SDAX | Pfeiffer Vacuum: 2020 war zumindest „noch in Ordnung“ – 2021 vorsichtige 5 % Umsatzplus angestrebt

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25.03.2021 – Pfeiffer Vacuum Technology AG (ISIN: DE0006916604) ist mit einem blauen Auge durch das Corona-Jahr 2020 gekommen: Während der Umsatz nur geringfügig abnahm ( Minus 2,2 % auf 618,7 Mio EUR), musste man beim EBIT mit Minus 30,5 % und  damit 45,3 Mio EUR vorlieb nehmen. Und die Chipindustrie sieht für 2021 in der zweiten Jahreshälfte eine gewisse Abkühlungsphase voraus, so dass sich Pfeiffer mit einer konservativen Umsatzsteigerung von 5 % für das Jahr 2021 rechnet. Und dazu sollen hohe Investitionen für Forschung im Jahresverlauf auf das Unternehmen zukommen. Gemischtes Bild.

Konkret – 2020 Umsatzentwicklung

Das Unternehmen erzielte einen Umsatz in Höhe von 618,7 Mio. Euro, ein Betriebsergebnis (EBIT) von 45,3 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von 7,3 %. Und der Umsatz von Pfeiffer Vacuum ging im Jahr 2020 um 2,2 % zurück (2019: 632,9 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die schwierigen Marktbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen ist, die insbesondere das Marktsegment Industrie, Analytik und F&E betrafen. Dieser Effekt und die Umsatzschwäche im Beschichtungsmarkt wurden teilweise durch den starken Halbleitermarkt ausgeglichen. Insgesamt stieg der Umsatz im Halbleiter- und Beschichtungsmarkt um 3,5 % auf 308,6 Mio.Euro (2019: 298,2 Mio. Euro), während in den Marktsegmenten Industrie, Analytik und F&E ein Umsatzrückgang von 7,4 % auf 310,1 Mio Euro verzeichnet wurde (2019: 334,7 Mio Euro).

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EBIT

Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 30,5 % zurück (Vorjahr: 65,2 Mio. Euro) und die EBIT-Marge betrug 7,3 % (Vorjahr: 10,3 %). Und der Rückgang des EBIT im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf rückläufige Umsatzerlöse, Aufwendungen und Produktivitätsverluste aufgrund der Corona-Pandemie sowie einmalige Wertminderungsaufwendungen zurückzuführen. Darüber hinaus waren erhöhte Aufwendungen zur geplanten Umsatzsteigerung und zur Verbesserung der EBIT-Marge für das schwächere Betriebsergebnis verantwortlich. Der nicht zahlungswirksame Wertminderungsaufwand in Höhe von 8,8 Mio. Euro resultierte aus Firmenwerten in China und Italien sowie der Abschreibung eines Markenrechts.

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„2020 war aufgrund der Corona-Pandemie ein herausforderndes Jahr, aber wir haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich schützen können und alle Anforderungen unserer Kunden erfüllt“, sagt Dr. Britta Giesen, CEO der Pfeiffer Vacuum Technology AG. „Trotz schwieriger Marktbedingungen haben wir ein solides Geschäftsergebnis erzielt und unseren Transformationsprozess fortgesetzt, um das Wachstum voranzutreiben und die Rentabilität zu erhöhen. Wir sind gut aufgestellt, um unsere Finanzergebnisse im Jahr 2021 in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld zu verbessern.“

Und die neue Aktionärsstruktur scheint auf die Dividendenpolitik einen für die Aktionäre positiven Einfluss zu haben – trotz gesunkenem Nachsteuerergebnisses steigt die Dividende massgeblich: „Das Ergebnis nach Steuern ging auf 31,6 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 48,4 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie lag bei 3,20 Euro (Vorjahr: 4,90 Euro).“

Prognose 2021 vorsichtig

Seit Beginn des Jahres 2021 verbessern sich Umsatzerlöse und Auftragseingänge weiterhin gegenüber dem Jahresende 2020. Diese Entwicklung entspricht den Erwartungen der Branche, dass der Halbleitermarkt in der ersten Jahreshälfte 2021 stark sein, jedoch in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 nachlassen wird. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von über 5 %.

Und dies spiegelt einen vorsichtigen Ausblick auf das zweite Halbjahr 2021 wider, insbesondere weil die Auswirkungen der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft, unsere Kunden und unser Geschäft weiterhin für Unsicherheit sorgen. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen, dass sich die EBIT-Marge im Jahr 2021 gegenüber 2020 verbessern wird, obwohl im zweiten Halbjahr zusätzliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung geplant sind, um Innovationen für Kunden voranzutreiben und nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

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Jedenfalls ist Pfeiffer ein kerngesundes – unter dem -Strich schuldenfreies Unternehmen mit einem EK von knapp 60% der Bilanzsumme – wie gesagt kerngesund und gerüstet auf negative Entwicklungen reagieren zu können.

Und der Generationswechsel wurde am 10.06.2020 ebenfalls „lautlos“ in einer Aufsichtsratssitzung verabschiedet. Also eigentlich alles soweit geklärt und jetzt „müssen nur noch die Märkte mitspielen“. die neue Führungsstruktur und die neuen Köpfe spiegeln die geänderte Situation bei Pfeiffer wider: Man gehört mehrheitlich zur Busch SE, die Stand 31.12.2019 60,22 % an der Pfeiffer Vakuum hielten:

Neue, verkleinerte Führungsstruktur mit „neuer“ CEO, beschlossen am 10.06.2020: „Der Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG hat beschlossen, die Vorstands- und erweiterte Geschäftsführungsstruktur ab dem 1. Januar 2021 zu ändern. Zukünftig sollen, auch unter Berücksichtigung des bestehenden Relationship Agreements (Konzern-Kooperationsvertrag) mit der Busch-Gruppe, nur noch zwei Personen den Vorstand bilden, nämlich eine Chief Executive Officer (zugleich Vorstandsvorsitzende) sowie ein Chief Operations Officer. Der Vorstand wird in seiner Geschäftsführung zukünftig durch ein neu zu bildendes Group Executive Committee unterstützt, dem neben den Vorstandsmitgliedern insbesondere der Chief Financial Officer, der Chief Sales Officer und der Chief Technology Officer angehören werden.

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Der Aufsichtsrat hat weiterhin Frau Dr. Britta Giesen zum 1. Oktober 2020 als neues Vorstandsmitglied bestellt. Sie ist designierte Vorstandsvorsitzende und wird diese Funktion mit dem planmäßigen Ausscheiden des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Eric Taberlet in dessen Ruhestand zum 1. Januar 2021 übernehmen. Frau Dr. Britta Giesen ist Diplom-Wirtschaftsingenieurin (Maschinenbau, Operations-Research) und bislang Chief Operating Officer bei ISS Facility Services Holding; zuvor war sie unter anderem CEO bei ThyssenKrupp Access Solutions und davor Senior Vice President der Business Unit Submersible Pumps bei KSB. Dies ist Teil der langfristigen Nachfolgeplanung des Aufsichtsrates.“

Aktuell (25.03.2021/ 07:50 Uhr) notieren die Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG im Frankfurter-Handel zum Schluss Gestern mit leichtem Plus  bei 161,40 EUR.

 


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