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Die Angebotsfrist für Aktien der PNE-Gruppe (ISIN: DE000A0JBPG2) musste gestern von Morgan Stanley um 14 Tage verlängert werden. Und das obwohl PNE die Offerte feierte,.

und Morgan sogar mit einer Schwelle von 50% zufrieden sein wollte. UND SOGAR DAS SCHEINT WEIT WEG ZU SEIN. Nicht einmal der Aktienkurs, der die gesamte Zeit um den Übernahmepreis mit geringen Schwankungen handelte wies auf Probleme für die Übernahme hin. Natürlich wurde diskutiert "es werde zu wenig geboten", aber eine richtige Gegenstimmung konnte man eigentlich nicht ausmachen. Und jetzt die Halb-Kapitulation indem man die sowieso schon großzügige Frist verlängern musste.

Natürlich operativ läuft es rund bei PNE, zu den Q3 Zahlen kommen wir gleich, und auch der gestern gemeldete Verkauf mit Maintenancevertrag passt in das Bild eines kerngesunden, wachsenden Unternehmens. Also warum verkaufen? Argument kann dann eigentlich nur der Preis sein. Und 4,00 EUR ist zu wenig? Seit Mai diesen Jahres steigt der Kurs der Aktie kontinuierlich und das "Angebot" hat eigentlich nur einen weiteren Schub geliefert. Man hat wohl den Eindruck Morgan Stanley's Infrastrukturfonds will auf den fahrenden Zug aufspringen und jetzt die Früchte ernten, die die Aktionäre seit Jahren durch ihr Engagement finanziert und erst möglich gemacht haben.

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Nebenwerte-Magazin Sentifi

ERGÄNZUNG 16:50, 29.11.2019: Spannend ist die Fortsetzung von heute incl. Anruf "von einem namentlich nciht zu nennenden Vertreter der MSIP" mit schriftlichem Statement, Interview sei leider nicht möglich.

Höherer Preis?

Ein höherer Angebotspreis ist wohl das einzige sichere Mittel, die Aktionäre zur Annahmen des Angebots in größerer Zahl zu bewegen. Wäre ein Scheitern ein Drama? Es wäre für einige wahrscheinlich peinlich, wahrscheinlich würde PNE operativ - ungewiss in welchem Umfang - durch die Übernahme profitieren, aber es geht wie die Zahlen zeigen auch ohne. Die Aktionäre können also entspannt an der Seitenlinie stehen und die Entwicklung abwarten.

Die ersten Neun

Die PNE  hat sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 operativ und strategisch weiterentwickelt. Dabei wurden sowohl im Ausland als auch im deutschen Heimatmarkt bemerkenswerte Erfolge erzielt. Diese schlagen sich in einem guten Ergebnis nieder. PNE ist damit sehr gut in den Märkten aufgestellt.

Während das erste Halbjahr von großen Verkaufserfolgen geprägt war, stand im dritten Quartal der Bau der Projekte im Vordergrund. Windparkprojekte mit rund 404 MW wurden in Betrieb genommen oder mit deren Bau begonnen. Das ist eine enorme Leistung. Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden im Berichtszeitraum vier Windparkprojekte in Deutschland, Frankreich und Schweden mit zusammen 72,5 MW (im Vorjahr: 37,5 MW). In Bau befinden sich derzeit sieben Windparkprojekte in Deutschland, Polen und Schweden mit 92 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 331,7 MW (im Vorjahr: 93,2 MW).

die erfolgsgeheimnisse

Vier dieser Projekte (290,4 MW) wurden bereits verkauft. Für diese Windparks ist PNE im Rahmen des Baumanagements als Dienstleister für die Käufer tätig. Bei einem angenommenen mittleren Investitionsvolumen von rund 1,4 bis 1,8 Mio. Euro pro installiertem MW Nennleistung hat PNE mit den rund 404 MW Investitionen von rund 565 bis 727 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 183 bis 235 Mio. Euro) initiiert. Trotz erheblicher Verzögerungen in dem Genehmigungsprozess in Deutschland konnte PNE in 2019 in diesem Jahr bereits vier Projekte mit insgesamt 37,5 MW erfolgreich durch die Ausschreibungen für Windenergieprojekte an Land bringen.

Gut

Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 72,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 39,9 Mio. Euro), eine Gesamtleistung von 98,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 57,7 Mio. Euro), ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 19,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,6 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis (EBIT) von 9,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von -0,07 Euro (im Vorjahr: -0,03 Euro) auf.

Vorstandsvorsitzender Markus Lesser bei Vorlage der Zahlen: "Mit diesen Ergebnissen liegen wir auf Jahressicht gut im Plan. Dementsprechend bestätigen wir erneut unser Ziel, im Gesamtjahr ein deutlich positives EBITDA im Konzern in Höhe von 25 bis 30 Mio. Euro und ein EBIT in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro zu erreichen."

Die noch börsennotierte PNE

"Die international tätige PNE-Gruppe mit den Marken PNE und WKN ist einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sie sich weiter zu einem "Clean Energy Solutions Provider", einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie. Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis zum Betrieb und dem Repowering umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks. Neben der Windenergie sind Photovoltaik, Speicherung, Dienstleistungen und die Lieferung sauberen Stroms Teil unseres Angebotes. Wir beschäftigen uns dabei auch mit der Entwicklung von Power-to-Gas-Lösungen."

DER wahrscheinliche KÄUFER - Morgan Stanley Infrastructure Partners

MSIP, gegründet in 2006, ist eine führende globale Plattform für Infrastrukturinvestitionen, die Kapitalzusagen über etwa USD 8 Mrd. in 26 Portfoliounternehmen investiert hat. MSIP verfolgt einen etablierten, disziplinierten Prozess für die Anlage und Verwaltung eines diversifizierten Portfolios von Infrastrukturanlagen, vorwiegend in OECD-Ländern. Als Infrastrukturinvestor sucht MSIP nach Vermögenswerten mit langer Nutzungsdauer, die grundlegende Dienstleistungen für die Gesellschaft erbringen und gleichzeitig stabile und planbare Cashflows erzeugen, die an die Inflation gekoppelt sind. Schwerpunktsektoren von MSIP sind insbesondere Stromerzeugung und Versorger, Erdgas, Transport und digitale Infrastruktur. Das Team verfügt über umfassende Erfahrung in den Bereichen Infrastrukturanlagen und Vermögensverwaltung. Es ist eines der größten der Branche und verfügt über weltweite Niederlassungen.

Aktuell (29.11.2019 / 07:51 Uhr) notieren die Aktien PNE AG im Frankfurter-Handel beim Handelsschluss bei 4,00 EUR. Übernahmepreis...


Chart: PNE AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A0JBPG2

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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