Wacker Neuson SE startet mit kräftigem Rückenwind in die zweite Jahreshälfte und hebt nach einem deutlich besseren ersten Halbjahr ihre Jahresprognose für 2026 an. Vor allem die starke Umsatzentwicklung und die überproportionale Verbesserung der Profitabilität veranlassen den Vorstand, sowohl die Umsatzuntergrenze als auch die Margenerwartung nach oben anzupassen.
Während viele Industrieunternehmen weiterhin unter einem herausfordernden Marktumfeld leiden, zeigt Wacker Neuson eine bemerkenswerte operative Dynamik. Das Unternehmen profitiert von einer stabileren Nachfrage, einer verbesserten Kostenstruktur und einer höheren operativen Effizienz.
Deutlich höhere Jahresprognose
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Wacker Neuson nun einen Umsatz zwischen 2,3 und 2,4 Mrd. Euro. Bislang lag die Prognose bei 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro. Gleichzeitig hebt das Unternehmen die erwartete EBIT-Marge auf 7,0 bis 8,0 Prozent an, nachdem zuvor 6,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.
Unverändert plant der Konzern Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte zwischen 70 und 90 Mio. Euro. Auch beim Working Capital hält das Management an seinem Ziel fest, die Quote unter der strategischen Zielmarke von 30 Prozent zu halten.
Die Prognoseanhebung basiert auf dem starken ersten Halbjahr und der Erwartung, dass sich das Marktumfeld im weiteren Jahresverlauf zwar anspruchsvoll, aber insgesamt stabiler als in den vergangenen Jahren entwickeln wird.
Starkes Umsatzwachstum im zweiten Quartal
Bereits das zweite Quartal zeigte eine deutliche Beschleunigung des Geschäfts. Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 665,1 Mio. Euro, nachdem im Vorjahresquartal 581,4 Mio. Euro erzielt worden waren.
Noch dynamischer entwickelte sich die Ertragskraft. Das vorläufige EBIT legte um 43,6 Prozent auf 63,2 Mio. Euro zu. Dadurch verbesserte sich die EBIT-Marge von 7,6 Prozent auf 9,5 Prozent und erreichte den höchsten Quartalswert seit längerer Zeit.
Die Zahlen zeigen, dass Wacker Neuson nicht nur vom höheren Geschäftsvolumen profitiert, sondern gleichzeitig seine Profitabilität deutlich steigern konnte.
Erstes Halbjahr überzeugt auf ganzer Linie
Auch auf Halbjahressicht fällt die Entwicklung sehr deutlich aus. Der Umsatz erhöhte sich um 16,9 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 1,07 Mrd. Euro erzielt worden waren.
Besonders beeindruckend entwickelte sich das operative Ergebnis. Das EBIT sprang um 86,6 Prozent auf 104,7 Mio. Euro. Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge von 5,2 Prozent auf 8,3 Prozent.
Damit wächst das Ergebnis deutlich schneller als der Umsatz – ein Hinweis auf eine verbesserte Kostenstruktur, höhere Auslastung und eine insgesamt effizientere operative Steuerung.
Profitabilität rückt wieder in den Fokus
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Wacker Neuson nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre wieder zunehmend in den Wachstumsmodus zurückkehrt. Während in den vergangenen Quartalen vor allem Lagerabbau, hohe Kosten und ein schwächeres Marktumfeld auf die Ergebnisse drückten, profitiert das Unternehmen nun von einer Normalisierung der Nachfrage und einer verbesserten operativen Hebelwirkung.
Die deutlich gestiegene EBIT-Marge unterstreicht, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zunehmend Wirkung entfalten. Gleichzeitig schafft die stabile Entwicklung des Working Capitals zusätzliche finanzielle Flexibilität.
Gute Ausgangslage für die zweite Jahreshälfte
Mit der angehobenen Prognose signalisiert das Management Vertrauen in den weiteren Geschäftsverlauf. Zwar bleibt das wirtschaftliche Umfeld weiterhin anspruchsvoll, doch die bisherigen Zahlen zeigen, dass Wacker Neuson seine Marktposition erfolgreich behauptet und gleichzeitig die Profitabilität deutlich steigern kann.
Sollte sich die Nachfrage im Bau- und Infrastrukturmarkt weiter stabilisieren, verfügt das Unternehmen über eine solide Ausgangsbasis, um den positiven Trend auch im zweiten Halbjahr fortzusetzen.












