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Der Hersteller von Solarwechseltrichtern SMA Solar Technology AG (ISIN: DE000A0DJ6J9) mit Sitz auf der Sonnenallee im hessischen Niestetal kann wieder ein schwaches Licht am Ende des Tunnels erkennen.

Im Sommer 2010 notierte die Aktie von SMA Solar noch bei 103,70 EUR. In den nächsten beiden Jahren ging es jedoch steil abwärts. Bis auf 16 EUR rutschte der Kurs bis Ende 2012. Anfang 2015 notierte das Papier gar nur noch bei 10,46 EUR, d.h. knapp 90% unter dem 5-Jahreshoch aus 2010.

 

 

Q1-Zahlen lassen hoffen

Nach den zuletzt schwierigen Jahren zeichnet sich für SMA Solar im ersten Quartal dieses Jahres wieder eine positive Trendwende an.

Mitte des Monats überraschte SMA Solar mit einem Quartalsumsatz von 226,3 Mio. EUR. Dieser lag mit über 28% deutlich über dem Umsatz von Q1 2014 (176,3 Mio. EUR). Das EBIT verbesserte SMA Solar von -22,4 Mio. EUR  (Q1 2014) auf nur noch -5,4 Mio. EUR. Eine Verbesserung um knapp 76%.

Darüber hinaus erzielte man in den ersten drei Monaten des Jahres einen positiven Brutto-Cashflow von 16,1 Mio. EUR. 2014 standen im selben Zeitraum -9,4 Mio. EUR zu Buche. Weiterhin positiv hervorzuheben ist die aktuelle Nettoliquidität von 223,7 Mio. EUR sowie eine solide Eigenkapitalquote von 46,6%. Damit lässt sich sicherlich ruhiger arbeiten und die notwendigen Umstrukturierungen durchführen.


Operativ auf dem richtigen Weg

Die deutliche Verbesserung beim Umsatz und EBIT im ersten Quartal geben dem einstigen Vorzeigeunternehmen der Branche zweifelsohne wieder Hoffnung. Vor allem international zeigte sich SMA Solar gestärkt. Hier profitierte man von der sehr guten global aufgestellten Infrastruktur. Über 88% des Umsatzes erzielte das Unternehmen im Ausland, allen voran in Nordamerika, Japan, Australien und Großbritannien.

Die unterm Strich besser als erwarteten Zahlen sind letztendlich ein Ergebnis von reduzierten Fixkosten, positiven Währungseffekten und natürlich auch einem gestiegenen Absatz, der vor allem wegen des Bereichs der solaren Großkraftwerke zustande kam.

Trotz dieses guten Anfangsquartals bleibt das Management aber vorsichtig bei seinen Erwartungen für das Gesamtjahr. Bei der Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr geht man von einem Umsatz zwischen 730 Mio. EUR und 770 Mio. EUR aus, während das EBIT in einer Spanne zwischen -30 Mio. EUR bis -60 Mio. EUR erwartet wird.


Kurs läuft sich warm

Anleger reagierten auf die letzten Quartalszahlen positiv. Einen Tag vor Veröffentlichung der Zahlen schloss die Aktie im Xetra-Handel bei 13,69 EUR. In den sieben Tagen danach lief der Kurs bis auf 18 EUR und lag damit 31% höher als eine Woche zuvor.

Ob aber die Trendwende nachhaltig geschafft wird, ist vor allem abhängig davon, ob SMA Solar operativ weiterhin an das erste Quartal anknüpfen kann. Sollte das gelingen, stehen die Zeichen wieder gut. Denn zum operativen Wachstum werden ab dem 2. Halbjahr 2015 zudem noch umfangreiche Einspareffekte aufgrund der aktuell durchgeführten Transformationsmaßnahmen, welche einen Personalabbau im Volumen von 1.600 Stellen beinhalten, positiv auf das Ergebnis wirken.

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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