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Vectron Systems AG (ISIN: DE000A0KEXC7) hofft auf die großen Geschäfte, wenn die Kassensicherungsverordnung geklärt ist, was Anfang November geschah und legte sich gestern fest.

Bevor wir die gestrige Mittelfristprognose wiederholen, wollen wir sagen, warum die Präsentation des CEO der Vectron heute auf dem Eigenkapitalforum diese realistisch und mehr als machbar erscheinen lässt.

Umsatzziel von 50 Mio EUR in 2020, kommend von durchschnittlich 20-25 Mio Jahresumsatz im Deutschen Markt: Vectron konnte in einer ähnlichen regulatorischen Umstellung in Österreich 2014-2016 eine Vervierfachung des Umsatzes erreichen. Und "Alle Kassen müssen umgestellt werden" und der Marketshare der Vectron ist rund 25%. Wären rein rechnerisch rund 80 Mio. Umsatzziel in 2020, Vectron hat sich für möglicherweise konservative 50 Mio. EUR entschieden.

Weiter: In 2022 will man 50% durch wiederkeherende Umsätze aus dem Digitalisierungspaketen erzielen: Kostenloses Kassensystem plus "zwangsweise" Verwendung in einem integrierten System von Payment, Bestellservice, Reservierungsservice, Gutscheinprogramm und Loylitylösung - Vereinfachung für den Gastronom, der vorher mit diversen Tablets plus Kasse plus ... arbeiten musste und das zu einem insgesamt günstigeren Preis, als bei den Einzellösungen. Hier sollte eine Marktnische bedient werden können. Die Quantität und Qualität dieser neuen "Umsatzkategorie" hat man mit 200 prinzipiell "kostenlosen" Systemen über ein neues Vertriebsteam an den Gastronomen gebracht und so wichtige Erfahrungen bzgl. Installation, Verkaufsargumentation usw. sammeln können. UND die Ertragserwartungen über den Zeitraum verifiziert. Zukunftsfeld Digitalisierung klappt oder wie Herr Stümmler betonte ""Wir haben aus früheren Fehlern gelernt" und erst mal in kleinem Umfang die notwendige Bestätigung gesucht und gefunden. Jetzt muss Vectron noch zeigen, wie man diese zusätzlichen Systeme am Markt platzieren wil. Auch da gab es eine nachvollziehbare Lösung

Und wer solls in der Gastronomie platzieren?

Das neue Konzept des digitalen Komplettpakets gegen monatliche Profitsharings mit den Serviceprovidern, das das wichtigere Standbein für Vectron werden soll - wie gesagt in 2022 mindestens 50% Umsatzanteil angestrebt - wird über selbständige Handelsvertreter (100 geplant deutschlandweit) als "Zweitprodukt" vertrieben werden, wie bereits im Kleinen getestet. Dieses auch um die Händlerschiene mit dem klassischen Kassenverkauf nicht zu kannibalisieren. Hört sich alles sehr realistisch an. Jemand der einem Gastronomen beispielsweise Getränke, Nahrungsmittel, Verbrauchsgüter verkauft, so den Zugang hat und jetzt eine nicht "auf einmal" zahlungswirksame Lösung für den sowieso gesetzlich vorgeschriebenen Kasssenwechsel oder zumindest ein notwendiges Upgrade bietet, sollte neue Kunden gewinnen können. Auch mit dem Argument ;Lösungaus einer Hand mit nur noch einer Hardwareeinheit.

Und jetzt noch mal die - nachvollziehbare - Mittelfristpalung von gestern Abend

Eine Mittelfristprognose: Dahinter zurückfallen wäre ein Glaubwürdigkeitsgau, insbesondere da die Mittelfristprognose - unserer Meinung nach - auch Spielraum nach oben lassen könnte: Im Geschäftsjahr 2020 erwartet Vectron, auch aufgrund des jetzt endgültig feststehenden Zeitrahmens der gesetzlichen Umstellung von Kassensystemen, einen Umsatz von mindestens EUR 50 Mio. bei einer EBIT-Marge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Aufgrund von positiven Ergebnissen im bisher noch begrenzten Vertrieb der neuen digitalen Lösungen ist Vectron optimistisch, in den nächsten Jahren auch in diesem Bereich erheblich wachsen zu können. Durch den Aufbau des Digitalgeschäfts sollen die monatlich wiederkehrenden Umsätze zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ab dem Jahr 2022 sollen die wiederkehrenden Umsätze erstmals auf Gesamtjahresbasis höher liegen als die des klassischen Vectron-Kassengeschäfts. Demzufolge hält es die Gesellschaft für möglich, im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von mehr als EUR 100 Mio. bei einer EBIT-Marge im mittleren zweistelligen Prozentbereich zu erreichen.

„Nachdem die vergangenen Quartale aufgrund der Kaufzurückhaltung wirklich herausfordernd waren, blicken wir nun sehr optimistisch in die Zukunft. Wir spüren jetzt schon, wenige Tage nachdem sich das BMF geäußert hat, eine erste Belebung. Ab dem Frühjahr 2020 rechnen wir aus Erfahrungen mit früheren Fiskalisierungen, z. B. der in Österreich, mit einem regelrechten Boom, bei dem es zu zeitweiligen Lieferengpässen kommen kann. Daher arbeiten wir eng mit unseren Fachhandelspartnern daran, die Endkunden rechtzeitig zu informieren und die Bevorratung in allen Vertriebsstufen zu erhöhen", erklärte Thomas Stümmler, Vorstand der Vectron Systems AG vor einigen Tagen.

Vectron ist auf einem guten Weg und der Gesetzgeber definiert den Zeitrahmen, jetzt gilt es! Und was sagt die Analyse von HEUTE zu den Perspektiven? Schwierig ist es natürlich in einer Analyse die heute vorgestellten Möglichkeiten zu berücksichtigen, aber zumindest...

Warum wir das für möglich halten, was gesagt wird?

Die gesetzlichen Vorschriften sehen eigentlich ab dem 1.1.2020 eine Pflicht vor, alle Kassensysteme ab diesem Zeitpunkt nur noch mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) zu betreiben, die Manipulationen an den Daten verhindert. Durch Verzögerungen bei der Definition der technischen Standards wurde im Laufe des Jahres 2019 klar, dass die TSEs erst gegen Ende 2019 lieferbar sein würden. Diverse Branchenverbände baten daraufhin das BMF um einen Aufschub, um zusätzliche Zeit für die Umstellung zu erhalten. Nun hat das BMF für endgültige Klarheit gesorgt: Es wurde in einem Nichtanwendungserlass festgelegt, dass die Benutzung von Kassensystemen ohne TSE noch bis zum 30.9.2020 straffrei sein wird. Danach werden Strafen von bis zu EUR 25.000 pro Verstoß fällig.

KENNEN SIE SCHON DAS VISIONÄRE INTERVIEW MIT DEM CEO UND HAUPTAKTIONÄR DER VECTRON - heute aktueller als je zuvor.

UND VOR EINIGER ZEIT FRAGTEN WIR

"Was wäre wenn, Vectron sein Marktpotential von den reinen Kassensystemen (Gesamtmarkt rund 110 Mio. EUR) auf andere Märkte erweitert? Was wäre wenn Vectron die Umstellung nutzt ein ganzheitliches System ohne Einmalkosten für den Gastronomen und Bäcker anbieten kann und das auch noch finanziert bekommt? Seinen Marktanteil dadurch erhöht und nicht mehr "nur" einmalig den Kaufpreis eines Kassensystems vereinnahmt, sondern monatliche Einnahmen aus Datenverkauf, Sitzplatzreservierungen, Essenslieferungen, Kundenbindungssystemen u.a. erhalten würde?Neugierig geworden? - Wir denken, eine interessante Vorstellung."

Ein kurze Erinnerung an unsere Aussage vor einigen Wochen: "Man hat vor einiger Zeit eine News veröffentlicht: "Vectron digitalisiert die Gastroszene" ABER die eigentlichen Chancen aus dieser Initiative haben wir erst jetzt verstanden. Da sage noch jemand IR-Veranstaltungen machen keinen Sinn. Vectron deckt derzeit in einem stark fragmentierten Markt in der Gastro- und Bäckereibranche circa 25% der Kassensysteme ab."

Vectron, wer?

Mit mehr als 200.000 Installationen ist die börsengelistete Vectron Systems AG einer der größten europäischen Hersteller von Kassensystemen. Stabile Hardware kombiniert mit flexibler, zuverlässiger Software hat Vectron zum Marktführer für Kassenlösungen im deutschsprachigen Raum und in Benelux in den Branchen Gastronomie und Bäckerei gemacht. Mehrere Hundert Fachhandelspartner vertreiben die Produkte international. Digitale Cloud Services werden unter den Markennamen myVectron und bonVito angeboten. Das Spektrum reicht von Loyalty- und Paymentfunktionen bis hin zu Online-Reservierung und Online-Reporting. Alle Dienste sind direkt mit dem Kassensystem verbunden, wodurch dieses zum zentralen Data Center wird.

Aktuell (26.11.2019 / 11:41 Uhr) notierten die Aktien der Vectron Systems AG im XETRA-Handel mit fast 10% im Plus bei 14,60 EUR. KLAR DIE PLANUNG HAT IHREN CHARME - abe rwichtig ist, das Vectron beweist, das man auch liefert.


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