MDAX | Aareal Bank: 2020 abhaken, 2021 sollte besser werden. „Rücken frei“

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Die Aareal Bank AG (ISIN: DE0005408116) hat eine Wachstumsperle im Portfolio: Die IT-Tochter. Und für die wurde ein kapitalkräftiger Partner gefunden im letzten Herbst, Aber es gibt ja auch noch das Kerngeschäft.

Und da hakte es in 2020 – coronabedingt – extrem. Trotz eines negativen Konzernbetriebsergebnisses „in zweistelliger Millionenhöhe“ aufgrund gestiegener Risikovorsorge, werden die Aktionäre wohl trotzdem ein Trostpflaster erhalten: Dividende von 1,50 EUR. Wegen der pandemiebedingten Massnahmen der EZB wird die geplante Ausschüttung wohl in zwei Tranchen erfolgen müssen und unterliegt einem zweifachen Zustimmungsvorbehalt: Neben der Hauptversammlung muss auch die EZB abnicken.

Und Finanzvorstand Marc Heß erklärte dazu: „Wir haken das Pandemie-Jahr 2020 mit einer umfassenden Vorsorgemaßnahme für Covid-19-bedingte Risiken ab. Unsere starke Kapitalbasis ermöglicht es uns darüber hinaus, die Dividendenzahlungen wieder aufzunehmen. Zugleich haben wir nun den Rücken frei, um die Chancen, die sich aus einem veränderten Umfeld für uns ergeben, konsequent zu nutzen.“

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Media and Games Invest plc. mit einer (bis zu) 210 Mio USD-Übernahme – 68 % EBITDA-Marge und stabile Erträge lockten.

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Aareal ist gerade in den Branchen stark engagiert, die besonders leiden

und so wurden für 2020 umfangreiche Risiko-Rückstellungen als notwendig erachtet. Dazu kommt die noch die ungewisse Dauer der derzeitigen Lock-Down Massnahmen und deren mögliche Verschärfung, was die mögliche Erholung zumindest verschiebt. Andererseits wird man so – wenn schon sowieso Verluste anfallen – auch vorsorglich Rückstellungen vorgenommen haben, die in den Folgejahren wieder ertragswirksam aufgelöst werden könnten.

Dazu Strategie „Aareal next Level“ mit dem Ziel 300 Mio EUR Betriebsergebnis in 2023

Und hier schaut man optimistisch in die Zukunft. Nach dem Grossreinemachen sieht man nach Überwindung der Pandemie das Geschäftsmodell in einem normalisierten Umfeld als tragfähig an.

Konkret strebt die Aareal Bank Gruppe an, bereits im Jahr 2023 – ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen – ein Konzernbetriebsergebnis in der Größenordnung von 300 Mio. € zu erwirtschaften. Voraussetzung ist die bis dahin vollständige Überwindung der Covid-19-Pandemie. Ein ähnliches Ergebnisniveau konnte die Bank in der jüngeren Vergangenheit nur in Ausnahmejahren mit starken Einmalbeiträgen aus Akquisitionen erreichen.

Fünf Schritte zum geplanten Erfolg definiert

Erstens wird die Bank im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen (SPF) die bereits im 4. Quartal 2020 erfolgreich forcierte risikobewusste, organische Ausweitung des Finanzierungsgeschäfts fortsetzen. Zielvolumen des Kreditportfolios von rund 30 Mrd. € per Ende 2022.

Zweitens soll die Profitabilität des Geschäfts selbst weiter gestärkt werden, unter anderem durch die Optimierung der Funding- und Kapitalstruktur. Drittens wird das Unternehmen im Segment Consulting/Dienstleistungen Bank die mit dem erfolgreichen Abschluss des Unbundlings steigenden Chancen für eine Ausweitung des Produktangebots und weitere Partnerschaften nutzen, insbesondere um das Provisionsgeschäft zu stärken.

Viertens erwartet die Aareal Bank durch die Umsetzung des gemeinsam mit dem Partner Advent in Erarbeitung befindlichen Value Creation Plans für die Aareon eine noch höhere Ergebnisdynamik.

Fünftens werden weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in Organisation, Prozessen und Infrastruktur umgesetzt, unter anderem mit dem Ziel einer Cost-Income-Ratio von rund 40 Prozent im Kernbereich SPF.

Zusammenfassend erklärt Finanzvorstand Marc Heß: „Die Strategieüberprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Aber wir sind uns bereits hinreichend sicher, dass unsere Strategie grundsätzlich auch für die Zeit nach der Überwindung der Pandemie trägt. Wir werden jedoch an verschiedenen Stellen nachschärfen, um auch in dem veränderten Umfeld nachhaltig erfolgreich zu sein. So wird es uns gelingen, ein Ergebnis in einer Größenordnung zu erreichen, das sogar über dem Vorkrisenniveau liegt.“

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Aareon kann  seit Oktober durchstarten – Schub für die Mutter

Was die IT-Tochter erreichen soll in den folgenden Jahren, wurde am 14.08.2020 bereits von Ranjan Sen, Managing Partner und Deutschland-Chef von Advent International, klar gesagt: „Die Aareon ist mit der langen Tradition in Deutschland und ihrer umfangreichen Präsenz in ganz Europa eine Perle im Technologiesektor. Wir glauben, dass sie gut positioniert ist, um Konsolidierungschancen zu nutzen – in einer Industrie, in der die Digitalisierung noch am Anfang steht. Wir freuen uns darauf, das Management der Aareon und der Aareal Bank in den nächsten Jahren bestmöglich zu unterstützen.“

CHANCEN ÜBER CHANCEN – so auch Dr. Manfred Alflen, Vorsitzender des Vorstands der Aareon am 18.08.2020: „Die zwischen der Aareal Bank und Advent vereinbarte Partnerschaft ist für die Aareon eine große Chance, ihr eigenes Wachstumsprogramm deutlich zu beschleunigen und so das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte aufzuschlagen. Mit der Unterstützung durch zwei starke, langfristig orientierte Anteilseigner sind wir zuversichtlich, die Aareon zu einem noch stärkeren Partner ihrer Kunden, einem noch attraktiveren Arbeitgeber für heutige und künftige Talente und zu einem noch besseren Zuhause für übernommene Unternehmen zu machen.

Wird ein Rule 40 Unternehmen – da ist man sich sicher, bei dem Kaufpreis muss Advent davon überzeugt sein…

Denn durch die langfristig angelegte Partnerschaft mit Advent soll die Aareon auf ein neues Level gehoben werden.

In den kommenden Jahren sollen Wachstumspotenziale in allen Bereichen des Unternehmens erschlossen werden. Im Rahmen der neuen Aufstellung soll die Marktposition der Aareon als führendes Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft in Europa und deren Partner im digitalen Zeitalter gestärkt werden. Gemeinsames Ziel von Aareal Bank und Advent ist es, die Aareon über das ursprünglich kommunizierte Wachstumsziel einer Verdoppelung des EBITDA hinaus bis 2025 zu einem „Rule of 40“-Unternehmen zu entwickeln Und das heisst konkret: EBITDA-Marge und Umsatzwachstum sollen sich auf mehr als 40 Prozent addieren. Wie das konkret erreicht werden soll, wird gemeinsam erarbeitet und im Laufe des ersten Quartals 2021 vorgestellt werden. Im Rahmen der vereinbarten Partnerschaft soll Advent künftig zudem mit Jeffrey Paduch, Managing Partner Advent International, im Aufsichtsrat der Aareon vertreten sein.

Aktuell (18.01.2021 / 10:34 Uhr) notieren die Aktien der Aareal Bank AG im Xetra-Handel mit Plus 0,49 EUR (2,45%) bei  20,46 EUR.


Chart: Aareal Bank AG | Powered by GOYAX.de
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