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Die Aktie von Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE0005493092) hat seit dem letzten Sommer eine erfreuliche Performance auf’s Börsenparkett gelegt.

Das schwarz-gelbe Papier legte seither über +44% zu. Im Zeitraum vom 27. Juni bis 27. Oktober 2016 stieg die Aktie auf Schlusskursbasis auf ein Mehrjahreshoch von 5,86 EUR. Zuletzt erreichten die Anteilsscheine des BVB dieses Kursniveau im Jahr 2002.

Zwar schwankte der Kurs seit Anfang Dezember 2016 in einem Korridor von 5,08 EUR bis 5,47 EUR, seit Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahreszahlen am 20. Februar 2017 gab es aber wieder deutlich positive Impulse. Seitdem konnte die Aktie einen Kursanstieg von +5,15% auf aktuell 5,35 EUR verzeichnen.


Umsätze deutlich über dem Vorjahreswert

Das SDAX-Unternehmen konnte die Umsätze in den ersten sechs Monaten von 168,1 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) um +27,4% auf 214,2 Mio. EUR steigern. Daran waren insbesondere die gestiegenen Umsätze aus Transfergeschäfte und die Entwicklung bei der TV-Vermarktung verantwortlich.

So nahm Borussia Dortmund im ersten Halbjahr 2016/2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rund 26,03 Mio. EUR mehr durch die TV-Vermarktung ein. Beim Transfergeschäft flossen durch die Verkäufe von Henrikh Mkhitaryan (Manchester United), Jakub Blaszczykowski (VFL Wolfsburg) und Moritz Leitner (Lazio Rom) 20,55 Mio. EUR mehr in die Kasse als noch im ersten Halbjahr 2015/2016. Der Bereich Conference, Catering, Sonstige erreichte mit einem Plus von 1,86 Mio. EUR ebenfalls einen Zuwachs.

Während die Erlöse aus der Werbung mit 40,06 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau (40 Mio. EUR) blieben, sanken die Einnahmen aus dem Spielbetrieb um -1,20 Mio. EUR und im Bereich Merchandising um ca. -1,25 Mio. EUR im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015/2016.

Der Rückgang im Spielbetrieb ist jedoch allen voran der geringeren Anzahl an Heimspielen im internationalen Wettbewerb geschuldet. In der Saison zuvor, hatte der BVB zwei Qualifikationsbegegnungen und drei Gruppenspiele der Europa League im heimischen Stadion ausgetragen. Demgegenüber kam man in der Champions League (CL) im Berichtszeitraum lediglich auf drei Heimspiele. Insgesamt bedeutet die Teilnahme an der CL für den BVB aber natürlich ein Plus an Einnahmen.


Operativer Gewinn und Konzernergebnis steigen kräftig an

Neben dem Anstieg beim Umsatz legte der einzige an der Börse notierte Fußballverein in Deutschland auch auf Ergebnisseite stark zu.

Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte im ersten Halbjahr 2016/2017 von 25,48 Mio. EUR um mehr als +95% auf 49,85 Mio. EUR verbessert werden. Der Konzerngewinn betrug in der ersten Hälfte des Jahres 15,58 Mio. EUR und fiel damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ebenfalls klar positiv aus (1. HJ 2015/2016: -4,65 Mio. EUR).

Auch hier sorgten in erster Linie die gestiegenen Einnahmen aus den Transfergeschäften und die erhöhten Einnahmen aus der TV-Vermarktung für die signifikante Verbesserung.


BVB mischt in allen drei  Wettbewerben weiterhin mit

Nach den guten Halbjahreszahlen (24. Februar 2017) befindet sich Borussia Dortmund sportlich wie jedes Jahr um diese Zeit auf der Zielgeraden. Dabei mischt man zur Freude aller BVB-Aktionäre nach wie vor in allen drei Wettbewerben (Liga, DFB Pokal, CL) mit.

Kampf um direkte CL-Qualifikation im Fokus

bvb spieplan 20170314Zehn Spieltage vor Ende der Bundesliga-Saison rangiert der BVB (43 Punkte) mit knappem Vorsprung vor den zwei hartnäckigen Konkurrenten aus Hoffenheim (42 Punkte) und Berlin (40 Punkte) auf Platz drei.

Hält man diese Position, so wäre man in der kommenden Spielzeit erneut sicher in der CL mit dabei. Für einen nachhaltigen Anstieg der Aktie ist die Teilnahme an der CL ohne Frage ein absolutes „Muss“. Platz vier würde dem BVB immerhin noch die CL-Qualifikation ermöglichen.

Den Sechs-Punkte-Rückstand auf den Bundesliga-Neuling RB Leipzig, der überraschend auf Platz zwei steht, wird der BVB wohl nur mit einer echten Sieges-Serie aufholen können. Allerdings verrät das Restprogramm von Borussia Dortmund, dass dies nicht ganz so einfach wird: Es lässt sich daraus vielmehr ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit den beiden Verfolgern Hertha BSC Berlin und TSG 1899 Hoffenheim um Platz drei ableiten. Zu dieser verschärften Situation trug vor allem auch die 1:2-Niederlage am letzten Spieltag in Berlin bei.

In den kommenden Wochen stehen bis zum Saisonende noch schwere Spiele in der Bundesliga an: So müssen die Mannen um Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang noch das Revierderby gegen Schalke austragen und treffen des Weiteren auf formstarke Gegner wie den FC Bayern München, 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt. Am 32. Spieltag kommt es dann im direkten Duell gegen Hoffenheim noch zu einem kleinen Showdown.  Ob Thomas Tuchel und seine Mannschaft am Ende auf einem direkten CL-Qualifikationsplatz stehen werden, ist aktuell völlig offen. 


BVB schafft den Einzug ins CL-Viertelfinale

Apropos CL: Dass sich die Teilnahme an der Königsklasse für die Borussia aus Dortmund lohnt, zeigt auch diese Saison. In der Gruppenphase konnte sich der BVB zunächst beeindruckend durchsetzen. Immerhin verwies man den Vorjahressieger Real Madrid auf Platz zwei und stand am Ende mit vier Siegen und zwei Unentschieden souverän im Achtelfinale.

Hier traf man auf Benfica Lissabon. Während man im Hinspiel vor zwei Wochen in Lissabon noch 1:0 verlor, konnte der BVB in der vergangenen Woche mit einem starken Auftritt und einem deutlichen 4:0-Sieg im Signal-Iduna-Park jubelnd ins Viertelfinale einziehen.

Bisher hat Borussia Dortmund somit durch die CL alleine Prämien in Höhe von 32,2 Mio. EUR einfahren können. Darin enthalten ist noch nicht der variable Marktpool, welcher erst nach Abschluss des Wettbewerbs genau berechnet werden kann.

Sollte der BVB es schaffen, ins Halbfinale einzuziehen, so winken noch einmal 7,5 Mio. EUR. Eine Finalteilnahme würde den Schwarz-Gelben nochmals mindestens 11 Mio. EUR an Prämie einbringen. Das bekommt nämlich der Verlierer des Finales. Der Sieger erhält gar 15,5 Mio. EUR. (Quelle: Verteilung der Champions League-Einnahmen 2016/17)


Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale ist Pflicht

Und auch im DFB-Pokal steht das Team aus Dortmund bereits im Viertelfinale: Heute Abend geht es gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte. Das Spiel fiel aufgrund von schlechten Platzverhältnissen in Lotte zuletzt aus und wurde auf den 14. März verschoben. Das Match wird jedoch nicht beim Drittligisten selbst, sondern in Osnabrück ausgetragen.

Auf dem Papier ist das Duell augenscheinlich eine klare Angelegenheit, doch Lotte zeigte sich in den letzten Spielen in guter Form und nicht umsonst, steht das Team bereits im Viertelfinale. Will sagen, unterschätzen darf der BVB den Drittligisten nicht. Dennoch ist ein Sieg Pflicht.

Mit dem Einzug ins Halbfinale des DFB Pokals würde Dortmund weitere 2,55 Mio. EUR an Prämien zufließen. Aus dem laufenden Wettbewerb hat der BVB bisher 2,36 Mio. EUR an Prämien kassiert. 


Aktienkurs könnte wieder an Dynamik gewinnen, wenn …

Mit der Aktie des BVB ist es nicht ganz einfach, da der sportliche Erfolg in diesem Zusammenhang immer eine ganz wesentliche Rolle spielt. Zwar haben die Halbjahreszahlen für positive Stimmung unter Anlegern gesorgt, doch ist in dieser Saison vor allem wieder die Teilnahme an der kommenden CL-Spielzeit ein zwingendes Kriterium, damit sich an dieser Stimmung in den kommenden Monaten nichts ändert. Und die direkte Qualifizierung für die CL in der nächsten Saison ist wie gesagt zu diesem Zeitpunkt alles andere als gesichert.

Unbestritten positiv fällt demgegenüber das bisherige Fazit in den beiden anderen Wettbewerben aus: Sowohl in der CL als auch im DFB Pokal ist der BVB noch mit von der Partie. Während man in der CL mit dem Erreichen des Viertelfinals bereits durchaus zufrieden sein kann, sind die Erwartungen im DFB Pokal hingegen sicherlich höher. Hier wird gegen den Drittligisten Lotte zumindest der Einzug ins Halbfinale erwartet.

 

 Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Chart: Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
 

Sollte der BVB sein Ziel in der Bundesliga erreichen und die direkte CL-Qualifikation meistern, darüber hinaus ins Halbfinale oder gar ins Finale des DFB Pokals einziehen und dann gar noch das Halbfinale der CL erreichen, dann ist ein Kurs von 6 EUR und mehr keine Utopie mehr.

Der Meinung ist inzwischen auch Analyst Marcus Silbe von Oddo Seydler: Er änderte sein Votum für die Aktie am 22. Februar 2017 von „Neutral“ auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 6 EUR. Vom aktuellen Kurs bei 5,35 EUR aus gesehen steckt demnach noch ein Upside-Potential von +12,15% in der Aktie.  

 

Mit Material von Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

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