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Die Aktie des Bonner Solarunternehmens Solarworld AG (ISIN: DE000A1YCMM2) hat den gestrigen Handel mit einem Plus von +50,52% beendet.

Kursanstieg um +120% in 2017

Die Aktie stieg in nur zwei Tagen von 2,89 EUR (Schlusskurs 04. Januar) auf 4,35 EUR. Auch am heutigen Handelstag legt das Papier am Morgen bereits weitere +23,43% zu und notiert derzeit bei 5,37 EUR. Im neuen Jahr stiegen die Anteilsscheine von Solarworld somit binnen fünf Tage bisher um +120,77%.

 

Solarworld AG
Chart: Solarworld AG | Powered by GOYAX.de
 

Rechtsstreit mit Hemlock und umkämpfter Solarmarkt

Der Grund für den immensen Anstieg bleibt bisher weiterhin unbekannt. Zumindest gibt es aktuell keine offiziellen Neuigkeiten im Falle des anhaltenden Rechtsstreits mit Hemlock um die nicht eingehaltenen Silicium-Lieferverträge.

In erster Instanz zu 800 Mio. USD verurteilt, erwartet Solarworld in 2017 nun die endgültige Entscheidung in zweiter Instanz. Sollte das Urteil aus dem letzten Jahr bestätigt werden, ist der einstige deutsche Solarprimus in seiner Existenz bedroht. Aktuell verfügt das Unternehmen von „Sonnenkönig“ Frank Asbeck nämlich lediglich über 84 Mio. EUR an liquiden Mitteln.

Zusätzlich sah sich Solarworld darüber hinaus auf dem hart umkämpften Solarmarkt enormen Herausforderungen gegenüber. Während in der ersten Hälfte des abgelaufenen Jahres noch ein dynamisches Wachstum und eine Verbesserung der Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurden, brachte der globale Preisverfall das Geschäft von Solarworld in große Schwierigkeiten. Vor allem in der Zurückhaltung beim Zubau in China zur Jahresmitte hat Solarworld den Grund für die Misere festgemacht, da zum gleichen Zeitpunkt chinesische Hersteller mit zusätzlichen Produktionskapazitäten aufwarteten. Dadurch entstanden Überkapazitäten, die den globalen Solarmarkt belasteten. Dies wirkte sich bereits im Q3 negativ auf den Absatz, Umsatz und das Ergebnis von Solarworld aus.


Vertriebskooperation mit Sonepa Deutschland

Solarworld hat mit seinen Qualitätsprodukten jedoch der chinesischen Billigkonkurrenz den Kampf angesagt. Gestern vermeldete das Solarunternehmen in diesem Zuge eine gemeinsame „Markenoffensive“ mit dem führenden deutschen Elektrogroßhändler Sonepar Deutschland.

Sonepar Deutschland setzt mit seinen rund 5.500 Mitarbeitern jährlich 3 Mrd. EUR im deutschen Elektrogroßhandel um. Im Rahmen der gemeinsamen Kooperation ist Solarworld exklusiver Partner des Düsseldorfer Unternehmens im Bereich Photovoltaik.

Die Entwicklung kooperativer Vertriebsmaßahmen ist die richtige Antwort auf den Preisdruck in der PV- und Elektrobranche. Unsere Qualitätsmodule stehen für Langlebigkeit und hohen Ertrag und garantieren so niedrige Stromgestehungskosten.“, kommentierte Solarworld-Vertriebsvorstand Frank Henn die initiierte Marktoffensive.

 

Mit Material von Solarworld AG

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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