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Prime Standard | Epigenomics AG: Es geht hier um die Zukunft

nebenwerte news nebenwerte magazin19.11.2019 - Die Epigenomics AG (ISIN: DE000A11QW50) stellt heute ihre Bilanzzahlen vor, wobei gerade bei Unternehmen, Fortschritte bei "Erstattungsverfahren", Forschungsfortschritte, Anwendungserweiterungen u.ä. natürlich wichtiger sind als die aktuellen Ergebnisse, die durch hohen F&E-Aufwand geprägt sind, höher als der Umsatz und entsprechend hohen Verlusten. Also so vorgewarnt zuerst die nackten Zahlen, bevor wir zum wesentlicheren kommen:

Die Produktumsätze in den ersten neun Monaten stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 % auf TEUR 818. Der Gesamtumsatz sank im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 847 (9M 2018: 1.315 TEUR) aufgrund geringerer Lizenzumsätze. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich im 9-Monatszeitraum um EUR 1,2 Mio. auf EUR 5,7 Mio., resultierend aus den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Post-Approval Studie für Epi proColon und der HCC-Studie in den USA.Der Finanzmittelverbrauch erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf EUR 10,9 Mio. (9M 2018: EUR 6,9 Mio.). Der Anstieg ist insbesondere auf gestiegene F&E-Aufwendungen sowie Veränderungen im Working Capital zurückzuführen.

Und jetzt das Gute: Am 21. November 2019 wird Dr. Elvira D'Andrea, eine der Autorinnen des Mikrosimulationsmodells zum Vergleich der Ergebnisse von Darmkrebs-Früherkennungsmethoden, darunter auch der Epi proColon-Bluttest, auf der 12. European Public Health Conference der European Public Health Association präsentieren. Darüber hinaus nimmt Dr. D'Andrea zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Medhi Najafzadeh, Mitautor des Modells, am 21. November an einer Telefonkonferenz für Investoren teil, in der sie ihre Präsentation mit dem Titel "Quantifizierung des Einflusses von Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen auf die Inzidenz und Mortalität von Darmkrebs" ("Quantifying the impact of adherence to screening on colorectal cancer incidence and mortality") vorstellen werden.

Und was ist daran gut? Es geht um das Geld und die Kostenerstattung in den USA, da geht es auch - leider - um Politik machen in eigener Sache zzgl. entsprechender Forschungsergebnisse. Oder wie es der Greg Hamilton, CEO der Epigenomics AG anlässlich der Vorlage der Zahlen so trefflich ausdrückt: "Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Zeichnern unserer Kapitalerhöhung für das in Epigenomics gesetzte Vertrauen bedanken. Die eingeworbenen Mittel ermöglichen es uns, weiter an unserem obersten Ziel, der Erstattungszusage für unseren Bluttest Epi proColon in den USA, zu arbeiten. Darüber hinaus freue ich mich auf die Telefonkonferenz mit Dr. D'Andrea und ihrem Mitautor Dr. Najafzadeh, in der sie interessierten Investoren ihre positiven Studienergebnisse des Mikrosimulationsmodells vorstellen werden."

Dringend notwendig war die Kapitalerhöhung

Am 8.11.2019 konnte die Epigenomics melden, das die neuen Aktien aus der am 17. Oktober 2019 beschlossenen Erhöhung des Grundkapitals in einem Umfang von EUR 7.506.152,00 platziert worden sind. Das Grundkapital der Gesellschaft wird dementsprechend von derzeit EUR 36.021.540,00 um EUR 7.506.152,00 auf EUR 43.527.692,00 durch Ausgabe von 7.506.152 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft gegen Bareinlage erhöht. Die Aktien aus der Privatplatzierung wurden mehreren Investoren zugeteilt, darunter insbesondere institutionellen Investoren aus den USA und Deutschland. Der Bruttoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung beträgt rund EUR 8,3 Mio. Damit ist die Finanzierung der Gesellschaft gesichert,erklrt aber immer noch nicht den rätselhaften Kursverfall vom 5.11.2019, der bis heute den Kurs der Aktie "unten" hält nach einer technischen Gegenbewegung oder Käufen von "Überzeugten". Die Kapitalerhöhung wurde privat platziert, so dass der Kursverfall nur wenig stören konnte - wahrscheinllich bei bereits seit langem am Unternehmen interessierten Kreisen, die hauptsächlich die Perspektiven sehen un dnicht die sonderbare Kursentwicklung momentan.

Zur Erinnerung

Die Aktie hat am 5.11.2019 bei hohen Handelsumsätzen und einem XETRA-Schlusskurs von EUR 0,93 Euro einen Rückgang von rund 16 % verzeichnet. Das Management der Epigenomics AG macht deutlich, dass es keine operativen Gründe für den aktuellen Kursrückgang der Epigenomics-Aktie gibt.

Greg Hamilton, CEO der Epigenomics AG sah sich zu einer Presseerklärung genötigt, wohl auch aus Angst um die da noch laufende Kapitalerhöhung: "Wir sind sehr überrascht über den heutigen Kursrückgang. Aus operativer Sicht gibt es keine Gründe, die diese negative Kursentwicklung erklären. Im Gegenteil, wir erwarten mit Spannung die zusammenfassende Präsentation der positiven Ergebnisse des Mikrosimulationsmodells auf der 12. European Public Health Conference der European Public Health Association am 21. November 2019 und wir erwarten weiterhin die Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift. Die Gespräche mit institutionellen Investoren im Zusammenhang mit der aktuell laufenden Kapitalerhöhung sind bislang sehr positiv verlaufen. Wir erwarten, dass wir ein gutes Platzierungsergebnis erzielen werden."

Klar, Geld wird verbraucht

Normal für ein Unternehmen wie Epigenomics, Kapitalerhöhung ist auch nicht neu, also vielleicht etwas anderes, aber was? Shortaktion? Eigentlich eher unwahrscheinlich beim Kurs der Aktie, der anstehenden Kapitalmaßnahme, aber wer weiß. Jedenfalls keine zweite Evotec in dieser Beziehung, die sich seit geraumer Zeit mit starken Kursbewegungen befassen muss: Rechenbeispiele dazu veröffentlichten wir gestern.

Geldverbrauch: Die Epigenomics AG präzisiert ihre Erwartungen im Hinblick auf die Prognose des bereinigten EBITDA (vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung). Für das Gesamtjahr 2019 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA innerhalb der Bandbreite von EUR -12,5 Mio. bis EUR -14,0 Mio. Der Finanzmittelverbrauch wird aufgrund von Zahlungen im ersten Quartal 2019, für die die entsprechenden Aufwendungen bereits im Jahr 2018 angefallen waren, in einer Bandbreite von EUR -13,5 Mio. bis EUR -15,0 Mio. erwartet.

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Epigenomics?

Epigenomics AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit dem Fokus auf Bluttests zur Früherkennung von Krebs. Auf Basis seiner patentgeschützten Biomarker-Technologie für den Nachweis methylierter DNA entwickelt und vermarktet Epigenomics Bluttests für verschiedene Krebsindikationen mit hohem medizinischem Bedarf. Epigenomics' Hauptprodukt ist der Bluttest Epi proColon(R) zur Früherkennung von Darmkrebs. Epi proColon ist von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassen und wird in den USA, Europa, China und weiteren ausgewählten Ländern vermarktet. Für Epi proLung(R), einen Bluttest zur Erkennung von Lungenkrebs sowie für HCCBloodTest, einen Bluttest zur Erkennung von Leberkrebs, hat das Unternehmen das CE-Kennzeichen zur Vermarktung in Europa erhalten.

die erfolgsgeheimnisse

Aktuell (19.112019 / 08:04 Uhr) notieren die Aktien der Epigonomics AG im Frankfurter-Handel  mit einem Minus von -3,00% (-0,04 EUR) bei 1,11 EUR.


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SDAX | Salzgitter AG: Hat den Zug der Zeit erkannt

sdax news nebenwerte magazin18.11.2019 -  Der Salzgitter AG (ISIN: DE0006202005)-Konzern hat den Auftrag zum Bau einer 2,2 Megawatt-PEM-Elektrolyse (PEM = Protonen Exchange Membran) an Siemens Gas and Power vergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer wasserstoffbasierten Stahlerzeugung vollzogen. Die Anlage soll im 4. Quartal 2020 in Betrieb gehen und den kompletten gegenwärtigen Wasserstoffbedarf von SZFG decken. Der dazu erforderliche Strom wird in sieben Windkraftanlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt erzeugt, welche die Avacon AG auf dem Salzgitter-Konzern-Gelände errichtet und ebenfalls ab 2020 betreibt.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender Salzgitter AG: "Wir sind stolz darauf, Vorreiter der industriellen Nutzung von Wasserstoff in der Stahlindustrie zu sein. Wie mit unserem SALCOS-Projekt aufgezeigt, sind wir technologisch in der Lage, mittels Wasserstoff signifikante CO2-Reduzierungen zu erzielen. Das Projekt "Windwasserstoff Salzgitter" ist ein bedeutender Baustein auf dem Weg in eine klimafreundlichere Stahlproduktion. Jetzt ist die Politik am Zug, die richtigen Rahmenbedingungen für die Transformation hin zu einer CO2-armen Industrie zu setzen."

Wasserstoff

Die Kosten für das gesamte Projekt - Aufbau der Windkrafträder und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze - belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro. Wasserstoff spielt schon lange in der Stahlherstellung bei Glühprozessen eine qualitätssteigernde Rolle. Zurzeit wird er von der Linde AG geliefert, welche die kontinuierliche Eigenerzeugung auch künftig absichern wird.

In Salzgitter wird eine containerisierte Anlage aufgebaut, die bei Volllast 400 Nm³ Wasserstoff produziert. Die PEM-Technologie ist ideal geeignet, um volatil erzeugten Wind- und Sonnenstrom aufzunehmen. Die hochdynamische Betriebsweise der Anlagen erlaubt es, auf die Anforderungen durch das schnell schwankende Stromnetz zu reagieren. Gabriele Schmiedel, Executive Vice President, Hydrogen Solutions bei Siemens Gas and Power: "Die CO2-Reduzierung in allen Industrien ist die zentrale Herausforderung, um die mittel- und langfristigen Klimaziele zu erreichen. Erneuerbare Energieerzeugung sowie innovative Technologien wie die Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse sind dafür essenzielle Bausteine. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Salzgitter Flachstahl den Einsatz von grünem Wasserstoff in der Stahlindustrie voranzubringen." 

Passend zum Wasserstoffkomplex die heutige Meldung des Brennstoffzellenspezialisten SFC Energy.

Q3 war nicht so gut

Nach vorliegenden, noch vorläufigen Zahlen 40,7 Mio. EUR Gewinn vor Steuern (9M 2018: 284,6 Mio. EUR) für Salzgitter und man übertrifft damit die Markterwartungen. Das Resultat beinhaltet sowohl die zum 30. September 2019 um 141,0 Mio. EUR aufgestockte Risikovorsorge im Zusammenhang mit der angestrebten einvernehmlichen Beendigung von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen als auch 48,8 Mio. EUR Rückstellungsauflösung in den Geschäftsbereichen Flachstahl und Grobblech / Profilstahl. Es umfasst zudem 78,1 Mio. EUR Beitrag des nach der Equity-Methode bilanzierten Engagements an der Aurubis AG (9M 2018: 29,2 Mio. EUR).

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Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns reduzierte sich vor allem erlösbedingt auf 6,6 Mrd. EUR (9M 2018: 6,9 Mrd. EUR). Salzgitter bestätigt den am 26. September angepassten Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2019. Somit erwartet man vor dem Hintergrund noch zu bestimmender Restrukturierungsaufwendungen zur Implementierung des Ergebnisverbesserungsprogramms "FitStructure 2.0" einen Verlust vor Steuern im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und geht von einem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Außenumsatz unterhalb 9,0 Mrd. EUR aus.

Kartellabsprachen und Sparprogramm kosten

Die Salzgitter AG ist neben anderen Unternehmen Gegenstand von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Flachstahlerzeugnissen. Aufgrund weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt geht die Salzgitter AG davon aus, die Verfahren zeitnah einvernehmlich beenden zu können. Die im Jahresabschluss 2018 gebildete Risikovorsorge wird daher zum 30. September 2019 um etwa 140 Mio. EUR aufgestockt.

Möglicherweise schwierigere Zeiten für Salzgitter - und was sagt die Analyse von HEUTE zu den Perspektiven?

EXKLUSIV: Interview mit Dr. Dirk Markus, CEO der Aurelius: "... Handvoll Konzernunternehmen sind verkaufsreif." vom 5.11.2019 - immer noch brandaktuell.

Und wir haben - ENDLICH - ein Interview mit dem CEO, Hauptaktionär und kontrovers gesehenem Thomas Olek führen können. Einige Fragen lassen seine Antworten offen, wie hoch ist beispielsweise das NAV der PREOS?

 

Das seit einigen Monaten in Vorbereitung befindliche Ergebnisverbesserungsprogramm "FitStructure 2.0" umfasst über 200 Mio. EUR p.a. Potential, das stufenweise bis einschließlich 2023 wirksam werden soll. Die Konkretisierung des mehr als 600 Einzelmaßnahmen umfassenden Programms befindet sich im Endstadium.

die erfolgsgeheimnisse

Aktuell (18.11.2019 / 11:00 Uhr) notieren die Aktien der Salzgitter AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,18 EUR (-1,01 %) bei 17,70 EUR.


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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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