H2REIHE-Update | Plug Power Aktie im Feuer – KPMG sieht Korrekturbedarf bei Bilanzen 2018,2019 und vorläufigen Zahlen 2020

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17.03.2021 – Andy Marsh, CEO von Plug Power Inc. (ISIN: US72919P2020) lieferte in den letzten Monaten, was der Markt liebt: Grosse Projekte, Guidance-erhöhungen und erfolgreiche Kapitalerhöhungen – ausgedrückt in extrem gestiegenen Aktienkursen. Dann startete eine kräftige Korrekturphase, die sich letzte Woche nach Bodenbildung wieder langsam zu verabschieden schien – bis heute Nacht:

Plug Power muss Bilanzen 2018,2019, 2020 korrigieren – den veröffentlichten Zahlen kann nicht mehr vertraut werden!

Oder wie es ernüchternd am End einer völlig unerwarteten und schockwellenauslösenden Meldung heisst: „As disclosed in the Company’s Current Report on Form 8-K filed today with the SEC, the Prior Period Financial Statements should no longer be relied upon and the fourth quarter and full year 2020 financial results and related discussion in the Company’s shareholder letter issued on February 25, 2021 should no longer be relied upon.

Was ist passiert? Grund sollen Feststellungen KPMG’s sein – falsche Verbuchungen – angeblich keine Kontrollverletzungen oder Fehlhandlungen

Im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten ist KPMG offensichtlich auf wesentliche Fehler in den Bilanzen 2018, 2019 und den Quartalsberichten und den vorläufigen Zahlen für 2020 gestossen. Und diese scheinen von wesentlicher Bilanzwirkung zu sein – sonst wäre nicht das Management mit KPMG zu dem Schluss gekommen, dass die o.g. Bilanzen korrigiert werden müssen. Dass den alten Zahlenwerken nicht mehr vertraut werden kann.

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Grösstenteils seien nicht zahlungswirksame Korrekturen vorzunehmen,

was sich zumidnest etwas beruhigend anhört. Und die Liste der zu korrigierenden Bilanzposten scheint lang – und wird vom Management größtenteils mit der „Ungewöhnlcihkeit“ und „Neuen Formen der Geschäftsvorfälle“ bei dem Wasserstoffwert erklärt. So seien falsche Einschätzungen vorgenommen worden, die US-GAAP widersprächen. Konkrete Änderungen seien nötig bei:

  • Buchwerten von genutzten Rechten/Lizenzen und den damit verbundenen fianziellen verpflichtungen
  • aufgelaufene Verluste für einige Service Verträge
  • Abschreibungen für langlebige Wirtschaftsgüter
  • Einstufung diverser Kostengruppen, die zu abnehmenden Forschungs-und Entwicklungskosten und ansteigenden umsatzverbundenen Kosten führe

Und die neuen, nkomplexe und geänderten Einordnungen/Einstufungen nach US-GAAP sollen diverse Buchungen und Bilanzpositionen substantiell verändern.

Plug Power betont – zur Beruhigung – Cash stimmt, Prognosen bleiben!

Wichtig bei den über 5 Mrd USD Cash in den Büchern ist, dass laut Management keine Cash-Positionen geändert werden müssten – nach derzeitigem Stand des Wissens. Und auch die Wirtschaftlichkeit von Verträgen und Joint Ventures würde nicht beeinflusst werden. Genauso wenig würden sich die Umsatzprognosen von 475 Mio USD Bruttoabrechnungsbeträgen in 2021 ändern. Noch die geschätzten 750 Mio USD für 2022 oder die 1,7 Mrd USD für 2024.

Andy Marsh geht in Verteidigungsstellung und betont, dass es um Bilanzrecht ginge und keine dolosen Handlungen im Raum ständen

So äussert sich  in ungewohnt defensiver Rolle Andy Marsh, CEO von Plug Power: “Since our founding nearly 25 years ago, Plug Power has prided itself on operating with transparency and integrity, and we are working to resolve this matter quickly. Importantly, there is no expected impact to our cash position, business operations or economics of commercial arrangements. We continue to execute on our mission to provide customers with state-of-the-art fuel cell and green hydrogen solutions. We remain confident in our ability to leverage our strong business momentum and market leading technologies, independently and alongside our joint venture partners, to capture the significant business opportunities in this rapidly growing industry.” 

Jetzt muss unter Hochdruck geliefert werden, um Vertrauen zurückzugewinnen!

Noch im Rahmen der Bilanzerstellung und anschliessenden Prüfung gab es selbst am 24.02.2021, als das Management von Plug Power und das  Audit Committee die vorläufigen Zahlen mit  KPMG finalisierten, gab es noch keine Feststellungen. Erst nach Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Q4 und das Jahr 2020 wurde im Rahmen der Prüfungshandlungen der oben beschriebene Korrekturbedarf festgestellt. Und dananch musste Plug Power auch den daraus resultierenden Korrekturbedarf für die Vorjahre konstatieren.

Hierbei betont Plug Powers Manangement,dass der Korrekturbedarf nicht in einem Kontrollversagen oder Fehlverhalten begründet sei. Und dieses auch von KPMG nicht berichtet worden sei.

Die Heute abgelaufene Frist zur Abgabe des Formular 10-K wird Plug Power NICHT EINHALTEN KÖNNEN! Man bemühe sich so schnell wie möglcih zu liefern! Und dann der so schwer zu ertragende Hinweis:

As disclosed in the Company’s Current Report on Form 8-K filed today with the SEC, the Prior Period Financial Statements should no longer be relied upon and the fourth quarter and full year 2020 financial results and related discussion in the Company’s shareholder letter issued on February 25, 2021 should no longer be relied upon.

Spannend und entscheidend in den nächsten Tagen wird sein, ob diese Fristverletzung irgendwelche Sanktionen oder Widerrufsklauseln in den diversen Verträgen, Joint-Ventures  oder Vereinbarungen Plug Powers auslöst?

Oder ob die „nicht mehr vertrauenswürdigen Bilanzen“ die durchgeführten Kapitalerhöhungen oder Private Placements (SK Group) rückabwickelbar machen könnten? Oder ob Aktionären eine Schadensersatzpflicht entsteht, die aufgrund falscher Bilanzzahlen die Aktie Plug Powers möglicherweise „zu hoch“ eingekauft haben könnten?

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Sammelklagen voraus? Vertragskündigungen voraus?

Derzeit scheint alles möglich. Und Plug Power wäre gut beraten schnellstmöglcih die Korrekturen zu liefern – und klarzustellen welche Zahlen definitiv stimmen. Und welche Verträge möglciherwiese bei einem derartigen Bilanzfehler storneirbar oder widerrufbar wären.

 

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