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Die Aktie der QSC AG (ISIN: DE0005137004) hat am heutigen Handelstag bis zum Nachmittag mit dem Anstieg auf 1,78 EUR ein Kursplus von über 10% erzielt.

Grund für die deutliche Aufwärtsdynamik sind die veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal: Der Anbieter von Cloud-Services sowie von Informationstechnologie und Telekommunikations-Services (ITK) konnte endlich wieder schwarze Zahlen schreiben.

Ist dies der Grundstein für das Fundament eines nachhaltigen Turnarounds gewesen? In der jüngsten Vergangenheit hat der Aktienkurs nämlich ein ziemlich starkes Auf und Ab erlebt.

Zuvor war das Papier von Oktober 2013 bis Juli 2016 allerdings bereits von 5,105 EUR um -78,71% bis auf ein Mehrjahrestief bei 1,087 EUR gestürzt. Ein Fall der mächtig schmerzte.

Doch dann ging es bis Ende September 2016 in nur knapp drei Monaten wieder um +101,93% auf 2,195 EUR hinauf. Eine Kursverdopplung in kürzester Zeit ließ natürlich so manchen Trader freudig strahlen. Doch für Investoren, die auf eine Fortsetzung des Anstiegs setzten, kam dann erneut eine Phase des Frusts. Bis letzten Freitag (5. Mai 2017) bröckelte der Aktienkurs von QSC in den folgenden Monaten um -26,52% auf 1,613 EUR ab.

Heute nun könnte mit den Q1-Zahlen möglicherweise ein wieder längerfristiger Anstieg der Aktie bevorstehen.

 

Schwarze Zahlen trotz deutlichem Umsatzrückgang

Obwohl QSC in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 88,7 Mio. EUR deutlich weniger als noch im Vorjahreszeitraum umgesetzt hat, konnte man sich beim EBITDA, EBIT, Periodenergebnis und in Sachen Free Cashflow stark verbessern.

Der Umsatzrückgang von -10,3% (Q1 2016: 98,9 Mio. EUR) resultierte vor allem aus den verminderten Einnahmen in den Bereichen Outsourcing und TK-Geschäft mit Wiederverkäufern.

Dennoch verzeichnete QSC wegen der gesteigerten Profitabilität bei gleichzeitig reduzierten Kosten auf Ergebnisseite einen Periodenüberschuss von 0,8 Mio. EUR. Im Q1 2016 stand am Ende der ersten drei Monate noch ein Verlust von 0,1 Mio. EUR zu Buche. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist auf Quartalssicht somit gelungen.

Auch beim EBITDA legte das Unternehmen deutlich zu: Hier erhöhte man das Ergebnis von 9,7 Mio. EUR (Q1 2016) um +8,2% auf 10,5 Mio. EUR. Das EBIT stieg mit +333,3% noch deutlicher auf 2,6 Mio. EUR an. Im Vorjahresquartal lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch bei lediglich 0,6 Mio. EUR. Der Free Cashflow, welcher im Vorjahresquartal mit -0,8 Mio. EUR noch negativ ausfiel, belief sich im ersten Quartal 2017 auf 3,6 Mio. EUR.

 

Outsourcing und TK-Geschäft für Wiederverkäufer mit Umsatzeinbrüchen  

Beim Outsourcing verringerte sich der Umsatz von 32,1 Mio. EUR (Q1 2016) um -16,8% auf 26,7 Mio. EUR. Wie dem Quartalsbericht der Kölner zu entnehmen ist, ersetzen cloudbasierte Bezugsmodelle mehr und mehr das traditionelle Outsourcing. So hat unter anderem die laufende Migration von Outsourcing-Kunden auf die Pure Enterprise Cloud von QSC für stetig niedrigere Einnahmen in diesem Bereich geführt.

Noch höher war der Umsatzrückgang beim TK-Geschäft mit Wiederverkäufern: Hier sanken die Einnahmen von 32 Mio. EUR im ersten Quartal 2016 um -27,5% auf jetzt 23,5 Mio. EUR. Allein die verschärfte Regulierung wirkte sich auf die Umsätze mit -4 Mio. EUR belastend aus. Darüber hinaus sorgte auch der harte Preiswettbewerb für Einbußen beim Umsatz.

    
Wachstum in allen Zukunftsbereichen

Während die eben genannten Segmente für QSC auf dem absteigenden Ast sind, entwickeln sich andere Geschäftsbereiche wie Cloud, Consulting und TK-Geschäft mit Firmenkunden demgegenüber positiv.

CEO Jürgen HermannDies stimmt auch CEO Jürgen Hermann (Bild links) zuversichtlich: „Die Positionierung als Digitalisierer für den Mittelstand und der Umbau zahlen sich aus. Wir wachsen, wo wir wachsen wollen, und stärken so unsere Ertrags- und Finanzkraft.

In punkto Wachstum tat sich insbesondere das Cloud-Geschäft hervor: Der Umsatz stieg hier von 2,4 Mio. EUR (Q1 2016) um +116,7% auf 5,2 Mio. EUR. Der Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich damit von 2,43% (Q1 2016) auf 5,86%. Der verzeichnete Zuwachs ist dabei primär dem Vermarktungserfolg der Pure Enterprise Cloud zu verdanken. Hier sind vor allen Dingen die zunehmenden wiederkehrenden Umsätze interessant.

Ferner erzielt QSC im Geschäftsbereich Cloud mit seinem Internet-of-Things (IoT)-Portfolio überwiegend projektbezogene Umsätze. Diese fielen jedoch abrechnungsbedingt im Q1 2017 vergleichsweise gering aus.  

Im Bereich Consulting stieg der Umsatz mit 10,7 Mio. EUR auf ein neues Rekordniveau. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Einnahmen um +7% (Q1 2016: 10 Mio. EUR). Während der Umsatz für Beratungsdienstleistungen für Microsoft-Software bei 1,3 Mio. EUR stagnierte, legte QSC bei der SAP-Software-Beratung von 8,7 Mio. EUR (Q1 2016) auf 9,4 Mio. EUR zu.

Ebenfalls zugelegt hat QSC beim margenstarken TK-Geschäft mit Firmenkunden: Hier stiegen die Einnahmen von 22,4 Mio. EUR um +2,7% auf 23 Mio. EUR. Hervorzuheben ist vor allem der Ausbau der langfristigen Kooperation mit Telefónica Deutschland. Die Kölner werden den im TecDAX notierten Telekommunikationsanbieter zukünftig zusätzlich mit SDSL-Anschlüssen für bestehende und neue Geschäftskunden beliefern.

 

QSC bestätigt Gesamtprognose

Auf Basis der Q1-Zahlen hat der Vorstand von QSC die Prognose für das laufende Jahr bestätigt: Der Umsatz wird zwischen 355 Mio. EUR und 365 Mio. EUR erwartet. Das sind 31 Mio. EUR bis 21 Mio. EUR weniger als noch in 2016. Verantwortlich für den geringeren Umsatz sollen die weiterhin sinkenden Einnahmen aus den Bereichen Outsourcing und TK-Geschäft mit Wiederverkäufern sein.

Beim EBITDA rechnet man mit einem Ergebnis in der Range von 36 Mio. EUR bis 40 Mio. EUR. In 2016 lag das EBITDA im unteren Bereich der ausgegebenen Spanne bei 37,1 Mio. EUR. Beim Free Cashflow geht man davon aus, dass dieser in 2017 über dem aus 2016 (8,4 Mio. EUR) liegen wird.

 

QSC AG
Chart: QSC AG | Powered by GOYAX.de


Mit Material von QSC AG

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