Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) reitet im Jahr 2026 auf einer echten Erfolgswelle. Nachdem das Papier des Windkraftanlagen-Herstellers seit Jahresbeginn bereits eine beeindruckende Rallye aufs Parkett gelegt hat und die operative Marge im ersten Quartal deutlich gesteigert werden konnte, folgt nun der nächste operative Paukenschlag. Der Hamburger MDax-Konzern meldet einen entscheidenden Durchbruch bei einem seiner wichtigsten europäischen Großprojekte: Für den gigantischen 392-Megawatt-Windpark „Pestera II“ in Rumänien hat offiziell die Fertigung der Turbinen begonnen. Anleger horchen auf, denn dieser Meilenstein senkt das Projektrisiko erheblich.
Nordex Osteuropa-Offensive: Grünes Licht für das Vorzeigeprojekt in Rumänien
Der Großauftrag für das Megaprojekt flatterte bereits im vierten Quartal 2025 in die Hamburger Konzernzentrale. Jetzt, im Sommer 2026, biegt das Vorhaben plangemäß in die heiße Umsetzungsphase ein. Neben dem Startschuss für die hauseigene Produktion der Windkraftanlagen laufen direkt vor Ort in Rumänien bereits die ersten vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände.
Das Projekt befindet sich in Constanța im Südosten des Landes – genauer gesagt in der windreichen Region Dobrogea. Die Wahl des Standorts ist kein Zufall: Die Region gilt in der Windbranche als absolutes Filetstück. Sie besticht nicht nur durch konstant starke und stabile Windbedingungen, sondern punktet auch mit einer hervorragenden Nähe zur bereits bestehenden Netzinfrastruktur. Für Nordex ist Pestera II das neue Vorzeigeprojekt, um die eigene Marktposition im wachstumsstarken osteuropäischen Raum weiter zu zementieren.
56 Riesen-Turbinen für einen echten Hochkaräter der Branche
Die technischen Dimensionen des Windparks sind atemberaubend und unterstreichen, warum Nordex im Onshore-Segment zu den globalen Top-Playern gehört. Insgesamt entstehen auf 138 Meter hohen Stahltürmen 56 Turbinen des Typs N163/6.X. Jedes einzelne dieser Kraftwerke bringt es auf eine stolze Nennleistung von 7 Megawatt.
Dass Nordex hier operativ klug agiert, zeigt auch der Blick auf den Auftraggeber: Gebaut wird der Riesen-Windpark für keinen Geringeren als den dänischen Infrastruktur-Riesen Copenhagen Infrastructure Partners (CIP). Ein finanzstarker Partner, der für verlässliche Zahlungsströme steht. Bis der Windpark jedoch voll am Netz ist und grünen Strom liefert, wird noch etwas Zeit vergehen – die endgültige Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 anvisiert.
Perfektes Timing im Einkauf: Wie Nordex das Lieferketten-Risiko austrickst
In den vergangenen Jahren war die Windkraftbranche immer wieder von Lieferketten-Engpässen und unberechenbaren Materialkosten gebeutelt. Nordex hat aus den marktweiten Fehlern der Vergangenheit gelernt und geht bei Pestera II extrem strategisch vor.
Parallel zum Produktionsstart wurden bereits die Verträge für alle Komponenten vergeben, die traditionell lange Vorlaufzeiten aufweisen – wie beispielsweise die sogenannten Ankerkörbe für die Fundamente. Durch diese vorausschauende Absicherung der Lieferkette stellt das Management sicher, dass der Zeitplan nicht ins Wanken gerät. Die eigentlichen Fundamentarbeiten vor Ort sollen bereits in den kommenden Monaten anlaufen. Alles läuft wie am Schnürchen – ein wichtiges Signal für den Kapitalmarkt, dass Großprojekte bei Nordex mittlerweile hochprofessionell und ohne böse Überraschungen abgewickelt werden.
Nordex – Das Anleger-Fazit: Prall gefüllte Auftragsbücher stützen den langfristigen Trend
Für die Nordex-Aktie kommt die operative Erfolgsmeldung genau zur rechten Zeit. Nach der fulminanten Kursentwicklung im ersten Halbjahr 2026 konsolidierte der Titel zuletzt leicht um die Marke von 43 Euro. Solche Nachrichten aus dem operativen Geschäft untermauern jedoch das fundamentale Fundament der Wachstumsstory.
Während Wettbewerber wie Siemens Gamesa oder Vestas ebenfalls hart um Marktanteile kämpfen, überzeugt Nordex mit einer hervorragenden Auslastung. Zuletzt knackte der gesamte Auftragsbestand der Hamburger die Marke von 17 Milliarden Euro. Das Rumänien-Projekt zeigt exemplarisch, wie diese gigantische Pipeline nun schrittweise in Umsatz und – dank der verbesserten Effizienz – in echten Gewinn umgemünzt wird. Wer auf den anhaltenden globalen Boom der erneuerbaren Energien und die operative Wende eines deutschen Industrie-Schwergewichts setzen möchte, behält die Nordex-Aktie weiterhin als einen der spannendsten Sektor-Titel im Blick.















