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Die Metro AG (ISIN: DE0007257503) hat heute ihre vorläufigen Umsatzzahlen für das erste Quartal 2016/2017 veröffentlicht und gleichzeitig die Jahresprognose bestätigt.

Das Düsseldorfer Handelsunternehmen hat demnach in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahrs konzernweit einen Umsatz von 17 Mrd. EUR erwirtschaftet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015/2016 ist dies ein Rückgang von 0,1 Mrd. EUR. Flächenbereinigt, d.h. um das verkaufte Geschäft von Metro Cash & Carry Vietnam sowie durch Schließungen von Filialen bereinigt, steht unterm Strich voraussichtlich ein leichtes Umsatzplus von +0,1% in den Büchern.

 


Flächenbereinigtes Wachstum bei Metro Cash & Carry

Positiv entwickelte sich im Weihnachtsquartal die Sparte von Metro Cash & Carry. Wie im Jahr zuvor trug diese im Q1 abermals 8 Mrd. EUR zum Gesamtumsatz bei und blieb damit umsatzstärkstes Segment.

Wie es heißt, konnte die Veräußerung von Metro Cash & Carry Vietnam dabei beinahe komplett kompensiert werden. Das flächenbereinigte Wachstum betrug hier +0,7%. Gut lief es dabei vor allem in Spanien, China, Russland und der Türkei. Die herausfordernden Märkte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden führten derweil zu rückläufigen Umsätzen in diesen Ländern.

Von Oktober bis Ende Dezember wurden insgesamt zwei Filialen geschlossen und eine neue eröffnet, so dass Metro Cash & Carry nunmehr über 751 Standorte verfügt.


Bei Media-Saturn stagniert der Umsatz

Bei Media-Saturn hingegen konnte flächenbereinigt kein Wachstum beim Umsatz verzeichnet werden. Wie im Q1 2015/2016 erzielte die Metro in diesem Segment Einnahmen von 6,9 Mrd. EUR. Wie das MDAX-Unternehmen mitteilt, wuchs der über das Internet generierte Umsatz um +25%, obwohl fünf Redcoon-Internetpräsenzen abgeschaltet wurden.

Nachgefragt wurden vor allem Weiße Ware (Kühlschrank, Herd, Waschmaschine etc.), Smartphones, TV und auch Services & Solutions. Rückläufig waren die Geschäfte hingegen mit Entertainment, IT-Hardware und Foto.

Im ersten Quartal 2016/2017 vermeldete man bei Media-Saturn die Schließung von 2 Filialen sowie die Eröffnung von insgesamt elf Filialen. Insgesamt stieg die Anzahl an Filialen somit auf 1.032.


Umsatz bei Real flächenbereinigt rückläufig

Die dritte Sparte der Metro, Real, erzielte nach den vorläufigen Q1-Zahlen einen Umsatz von 2,1 Mrd. EUR. Damit gingen die Einnahmen flächenbereinigt um -1,7% zurück. Ein Grund für diese rückläufige Entwicklung ist laut Metro die Schließung von drei Filialen. Aktuell verfügt die Metro somit noch über 282 Real-Standorte.

Zu schaffen macht den Realmärkten der intensive Wettbewerb im Bereich „Lebensmittel“. Die Entwicklung im Nichtlebensmittelbereich und beim Onlinehandel sind demgegenüber positiv.


Aktie mit schönem Anstieg seit September

Für die Metro-Aktie ging es seit Mitte September von dem 6-Monatstief bei 25,835 EUR (auf Schlusskursbasis) im Verlaufe des ersten Quartals 2016/2017 bis Anfang Januar zum 6-Monatshoch bei 31,725 EUR um +22,80% aufwärts.

Im heutigen Handel notiert das Papier aktuell bei 31,29 EUR und ist auf Tagesbasis damit leicht im Plus (+0,13%). Am Morgen fielen die Anteilsscheine der Metro zunächst auf ein Tagestief von 30,30 EUR.

 


Chart: Metro AG St | Powered by GOYAX.de

 

Aktionäre stimmen über geplante Konzern-Aufspaltung ab

Wie es mit der Metro in Zukunft weitergeht, wird sich insbesondere am 6. Februar bei der Hauptversammlung in Düsseldorf entscheiden. Dann nämlich stimmen die Metro-Aktionäre darüber ab, ob die avisierte Trennung der zentralen Konzernbereiche „Großhandel und Lebensmittel“ und „Consumer Electronics“ in eigenständige Unternehmen vollzogen werden kann. Mitte Dezember hatte das Unternehmen auf dem Capital Markets Day nähere Informationen zu der geplanten Trennung der Geschäftsbereiche präsentiert.

Auf der bevorstehenden HV bedarf es einer drei-Viertel-Mehrheit des vertretenden Grundkapitals der Metro, um die Pläne zu verwirklichen. Immerhin haben die drei Ankeraktionäre alle schon signalisiert, der Aufspaltung zustimmen zu wollen. Damit hätte man bereits knapp 50% sicher, so dass lediglich noch 25% für eine beschlussfähige Mehrheit fehlen würden.

Wie die Metro weiter ausführt, soll jeder Metro-Aktionär im Zuge der Aufspaltung je eine Aktie der beiden neuen Unternehmen erhalten. Sie sollen jeweils rückwirkend ab Oktober 2016 dividendenberechtigt sein. Die Dividendenausschüttungsquote soll dabei für beide Unternehmen zwischen 45% und 55% liegen. Die Aktien beider Gesellschaften sollen künftig im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden, wobei zudem eine Zweitnotierung in Luxemburg vorgesehen ist. Der Vorstand geht davon aus, dass beide Unternehmen im Weiteren die Kriterien für eine Aufnahme im MDAX erfüllen und auch in diesem Segment notieren werden.

 

Aus Metro Group soll CECONOMY AG und Metro AG werden 

Das Segment Consumer Electronics (Media-Saturn) soll zukünftig in der CECONOMY AG aufgehen. Dazu will man aus der jetzigen Metro AG das neue Unternehmen für die Elektroniksparte machen.

Der Bereich „Großhandel und Lebensmittel“ (Metro Cash & Carry / Real u.a.) hingegen soll abgespalten werden und unter dem etablierten Namen „Metro“ firmieren. Weiterhin soll CECONOMY 1% der Anteile an der neuen Metro AG als Gegenleistung für die Übertragung des auszugliedernden Vermögens erhalten sowie weitere 9% im Rahmen einer Finanzbeteiligung erhalten, so dass CECONOMY mit insgesamt 10% an der neuen Metro AG beteiligt sein wird.

 

Mit Material von Metro AG

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