem Jahr ins Auge fassen zu können?

Dr. Peter Podesser: Trotz der kurzfristig eingeschränkten Visibilität aufgrund der COVID-19-Pandemie halten wir unverändert an unserer Mittelfristprognose fest und sehen den nächsten Meilenstein in drei bis vier Jahren bei einem Umsatz von über 100 Mio. Euro. Im Zuge dieser Entwicklung peilen wir auch eine Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf deutlich über 10 % an. Was unser Wachstum angeht, so kann dies in einer 5-Jahressicht aber noch erheblich weiter gehen. Insbesondere durch eine weitere Dynamisierung des Umfeldes, speziell was das Thema Wasserstoff betrifft, könnte sich auch unsere Entwicklung nochmals beschleunigen.

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Die Wahrnehmung der SFC Energy am Kapitalmarkt erscheint sehr positiv. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Dr. Peter Podesser: SFC steht mit seiner nachhaltigen Technologie und modernen Produkten für eine saubere und effiziente Form der alternativen Energieerzeugung. Mit unserer Technologie leisten wir einen Beitrag zur CO2-Reduktion in der Energieerzeugung und ermöglichen damit auch ein schnelleres Erreichen der Klimaziele. Dies begünstigt heute eine besonders hohe Akzeptanz und ein positives Image quer durch alle Altersschichten. Hinzu kommt, dass wir als erste bewiesen haben, dass man im Brennstoffzellensektor auch jetzt schon Geld verdienen kann – dies wird von Investorenseite honoriert.

Im vergangenen Jahr haben Sie eine Kapitalerhöhung zu 10,00 EUR platziert. Denken Sie über weitere Kapitalmaßnahmen nach? Wofür könnten Sie Geld brauchen? Gibt es potenzielle Übernahmeziele? Größere Forschungsprojekte? Expansionspläne?

Dr. Peter Podesser: Wir sind sehr froh über die erfolgreiche Kapitalmaßnahme im vergangenen Jahr. Damit konnten wir sofort u. a. weitere Entwicklungsprogramme in beiden Produktgruppen, Wasserstoff- wie auch Direkt-Methanol-Brennstoffzellen, forcieren und Anfang des Jahres eine erste Akquisition tätigen. Unsere weiteren Wachstumspläne sehen neben der regionalen Ausweitung in Asien und Nordamerika auch die Ausweitung unserer Aktivitäten auf Wasserstoff-Brennstoffzellen höherer Leistungsklassen vor. Zudem sehen wir uns auch Technologie im Bereich der autarken Produktion von grünem Wasserstoff und natürlich Akquisitionstargets an, die entweder regional oder technologisch zu uns passen. Es gibt aktuell keinen konkreten Bedarf für eine weitere Kapitalmaßnahme, wir wollen uns diese Option aber perspektivisch offenhalten – bei entsprechenden Investitionsmöglichkeiten. Mit Daniel Saxena, unserem neuen CFO, haben wir uns zur Umsetzung dieser Wachstumsstrategie auch einen erfahrenen Experten mit Investmentbanking-, M&A- sowie Private-Equity-Expertise an Bord geholt.

Bringen sich die großen Aktionäre – insbesondere HPE mit 15,99 % größter Einzelaktionär – über den Aufsichtsrat ein oder sind die Aktionäre eher „still“? Ist der relativ große Streubesitz Ihrer Aktie von fast 70% in Ihren Augen eher ein Vorteil oder wünschen Sie sich manchmal größere Ankeraktionäre?

Dr. Peter Podesser: Mit HPE Growth Capital und einigen weiteren langjährig investierten institutionellen Anlegern haben wir eine stabile Kernaktionärsgruppe. Tim van Delden, einer der Gründer von HPE, ist unser langjähriger, aktiver Aufsichtsratsvorsitzender. In dieser Konstellation sehen wir uns sehr vernünftig aufgestellt in der Balance zwischen einem ausreichend großen Streubesitz und stabilen Ankeraktionären.

Wahrscheinlich hat Corona Einfluss auf kurzfristige Umsatz- und Ertragsentwicklungen gehabt? Sehen Sie auch mittel- oder langfristige Folgen?

Dr. Peter Podesser: Natürlich haben auch wir im ersten Halbjahr 2020 spürbare Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unser Geschäft gespürt, speziell im Sektor Öl & Gas. Die mit der negativen Ölpreisentwicklung verbundene Investitionszurückhaltung in diesem Bereich macht sich im Nordamerika-Geschäft deutlich bemerkbar. Im Industriegeschäft kam es zu Verschiebungen, allerdings sehen wir dort keine Auftragsstornierungen. Völlig unbeeindruckt von Corona entwickelt sich hingegen unser ziviles Brennstoffzellengeschäft, in dem wir einen erfreulichen Wachstumstrend sehen. An unserer Mittelfristprognose halten wir wie bereits erwähnt unverändert fest – neben den erwarteten Wachstumsimpulsen aus dem zivilen Brennstoffzellengeschäft mit einer zunehmenden Dynamik im Bereich Wasserstoff sind wir auch zuversichtlich, was weitere Auftragsvergaben im Verteidigungsbereich anbetrifft. Insofern sehen wir keine Notwendigkeit für eine Korrektur unserer mittelfristigen Zielsetzung.

Und zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wo sehen Sie die SFC Energy in fünf Jahren?

Dr. Peter Podesser: Wir wollen mit SFC der weltweit führende Anbieter im Bereich der stationären Energieerzeugung mit Brennstoffzellen sein.

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Chart: SFC Energy AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: US6541101050

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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