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Die QIAGEN (ISIN: NL0012169213) schockt heute Morgen: Umsatz Q3 unerwartet niedriger, Restrukturierungen offensichtlich nötig, der CEO geht.

Im dritten Quartal 2019 erwartet QIAGEN derzeit ein vorläufiges Nettoumsatzwachstum von etwa 3% bei konstanten Wechselkursen (CER) verglichen mit der Prognose von etwa 4-5% CER. Grund sind schlechtere Geschäfte in China, ohne diesen "Querschuß" wäre der Umsatz um 6% gewachsen. Erschreckend ist an dieser "Umsatzgewinnreduktion" der Überraschungsmoment.

Umstrukturierungskosten

QIAGEN plant einen Restrukturierungsaufwand vor Steuern von etwa $260-265 Millionen (etwa $1.14-1.15 pro Aktie nach Steuern), der überwiegend im dritten Quartal 2019 ausgewiesen werden wird. Dieser Aufwand beinhaltet etwa $195-200 Millionen nicht zahlungswirksame Posten, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Entscheidung über die Entwicklung von NGS-Instrumenten stehen, und beinhaltet Aufwendungen für die Wertminderung der Software- und Instrumentenentwicklung, Lizenzen, Bewertungen von Partnerschaften, und sonstigen Vermögenswerten.

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Hier scheint einiges im Argen zu liegen, nicht nur Umsatzeintrübung, sondern auch notwendiges Umlenken des Tankers. Passt auch nicht in das Bild das man sich bsiher von Qiagen machte. Natürlich werden gute Gründe für die restrukturierung genannt: Konzentration auf wichtigere und aussichtsreichere Bereiche.

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Schön formuliert: "Die Maßnahmen zur Freisetzung von Ressourcen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem QIAGEN eine neue strategische Partnerschaft mit Illumina Inc. zur Entwicklung von NGS-Technologien für die klinische Entscheidungsfindung ankündigt hat. Daraus resultierend hat QIAGEN eine neue Ausrichtung der internen NGS-bezogenen Aktivitäten vorgenommen, die darin besteht, die Entwicklungsaktivitäten auf diese Zusammenarbeit zu konzentrieren und das bestehende Angebot an universellen NGS-Verbrauchsmateriallösungen für den Einsatz mit jedem Sequenzer zu erweitern"

Und - wenig überraschend - Personalie

Qiagen teilt ebenfalls heute mit, dass Peer M. Schatz das Unternehmen informiert hat, dass er bei QIAGEN als CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung zurücktritt. Er wird QIAGEN weiterhin als Berater des Aufsichtsrates zur Verfügung stehen und in den kommenden Wochen in diese Rolle wechseln. Der Aufsichtsrat beginnt jetzt die Suche nach einem ständigen CEO. In der Zwischenzeit wird Thierry Bernard, Senior Vice President, zuständig für das Geschäftsfeld Molekulardiagnostik, interimistisch als CEO fungieren und im Tandem mit CFO Roland Sackers zusammenarbeiten.

Qiagen reiht sich ein in die Unternehmen mit Umsatzwarnungen - auf hohem Niveau, das Wachstum beträgt immer noch 3% - und steuert um. Bei der Nachrichtenlage wundert es kaum, dass der CEO - scheibar vollkommen überraschend - geht oder gehen muß?

Aktuell (08.10.2019 / 08:03Uhr) notieren die Aktien der Qiagen N.V. im Tradegate-Handel mit einem Minus von -3,30 EUR (-11,27 %) bei 25,99 EUR.

 

Weitere Informationen

  • ISIN: NL0012169213

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