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Niemand kann den Verantwortlichen von Evotec SE (ISIN: DE0005664809) vorwerfen, sie würden tatenlos den steigenden Shortpositionen zusehen.

"Jetzt reichts" titellten wir Gestern, das scheinen sich auch Einige von Evotec zu denken. Man startet eine Offensive, eine Öffentlichkeitsoffensive. Nachdem gestern auch die Analysten der Deutschen Bank die Quartalszahlen positiv bewertetet hatten, ihr BUY bestätigten bei einem Kursziel von 25,00 EUR, fand der Kursverfall der Evotec, vielleicht auch deshalb, einen gewissen Boden. Heute verkündet nun Evotec ein Marathonprogramm für die nächsten zwei Monate: Mitglieder des Vorstands würden "...im November und Dezember an den folgenden Investorenkonferenzen präsentieren sowie teilnehmen".

The Jefferies 2019 London Healthcare Conference...

...abgehalten von der Jefferies Finanzgruppe "will be taking place November 20-21 in London, UK.This year marks the 10th anniversary of now the largest healthcare-dedicated conference in Europe. In 2018, we hosted 500 participating companies, 2,000 attendees and 5,000 business-to-business and investor meetings" - Enno Spillner, Chief Financial Officer von Evotec nimmt die Chance am 20.11. wahr, die Stärke des unternehmns zu zeigen, bestimmt der perfekte Ort dafür.Danach gehts weiter am 21.11 zum LBBW German Company Day, London, U.K.

CEO Dr. Werner Lanthaler beim "Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main, Deutschland" am 25.11.2019 und am 27.11.2019 bei Kempen's London Conference, London, UK, veranstaltet von einer Investmentboutique, die bereits seit 16 Jahren auf dieser Konferenz Investoren und Firmen zusamenführt.

Und der CFO nochmals am 3.12.2019 auf dem Berenberg European Corporate Conference, Surrey, UK. Ein geballter Aufwand und was soll es bringen? ANLEGER, AUFMERKSAMKEIT, HINWENDUNG ZU DEN FUNDAMENTALEN DATEN UND NATÜRLICH AKTIENKÄUFER.

Kursbewegungen erinnern an Krieg

Vor, zurückweichen, wieder vor, zurück, nochmal Stellung erobert und zurückgeschlagen, weiter zurück als der Ausgangspunkt. Zermürbend für den "Angreifer", irgendwann geht die Luft raus und dann sind alle Türen offen oder um im Bild zu bleiben "der ungeordnete Rückzug" wird angetreten. Dagegen sollen nun Investorenkonferenzen helfen? Ja. Überzeugt das Unternehmen, überzeugen die Köpfe, dann entsteht Kaufdruck, Kaufdruck übersteigt - vielleicht - irgendwann die Risikobereitschaft der gegenüberstehenden Verkäufer. Jede Spekulation, die von Profis ausgeführt wird, hat auch ein Limit. Unlimitiert wird es zum Skandal und kann sogar Banken in den Abgrund reißen, siehe allein Barings seinerzeit und viele andere.

Also viel Erfolg beim Überzeugen

"Evotec ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen, Patientenorganisationen und Risikokapitalgesellschaften innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zügig vorantreibt. Wir sind weltweit tätig und unsere mehr als 2.900 Mitarbeiter bieten unseren Kunden qualitativ hochwertige, unabhängige und integrierte Lösungen..." 

So sieht man sich selber, aber Evotec ist auch - und das hat man wohl erkannt - im Blickpunkt des Kapitalmarktes. Und darauf angewiesen zumindest mittelfristig die Störfaktoren zu reduzieren, um a) die Aktionäre bei der Stange zu halten b) in der Lage zu sein, auch die Vorteile eines Börsenlistings (Stichworte Kaufwährung Aktie, Kapitalerhöhung o.a.) zu nutzen und c) auch im Mangementinteresse - der Kurs, die Entwicklung bestimmt auch die Vergütungsstrukturen, den eigenen Aktienbesitz, die Zielerreichung und Bewertung des Managements.

Eigentlich einfach für die Vorstände, sie müssen nur Bekanntes kommunizieren und "in die Köpfe" bringen: Deal mit Vifor, die Kooperation mit Celmatix, die Takeda Kooperation,  Partnerschaft mit Integra und Yissum, Biocon-Partnerschaft,, Verlängerung der iPSC basierten ZNS-Partnerschaft mit Celgene bis 2023 mit zusätzlicher Zahlung von 30 Mio. $ aus und Forschungserfolge im Bereich Darmkrebsmedikation. Und natürlich die Prognoseanhebung. Und die starke Liquiditätssituation von 282,6 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 149,5 Mio. EUR). Und Vertrauen in die Zukunft des unternehmens schaffen, Visionen wecken und als erfüllbar näherbringen.

report wirecard

Nochmal der aktuelle Stand der Shortpositionen, vielleicht ändert sich ja nach der Kommunikationsoffensive

daran etwas. Erklärt zumindest den Leidensdruck der Gesellschaft und warum man jetzt - noch mehr - die Öffentlichkeit sucht:

Melvin Capital Management LP hat eine Position von 5,31 % (letzte Erhöhung am 13.11.)

Darsana Capital Partners LP hat eine Position von 1,31 % (letzte Aktion: Erhöhung am 16.08.)

Canada Pension Plan Investment Board  hat eine Position von  0,84 %  (letzte Aktion: Erhöhung am 24.10.)

Wellington Management Company, LLP hat eine Position von 0,68 % (letzte Aktion: Reduktion am 04.11.)

Lakewood Capital Management, LP hat eine Position von  0,92 %  (letzte Aktion: Erhöhung am 13.05.)

AHL Partners LLP hat eine Position von 0,81 % (letzte Aktion: Erhöhung am 11.11.)

DIE aktuelle Analyse zu Evotec. Werden die News, Prognoseanhebung Einfluss auf den Aktienkurs haben? Sieht alles wirklich so gut aus, wie die Nachrichtenlage vermuten lässt? Was passiert gerade mit dem Kurs: Leerverkäufer irgendwann auf dem Rückzug oder charttechnische Reaktionen?

Aktuell (14.11.2019 / 13:02 Uhr) notierten die Aktien der Evotec AG im XETRA-Handel im MINUS mit -0,42 % (-0,08 EUR) bei 19,08 EUR. Mal schauen, wie es weitergeht. So kann etwas Langweiliges, wie der Bundesanzeiger, spannender als jeder Krimi werden und das jeden Tag aufs Neue.

 

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  • ISIN: DE0005664809

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