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Die Cancom SE (ISIN: DE0005419105) scheint sich seit letzter Woche wieder gefangen zu haben. War das der Beginn einer nachhaltigen Gegenbewegung? Fundamental spricht einiges dafür.

Und auch aus technischer Sicht ist die Aktie des herstellerunabhängigen Systemhauses interessant, da sie ohne nennenswerte Gründe von Ende Juli bis Anfang September über 21% verloren hatte. In der letzten Woche erholte sich das Papier um mehr als 11%. Mit dieser Wochen-Performance setzte sich Cancom auch an die Spitze des Tecdax und könnte in einen nachhaltigen Turnaround laufen.

Halbjahreszahlen: Wachstum voraus, Sonderabschreibung beeinflusst Ergebnis negativ

Cancom hatte im August die endgültigen Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Umsatz konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres von 368,2 Mio. EUR ( 1. HJ 2014) um 16,92% auf 460,5 Mio. EUR gesteigert werden. Das operative Wachstum wurde von Cancom dabei auf  8,3% beziffert.

Das Konzernergebnis hingegen fiel im ersten Halbjahr 2015 von 6,09 Mio. EUR (1. HJ 2014) auf 5,23 Mio. EUR. Dies war vor allem auf der im letzten Jahr verkauften und insolventen Tochter Glanzkinder GmbH geschuldet. Im zweiten Quartal fiel nun eine Sonderabschreibung von 1,4 Mio. EUR an.

Abgesehen von diesem Sondereffekt wachsen die beiden Kerngeschäftsbereiche von Cancom jedoch, insbesondere die Segment Cloud Solutions. Hier konnte der Umsatz von 46,45 Mio. EUR (1. HJ 2014) um 34,94% auf 62,68 Mio. EUR gesteigert werden. Das EBIT fiel mit 9,45 Mio. EUR sogar um 46,51% besser aus als im Vorjahreszeitraum und trug im ersten Halbjahr 2015 dem größten Anteil am operativen Gewinn.

Das Segment IT-Solutions war mit 367,76 Mio. EUR weiterhin umsatzstärkster Teil des Unternehmens. Auch hier wuchsen Umsatz und EBIT. Allerdings war das Umsatzwachstum mit 14,29% deutlich niedriger als im Segment Cloud Solutions. Das EBIT fiel mit 8,69 Mio. EUR und einem Plus von 14,34% zum ersten Halbjahr 2014 ebenfalls positiv aus, blieb aber wie beim Umsatz auch unter dem Wachstum der Cloud-Sparte.

 

 

 

Fast 35% bis zum durchschnittlichen Kursziel vierer Analystenhäuser

Die Cancom-Aktie hat seit Mitte April bis heute rund 22,54% an Börsenwert eingebüßt. Dabei war die Aktie nach einer ersten Korrekturwelle bis Mitte Juni auf 30 EUR gefallen. Danach ging es bis Ende Juli wieder bis auf 37 EUR rauf, ehe eine erneute Korrektur Cancom bis auf 29,12 EUR absacken ließ.

Seit Anfang letzter Woche setzte die Aktie nun zu einem Turnaround an. Bis Freitagabend stieg sie um über 11% auf 32,42 EUR. Die neue Woche startet man jedoch zunächst mit Verlusten: Bis dato verlor die Aktie 1,30% im Vergleich zum Schlusskurs von Freitag.

Dennoch, die Aktie wird von den Analystenhäusern Bankhaus Lampe, Baader Bank, Hauck & Aufhäuser und Warburg Research als ein klarer „Kauf“ gesehen. Das durchschnittliche Kursziel der vier Analysten liegt bei 43,13 EUR. Die Spanne reicht von 39 EUR bis 47 EUR.

Demnach räumt man seitens der Analysten der Aktie vom aktuellen Kurs bei 32,00 EUR gesehen eine mögliche durchschnittliche Performance von 34,78%  ein. Getragen wird diese optimistische Einschätzung zum einen durch die Erwartungen eines im zweiten Halbjahr deutlich wachsenden Software- und IT-Dienstleistungsmarkts und zum anderen dadurch, dass Cancom im zweiten Halbjahr wohl stärker wachsen wird, als der Gesamtmarkt.

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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