wrapper

Die Südzucker-Tochter CropEnergies AG (ISIN: DE000A0LAUP1) hat heute die Zahlen für das dritte Quartal sowie für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015/2016 veröffentlicht.

Nach wie vor konnten die Mannheimer vom stark angestiegenen Bioethanol-Preis profitieren. Der günstigen Preisentwicklung bis November 2015 war es zu verdanken, dass neben einer deutlichen Ergebnisverbesserung auch der Aktienkurs von Mai bis November letzten Jahres von 2,50 EUR auf das Jahreshoch bei 6,09 EUR anstieg. In acht Monaten performte das Papier von CropEnergies somit +143,6%. Damit gehörte sie im letzten Jahr zu den Gewinnern an der Frankfurter Börse.

CropEnergies profitiert im Q3 nochmals vom hohen Bioethanol-Preis

Und auch aktuell gibt es weiterhin Positives zu berichten: Das dritte Quartal konnte trotz eines signifikanten Umsatzrückgangs, der insbesondere auf die übergangsweise Stilllegung der Anlage in Wilton (Großbritannien) zurückzuführen ist, dennoch mit einem operativen Ergebnis von 23,73 Mio. EUR (Q3 2014/2015: -1,72 Mio. EUR) und einem Gewinn von rund 11,85 Mio. EUR (Q3 2014/2015: -3,37 Mio. EUR) abgeschlossen werden. Der Umsatz war dabei von 221,85 Mio. EUR auf 167,6 Mio. EUR um fast ein Viertel geschrumpft.

Dass CorpEnergies dennoch auf ein klar positives Ergebnis kam, war vor allem den nochmals von September bis November angestiegenen Bioethanol-Preis in Europa zu verdanken. In dieser Zeitspanne stieg dieser von 570 EUR/m³ auf 640 EUR/m³ an, was einer nochmaligen Preissteigerung von 12,28% entspricht. Bereits in den Monaten zuvor war der Preis angestiegen, im Januar 2015 war Bioethanol an der FOB Rotterdam noch für 417 EUR/m³ zu kaufen.

Auf Neunmonatssicht ging der Umsatz von 626,41 Mio. EUR auf 557,99 Mio. EUR zurück, während das operative Ergebnis im selben Zeitraum von -6,12 Mio. EUR auf 63,43 Mio. EUR und der Gewinn von -12,69 Mio. EUR auf 29,83 Mio. EUR signifikant verbessert werden konnte. Erfreuliche Konsequenz daraus: CropEnergies verringerte von März bis November die Nettofinanzschulden von 150 Mio. EUR auf 86. Mio. EUR.

Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand weiterhin die bisherige Prognose: Das von Sondereinflüssen bereinigte EBITDA wird in der Spanne von 105 Mio. EUR bis 125 Mio. EUR erwartet, während das operative Ergebnis zum Ende des Geschäftsjahres zwischen 70 Mio. EUR und 90 Mio. EUR liegen soll.

 

bioethanolpreis

 

Aktie verliert aufgrund gedämpfter Aussichten

Tolle Nachrichten, sollte man als Anleger hier denken. Doch warum fällt die Aktie heute um über 5%? Bereits in den Wochen zuvor ist sie vom 52-Wochenhoch im November bei 6,09 EUR um bis zu 25% gefallen.

Die Antwort, warum es zuletzt abwärts ging, liegt in den vom Unternehmen abgegeben Aussichten für das kommende Geschäftsjahr begründet. Diese gedämpfte Prognose wurde auch bereits Mitte November im Zuge der Prognoseanhebung für das laufende Geschäftsjahr mitgeteilt. In der Folge kam es zu Gewinnmitnahmen und Anschlussverkäufen, die eine Korrektur der Aktie einleitete.

Auf Grundlage des aktuell wieder deutlich rückgelaufenen Bioethanol-Preises rechnet man bei CropEnergies im anstehenden Geschäftsjahr 2016/2017, das im März beginnt, mit einem operative Ergebnis von rund 30 Mio. EUR. Aber wegen der in 2015/2016 tatsächlich realisierten Tagespreise, die teilweise mehr als 10% über den zuvor notierten Terminpreisen lagen, könnte das operative Ergebnis aber auch bei bis zu 70 Mio. EUR liegen.

So ergibt sich letztendlich eine Prognose für das nächste Geschäftsjahr in der Spanne von 30 Mio. EUR bis 70 Mio. EUR. Damit liegt man also deutlich unter dem Ergebnis dieses Jahres, welches bei 70 Mio. EUR bis 90 Mio. EUR erwartet wird.

Es zeigt sich, dass bei CropEnergies derzeit alles mit dem Bioethanol-Preis steht und fällt. Für die Aktie bedeutet das in der aktuellen Situation, dass es kaum Chancen auf einen erneuten Turnaround gibt. Es sei denn, die Preise für Bioethanol ziehen unvorhergesehen wieder deutlich an.

 

Quelle: HIER GEHT ES ZUM ZWISCHENBERICHT VON CROPENERGIES

Anzeige

Über uns

Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

weiterlesen...

Partner

goyax logo 600x128 weiss

finanzrichten 600x114

wo logo partner

 Partner ARIVA.DE

Partner Boersennews.de