Adler Group – nach LEG-Absage braucht’s Liquidität. Doppelschlag: Projekte verkauft bringt Cash und spart Geld

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Adler group Aktie ein Scherbenhaufen?

Adler Group Aktie liegt auf einem desaströsen Kursniveau und zumindest scheint es so. als ob das Restmanagement erkannt hat, dass nur ein radikaler Umbruch, professionell von AUSSEN begleitet möglicherweise die Adler Group in ihrer derzeitigen, bereits geschrumpften, Grösse retten kann.

Und die Aufarbeitung der Vergangenheit, Aufdeckung der vermuteten „Fehlverhalten“ sind im Fluss. Wobei auch die BAFin Prüfungsanordnung ein klares Signal war. Und bis dahin gilt es für die Adler Group die Liquidität aufrechtzuerhalten, notwendige Refinanzierungen zu sichern, das Restportfolio zu „pflegen“ und die Baustelle Consus zu „lösen“. Und auf diesem Weg gab es am 4.08.2022 einen herben Rückschlag, die LEG verzichtete darauf ihre Kaufoption auf die Mehrheit der Brack Capital auszuüben.  Somit 767 Mio EUR weniger an eingeplanter Liquidität für die Adler Group.

Alternativen mussten her – Verkauf von zwei Consus Projekten bringt Cash – 166 Mio EUR

Und spart natürlich weitere Investitionen in die beiden Projekte. Von den 166 Mio EUR Verkaufserlös wurden zwar 65 Mio zur Tilgung projektgebundener Finanzierungen abgehalten, aber rund 101 Mio EUR bessern die Kasse auf. Wichtig: Bei diesen beiden Projektverkäufen gab es „nur“ einen Abschlag von zusammen 13,6% auf den Bruttovermögenswert (GAV) zum 31. Dezember 2021. Wenn das für alle Projekte der Consus gelten würde, sähe es gut für die Adler Group aus. Zu fürchten ist natürlich anderes.

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Man ist zufrieden mit dem Abschluss des Verkaufs der Entwicklungsprojekte Ostend Quartier und Westend Ensemble – Upper West – Lea B, beide in Frankfurt am Main. Beide Projekte waren früher im Besitz der Consus Real Estate AG, einer Tochtergesellschaft der Adler Group. Die zwei Projekte sollen in separaten Transaktionen an institutionelle Investoren verkauft worden sein.

Adler Group bleibt unter Druck. Mit dem Verkauf zweier Consus Projekte erlöst man Netto 101 Mio EUR „für die Kasse“.

Greifbare Ergebnisse aus Verkauf der zwei Projekte – besser als der Kampf der Adler Group gegen den BAFin-Bescheid.

Am 1.08.2022 meldete Adler Group einen „Zwischenschritt“ im Kampf um das Überleben der Adler Group: Die Adler-Gruppe legte Rechtsmittel gegen einen Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein. Denn die BaFin hatte Rahmen einer Fehlerfeststellung beschieden, dass der testierte Konzernabschluss zum 31.12.2019 und der zugehörige zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 der ADLER Real Estate AG („ADLER Real Estate“) gemäß § 109 Abs. 1 WpHG einen Bilanzierungsfehler enthalte. Ein entsprechender Bescheid wurde ADLER Real Estate von der BaFin zugestellt.

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Im Kern stellt die BaFin in ihrer Herleitung zu der Fehlerfeststellung auf eine aus Sicht der BaFin zu hohe Bewertung eines Immobilienprojekts, dem Projekt „Glasmacherviertel“, ab. Die Adler-Gruppe hatte wiederholt öffentlich darauf hingewiesen, dass sie die im Konzernabschluss mehrfach geprüfte und testierte Bewertung für ordnungsgemäß und korrekt hält. Darüber hinaus sei die Bewertung von einem professionellen, unabhängigen Sachverständigen vorgenommen worden. Entsprechend hatte die Adler-Gruppe auch in ihrer Stellungnahme gegenüber der BaFin argumentiert. Offenkundig vertreten die Adler-Gruppe und die BaFin hierzu aber unterschiedliche Auffassungen, die nun auf dem Rechtsweg geklärt werden. Die Adler-Gruppe betonte dabei den nach wie vor guten und konstruktiven Dialog mit der BaFin trotz gegensätzlicher Positionen in komplexen Sachverhalten.

Der Adler-Gruppe betont ferner, dass der Bescheid der BaFin die Wirksamkeit des Konzernabschlusses der ADLER Real Estate zum 31.12.2019 unberührt lässt. Was möglicherweise im Rahmen diverser Kredit- oder Anleihevereinbarungen von Wichtigkeit ist. Die gerichtliche Überprüfung des Bescheids der BaFin wird nach Überzeugung der Adler-Gruppe einen weiteren Beitrag zur Aufklärung der gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen von Seiten eines Leerverkäufers leisten, wonach nahestehende Personen Einfluss auf Transaktionen und Geschäftsvorfälle genommen hätten.

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