The Platform Group meldet Rekordjahr: Umsatz, Gewinn, Marge – alles auf Anschlag

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The Platform Group hat nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte hinter sich. 2025 wurde nicht nur die eigene Prognose erfüllt – sie wurde im Jahresverlauf gleich zweimal angehoben und trotzdem erreicht.

Das über alle Plattformen abgewickelte Bruttowarenvolumen (GMV) kletterte um +44 % auf rund 1,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 903 Mio. Euro). Der Umsatz legte um +38,8 % auf 728 Mio. Euro zu und lag damit im oberen Bereich der zuletzt erhöhten Prognose von 715–735 Mio. Euro.

Treiber:

  • starkes organisches Wachstum,

  • mehr Partner auf den Plattformen,

  • eine gestiegene Zahl aktiver Kunden,

  • sowie der messbare Beitrag akquirierter Gesellschaften, die im Berichtszeitraum übernommen und integriert wurden.

CEO Dr. Dominik Benner spricht von einem Jahr, das deutlich besser gelaufen sei als zu Beginn erwartet – und von einem Geschäftsmodell, dessen Nischenfokussierung in vielen Branchen immer stärker durchschlägt.

Skaleneffekte greifen: EBITDA wächst schneller als der Umsatz

Besonders auffällig ist der Blick auf die Profitabilität:

  • Das bereinigte EBITDA stieg um +65,3 % auf 55 Mio. Euro.

  • Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 6,3 % auf 7,6 %.

Damit wächst das Ergebnis deutlich schneller als der Umsatz – ein typischer Effekt eines skalierenden Plattformmodells, das zusätzliche Volumina mit vergleichsweise geringem Mehrkostenaufwand verarbeiten kann.

Der Nettogewinn zog von 32,7 Mio. Euro auf 46,5 Mio. Euro an, ein Plus von +42,2 %. Der Gewinn je Aktie (EPS) erhöhte sich von 1,60 Euro auf 2,26 Euro (+41,3 %).

Auch auf der Bilanzseite zeigt TPG Fortschritte: Der Net Debt Leverage (Nettoverschuldung / bereinigtes EBITDA) sank von 2,6 auf 2,2. Trotz dynamischen Wachstums und Akquisitionen wird die Verschuldung also relativ zur Ertragskraft weiter abgebaut – ein wichtiger Punkt für Investoren, die bei stark wachsenden Plattformmodellen gerne kritisch auf den Leverage schauen.

Zum Jahresende 2025 beschäftigte der Konzern 1.507 Mitarbeiter – ein klarer Hinweis darauf, dass Wachstum und M&A nicht nur digital, sondern auch personell skaliert werden.

Nischenstrategie & Zukäufe: Plattform-Baukasten zahlt sich aus

TPG versteht sich nicht als klassische „eine große Plattform“, sondern als Baukasten von spezialisierten Marktplätzen und Lösungen in unterschiedlichen Nischen. Genau diese Strategie zeigt sich 2025 als robust:

  • Alle Segmente konnten sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen.

  • Die im Jahresverlauf akquirierten Unternehmen lieferten bereits erkennbare Beiträge – ein Indiz dafür, dass das Team um Benner die Integration im Griff hat.

  • Die gestiegene Zahl der Plattformpartner erhöht Netzwerkeffekte, vertieft Kundenbindungen und stärkt den Wettbewerbsvorteil in den jeweiligen Branchen.

Dass TPG seine Prognose zweimal anheben musste, ist in diesem Kontext ein klares Signal: Die Wachstumsstory kommt nicht nur aus Zukäufen, sondern auch aus organischer Traktion in den bestehenden Plattformen.

Einordnung für Anleger: Wachstum, Marge, Leverage – die Mischung macht’s

Für Anleger zeigt das Zahlenwerk 2025 ein attraktives Setup:

  • Topline-Dynamik mit fast 40 % Umsatzwachstum,

  • überproportional steigendes EBITDA und eine Marge, die in Richtung 8 %-Marke läuft,

  • sinkender Leverage trotz fortgesetzter M&A-Aktivität,

  • und eine klar kommunizierte, weiter ambitionierte Wachstumsagenda für 2026.

Risiken bleiben: Integration neuer Gesellschaften, konjunkturelle Abkühlung in Teilsegmenten oder mögliche Margenbelastungen durch Wettbewerb und Investitionen. Aber die vorläufigen Zahlen 2025 stützen die These, dass TPG seine Rolle als Plattformkonsolidierer in Nischenmärkten zunehmend ausfüllt – und die Skalierungseffekte im Geschäftsmodell nun sichtbar in den Kennzahlen ankommen.

Wer auf wachstumsstarke, aber inzwischen zunehmend profitabel arbeitende Plattform-Unternehmen setzt, wird die Kombination aus Rekordjahr, verbesserter Marge und gesenktem Leverage bei The Platform Group genau beobachten – zumal das Management bereits durchblicken lässt, dass man 2026 „zeitnah aktiv“ werden will, um weitere Wachstumschancen zu heben.

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