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So spricht Robin Loik, CEO und Hauptaktionär der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650) auf dem Capital Markets Day der Gesellschaft heute in Frankfurt.

Ab 13:30 Uhr nutzte die eher unbekannte Mutares AG die Chance sich dem Kapitalmarkt zu präsentieren. Die Mutares hat - wie man erfahren konnte selber derzeit rund 100 Mitarbeiter - bis Ende des Jahres wohl rund 130. Davon sind derzeit 50 (Ende 2019 70-80) Consultants, die bei einer Übernahme alle Schlüsselpositionen abdecken können. Teams von 5-6 Managern steigen bei neuen Beteiligungen ein und "stellen alles auf den Kopf und in Frage". Warum die Dividende von 1,00 EUR sicher ist für die nächste Zeit, wurde überzeugend begründet. Einzelheiten dazu demnächst. Erstmal zum Konzept:

Zielunternehmen sind...

... die ungeliebten Kinder von Konzernen: Verlustbringer, lange subventioniert und mitgeschleppt. Kaufpreiszahlungen entfallen so bei den meißten Objekten der Begierde, vielmehr erwartet Mutares eine Mitgift in Höhe der prognostizierten Sanierungs- bzw. Restrukturierungskosten. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte das Managementteam eindrücklich. Neben einem bereits erfolgreich abgeschlossenem Logistikprojekt in Frankreich, wo innerhalb weniger Jahre aus einem Defizitunternehmen ein Gewinne erwirtschaftender Exit (für Mutares) gemacht wurde.

Erfahrung von 10 Jahren als Mutares mit exorbitanten Wachstumsraten, allein 8 Unternehmenskäufe in diesem Jahr zzgl. - bei Gremienzustimmung - der Erwerb der Q Logistics der ÖBB - 250 Mio. Umsatz, fast 1.000 Mitarbeiter, defizitär. Hier konnte der CEO zu der Aussage verführt werden, dass auch Q Logistics ein "typischer Mutares Deal" sei; daraus deuten wir: KEIN KAUFPREIS plus MITGIFT.

Q Logistics ist ein großer Fisch

Aber auch die ebenfalls vorgestellten "Musterkinder" Balcke Dürr Group und Donges Group - beides Unternehmensgruppen, die um einen defizitären Kern mit anschließenden ADD-on Käufen (auch hier wohl i.d.R. ohne Kaufpreis plus Mitgift), herum aufgebaut wurden und auf dem Weg zur Profitabilität (beide erwirtschaften schon jetzt bzw. dieses Jahre erstmals mehr als 5% Umsatzrendite) - UND das aus defizitären Resterampen innerhalb weniger Jahre. Ein weiteres Beispiel war die STS Group, die mittlerweile börsennotiert ist, an der aber Mutares weiterhin 60% hält. Der Teilexit über die Börse lieferte Geld für Zukunftsprojekte (Aber das ist eine eigene Geschichte), der Emmissionspreis wurde jedoch nie wieder an der Börse erreicht (bisher, falsche Branche Automotive plus Umsatzrückgang), die Aktie trudelte vielmehr in den tiefroten Bereich, aber wie gesagt Fortsetzung folgt.

Gutes erstes Halbjahr gab's schon

Der Konzernumsatz lag im Berichtszeitraum bei EUR 443,2 Mio. und damit rund 5 % niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres (1. Halbjahr 2018: EUR 467,0 Mio.). Entkonsolidierungs- und Transaktionseffekte trugen zu dieser Entwicklung bei. So wurden die zum 30. Juni 2019 abgeschlossenen fünf Zukäufe des laufenden Geschäftsjahres zeitanteilig einbezogen und konnten daher noch nicht vollständig zum Konzernumsatz und -ergebnis beitragen. Insbesondere die drei neuen Plattformakquisitionen Plati Group, TréfilUnion und keeeper Group werden erwartungsgemäß ihren vollen Umsatz- und Ergebniseffekt erst im zweiten Halbjahr 2019 zeigen.

Das berichtete Konzern-EBITDA lag bei EUR 67,1 Mio. und stellt eine Verdreifachung gegenüber dem EBITDA des ersten Halbjahres 2018 (EUR 21,6 Mio.) dar. Maßgeblicher Treiber des Ergebnisses sind die transaktionsbedingten Erträge aus "Bargain Purchases" im Zusammenhang mit den fünf abgeschlossenen Zukäufen für das Portfolio im ersten Halbjahr 2019 in Höhe von insgesamt EUR 70,8 Mio., die insbesondere das Segment Goods & Services verstärkten. Die liquiden Mittel des Mutares-Konzerns betrugen zum Stichtag 30. Juni 2019 EUR 80,9 Mio. (31. Dezember 2018: EUR 108,1 Mio.).

die erfolgsgeheimnisse

NAV 12,85 EUR (30.06.2019)

Auf Basis der Entwicklungen sowie der Marktkonditionen im ersten Halbjahr wurden die Net Asset Values (NAV) für die Portfoliosegmente zum Stichtag 30. Juni 2019 aktualisiert. Die Berechnung des NAV erfolgt als Summe der Bewertungen der Segmente (Vermögenswerte abzüglich des Marktwerts der Schulden zuzüglich Nettofinanzmittel in der Mutares Holding ohne Zwischenholdings). Für die Berechnung des NAVs wird damit nach wie vor allein der Sum-of-the-Parts-Wert der einzelnen Gesellschaften betrachtet, d. h. die Transaktionstätigkeit, Turnaround-Expertise sowie die Markenstärke der Mutares sind nicht enthalten: 12,85 Euro. Was ist da mit dem Aktienkurs los? Der Bewertungsabschlag ist schon relativ hoch. Insbesondere sind die Entwicklungen seit dem Stichtag ja nicht so schlecht oder?

 HIER: DIE aktuelle Analyse zur Mutares AG. Springt der Aktienkurs irgendwann an? Dividendenrendite ist Top, bleibt sie so?

"Mit der möglichen Übernahme des Geschäfts von Q Logistics würden wir ein aussichtsreiches österreichisches Unternehmen für unser Segment Goods & Services erwerben. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad, signifikantes Wertpotenzial basierend auf dem Know-how seiner Mitarbeiter, best-in-class Logistikexpertise sowie ein nachhaltig stabiles und ausbaubares Kundennetz. Wir sind überzeugt, mit unserem operativen Team von Industriexperten das nachhaltig profitable Wachstum von Q Logistics fördern zu können und freuen uns, wenn wir nach erfolgter Genehmigung auf Verkäuferseite eine solch attraktive Plattforminvestition in unserem Portfolio begrüßen dürfen", sagt Robin Laik, CEO von Mutares.

Aktuell (22.10.2019 / 22:16 Uhr) notieren die Aktien der Mutares SE & Co. KGaA im Xetra-Handel zum Schluss um 17:35 Uhr mit einem Plus von +0,08 EUR (+0,72 %) bei 10.52 EUR.


Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A2NB650

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