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tecdax news nebenwerte magazin03.07.2020 - Gestern wieder einiges an Bewegung bei Wirecard:Der befürchtete Kundenexodus hat begonnen, zumindest jetzt auch von außen erkennbar. Genau das,was eine mögliche Fortführung der realen Kerngeschäfte Wirecards ermöglicht hätte - eine gewisse Treue und Geduld der Kunden. Verständlich ist das Verhalten jedoch: Niemand will seine Zahlungsprozesse - das "Blut" jeden Unternehmens einem im Insolvenzverfahren mit ungewissem Ausgang (positiv gesehen) befindlichen Unternehmen anvertrauen.

Die Erfahrungen der britischen FinTechs, der Kreditkartenkunden, der Bonuskartennutzer, die nachdem die FCA der britischen Tochter Wirecards alle Geschäfte für die man eine Lizenz benötigt untersagt hatte (mitgeteilt am 26.06., passend an einem Freitag, damit die Kreditkartenkunden nicht mal persönliche Vorsprache halten konnten, aufgehoben dann am späten Montag Abend, den 29.06.2020), sind Menetekel genug. Und man sollte nicht glauben, das die Kunden nach diesem Warnschuß mit Begeisterung oder auf Dauer bei Wirecard GB bleiben werden - dafür ist das Geschäft zu austauschbar.

So ist Aldi Süd wohl nur die Spitze des Eisberges, weitere Insolvenzanträge

Aldi Süd teilte mit seit Anfang Juli Kreditkartenzahlungen (Hauptanteil des Wirecard-Geschäfts mit/für Aldi Süd) mit Payone (Beteiligung der Sparkassenorganisation- Dt. Sparkassenverlag- und Ingenico). Softbank will auch weg, wie wir bereits berichteten, GRAB hat bereits die Implementierungsarbeiten für Wirecards System vor Tagen eingestellt, die anderen Softbank-Beteiligungen Auto1 und GetyourGuide beenden ebenfalls die Kooperation mit Wirecard und viele andere werden bereits still und leise ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit abgesichert haben. Und es scheint nur eine Frage der Zeit, wann auch Sprint, Brightstar und Oyo (Hotelkette aus Indien) -alle aus dem softbank-Universum - Schlussstrich ziehen werden.

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CHRONOLOGIE Wirecards Abstieg vom 18.06. bis zum 01.07 - updated

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1270 Mitarbeiter von Wirecard sind mittlerweile durch die Insolvenz der Wirecard AG und (bis jetzt) 6 Tochtergesellschaften betroffen: Heute haben nämlich die Wirecard Technologies GmbH, die Wirecard Issuing Technologies GmbH, die Wirecard Service Technologies GmbH, die Wirecard Acceptance Technologies GmbH, die Wirecard Sales International Holding GmbH und die Wirecard Global Sales GmbH haben beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Töchter sind Dienstleister im Konzernverbund und sind keine lizensierten Einheiten, wie beispielsweise die Wirecard Bank oder die zeitweise gesperrte Britische Wirecard-Tochter.

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Kurseinbruch gestern zeigt die Auflöseerscheinungen allenthalben - Deutsche Bank soll an Teilen Wirecards interessiert sein

So wird zumindest die Bereitschaft der Deutschen Bank gedeutet, im Zweifelsfalle der Wirecard Bank AG "unter die Arme zu greifen", was einige als Positionierung für einen möglichen Übernahmekampf sehen wollen. Wirecard Bank ist mit Einlagen von rund 1,7 Mrd. EUR nicht ganz unbedeutend und als Paymentdienstleister mit entsprechenden Lizenzen in Deutschland Garant dafür, das die von der Wirecard abgewickelten Zahlungen auch zur Auszahlung gelangen. Wirecards boon planet als Girokontoalternative und Guthabenzinsen zur "Kundengewinnung" hätte durchaus eine Chance verdient - digital, modern und "hipp". Ein Produkt, das auch der etwas in die Jahre gekommenen Deutschen Bank passen würde.

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Folkloristisch - Marsaleks Odyssee

Für die Zukunft Wirecards oder der Teile Wirecards oder die Aktienkursentwicklung wenig relevant, jetzt aber jetzt von offizieller Stelle bestätigt:  Der mit Haftbefehl gesuchte Ex-COO Marsalek war laut Philippinischem Justice Secretary Menardo Guevarralaut gemäß Einreisedokumentation wahrscheinlich vom 23.06. an für 2 Tage in Cebu  und reiste dann weiter nach China. Näheres in der "Manila Bulletin".

(Kursrange 02.07.2020, E: 3,18 EUR H: 4,09 EUR, T: 3,00 EUR, S: 3,22 EUR)

Mittwoch, der 01.07.2020

Neben einem Insolvenzverwalter, der sich auf die Resteverwertung zu fokussieren scheint und Durchsuchungen an diversen Orten, scheint sich - laut Dow Jones gestern Abend gemeldet  - Softbank von Wirecard und der für 5 Jahre vereinbarten Zusammenarbeit "absetzen zu wollen" - die bekanntlich gut informierten Kreise würden von einer Kündigung Softbanks reden. Nicht wirklich überraschend,wenn offensichtlich die meißten Marktteilnehmer von einer Zerschlagung Wirecards ausgehen, wozu dann Perspektiven und neue Geschäfte anbahnen. Und da Softbank, wie bereits berichtet, seine 900 Mio. EUR Wandelanleihe bei Wirecard nicht selber bezahlt hat, sondern letztendlich am Kapitalmarkt platzierte, wäre der Verlust Softbanks aus der Causa Wirecard überschaubar - einer der wenigen, der wohl die nötige Vorsicht walten ließ. Oder halt ein gesundes Misstrauen trotz der verlockenden Perspektiven. Die hat man genutzt ohne dafür Risiko zu tragen - clever. ...

FORTSETZUNG:

CHRONOLOGIE DER STORY WIRECARD AG OHNE HAPPY END vom 18.06.2020 bis 01.07.2020

- ein Wirtschaftskrimi einer Aktie vom DAX in den Pennystockbereich, voller enttäuschter Hoffnungen und Ungewissheiten.

Auch diese Aktie können Sie ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln.

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Chart: Wirecard AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0007472060

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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