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Die MorphoSys AG (ISIN: DE0006632003) hat heute die Ergebnisse des ersten Quartals 2018 vorgelegt.

"Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben im ersten Quartal 2018 bei mehreren wichtigen Wirkstoffprogrammen große Fortschritte erzielt. Im Mittelpunkt steht unser am weitesten fortgeschrittener eigener Medikamentenkandidat MOR208. Hier meldeten wir aktualisierte Zwischenergebnisse der laufenden L-MIND-Studie in der Indikation des aggressiven Lymphoms. Während des Quartals führten wir konstruktive Gesprächen mit der FDA, die den Weg zur Marktzulassung unter dem aktuellen Status Therapiedurchbruch deutlich klarer gemacht haben", sagte Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG. "Außerdem haben wir gemeinsam mit unserem Partner Galapagos vielversprechende Daten aus der Phase 1-Studie mit MOR106 bei atopischer Dermatitis vorgestellt und kürzlich die Phase 2-Entwicklung in dieser Indikation gestartet. Und wir freuen uns, dass unser Partner Janssen die Zulassung für Tremfya(R) bei Schuppenflechte in Japan, Brasilien, Australien und Südkorea erhalten hat und in Japan zudem die Zulassung für psoriatische Arthritis."

"MorphoSys befindet sich in einer wahrlich spannenden Phase seiner Unternehmensentwicklung. Angetrieben von den Zwischenergebnissen der L-MIND-Studie und unseren konstruktiven Gesprächen mit der FDA werden wir nun mit dem Aufbau von kommerziellen Strukturen in den USA beginnen, um uns auf eine mögliche Vermarktung von MOR208 als unseren ersten eigenen Produktkandidaten vorzubereiten. Dies ist eine zentrale Aufgabe in unseren Plänen, MorphoSys zu einem voll integrierten biopharmazeutischen Unternehmen weiterzuentwickeln", sagte Jens Holstein, Finanzvorstand der MorphoSys AG. "Durch unseren erfolgreichen Börsengang an der Nasdaq haben wir unsere Präsenz in den USA weiter ausgebaut und unsere Finanzlage gestärkt. Auf Basis unserer finanziellen Möglichkeiten werden wir nun in die Weiterentwicklung von MOR208, aber auch unserer anderen firmeneigenen Medikamentenkandidaten und Technologien weiter investieren."

Erfolgreicher Börsengang an der Nasdaq

Im April 2018 hat MorphoSys erfolgreich einen Börsengang an der US-Börse Nasdaq abgeschlossen. Insgesamt erzielte das Unternehmen daraus einen Bruttoerlös von 239,0 Mio. US-Dollar. Dieser stammte zum einen aus dem Verkauf von 2.075.000 neuen Stammaktien in Form von 8.300.000 American Depositary Shares ("ADS"), zum anderen aus der vollständig ausgeübten Option der Konsortialbanken zum Erwerb weiterer 311.250 neuer Stammaktien in Form von 1.245.000 ADS, jeweils zu einem Preis von 25,04 US-Dollar je ADS. Jede ADS repräsentiert 1/4 einer MorphoSys-Stammaktie.

Finanzergebnisse des ersten Quartals 2018 (IFRS)

Im ersten Quartal 2018 konzentrierte sich MorphoSys weiter auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimittelkandidaten sowohl für Partner als auch in Eigenregie. Die Konzernumsatzerlöse betrugen 2,8 Mio. Euro, verglichen mit Umsatzerlösen von 11,8 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Der erwartete Rückgang ist hauptsächlich auf den Abschluss der aktiven Partnerschaft mit Novartis zurückzuführen, die gemäß Vertrag im November 2017 endete. Da der Tantiemenbericht des Partners Janssen für das erste Quartal 2018 noch nicht vorlag, wurden die für das erste Quartal 2018 verbuchten Umsatzbeteiligungen auf Basis der Tremfya(R)-Verkaufserlöse der vergangenen Monate geschätzt.

Im Segment Proprietary Development konzentriert sich MorphoSys auf die Erforschung und Entwicklung eigener Produktkandidaten in den Bereichen Krebs und entzündliche Erkrankungen. Im ersten Quartal 2018 verzeichnete dieses Segment Umsätze von 0,2 Mio. Euro (Q1 2017: 0,2 Mio. Euro).

Im Segment Partnered Discovery setzt MorphoSys seine firmeneigene Technologie ein, um neue Antikörper für Pharmaunternehmen zu generieren. Das Unternehmen profitiert von den Entwicklungsfortschritten der Partner in Form von Forschungsentgelten, Lizenzgebühren, erfolgsbasierten Meilensteinzahlungen und Tantiemen (Umsatzbeteiligungen). Im ersten Quartal 2018 beliefen sich die Umsätze in diesem Segment auf 2,6 Mio. Euro (Q1 2017: 11,6 Mio. Euro).

Die gesamten betrieblichen Aufwendungen erreichten im ersten Quartal 2018 eine Höhe von 21,9 Mio. Euro (Q1 2017: 26,9 Mio. Euro). Die Aufwendungen für die Entwicklung eigener Produkte und die Technologieentwicklung sanken um 18% auf 15,5 Mio. Euro (Q1 2017: 19,0 Mio. Euro). Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Entwicklungskosten für MOR202 im Zusammenhang mit dem im November 2017 geschlossenen Lizenzvertrag mit I-Mab zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Quartal 2018 auf -19,0 Mio. Euro (Q1 2017: -14,9 Mio. Euro). Der operative Verlust spiegelt wie erwartet die laufenden Aktivitäten in der klinischen Entwicklung der firmeneigenen Medikamentenkandidaten sowie den erwarteten Umsatzrückgang wider. Das Segment Proprietary Development erzielte ein EBIT von -15,9 Mio. Euro (Q1 2017: -18,9 Mio. Euro). Das EBIT im Segment Partnered Discovery betrug 0,6 Mio. Euro (Q1 2017: 7,3 Mio. Euro). Das Konzernergebnis lag bei -19,5 Mio. EUR (Q1 2017: -15,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erreichte -0,67 EUR (Q1 2017: -0,52 EUR).

Zum Ende des ersten Quartals 2018 verfügte das Unternehmen über eine Liquiditätsposition von 285,8 Mio. Euro, verglichen mit 312,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017. In der Bilanz wird diese Liquiditätsposition in den folgenden Positionen dargestellt: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente; finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgswirksam erfasst werden, und andere finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung aus dem erfolgreichen Nasdaq-Börsengang im April 2018 in Höhe von 239,0 Mio. USD ist in der Liquiditätsposition zum 31. März 2018 nicht enthalten.

Die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien betrug 29.420.785 zum Ende des ersten Quartals 2018 (31. Dezember 2017: 29.420.785). Die Anzahl der Aktien enthält nicht die im Zusammenhang mit dem Nasdaq-Börsengang augegebenen Aktien.

Finanzprognose und operativer Ausblick für 2018

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet MorphoSys weiterhin Konzernumsätze zwischen 20 und 25 Mio. Euro. Die Aufwendungen für firmeneigene Entwicklung und Technologieentwicklung werden unverändert in einem Korridor zwischen 95 und 105 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -110 bis -120 Mio. Euro. Diese Prognose beinhaltet weder zusätzliche Umsätze aus potenziellen zukünftigen Kooperationen und/oder Lizenzpartnerschaften noch Effekte aus möglichen Einlizensierungen oder Entwicklungspartnerschaften für neue Wirkstoffkandidaten.

Im Segment Proprietary Development erwartet MorphoSys folgende Ereignisse und Aktivitäten in 2018:

MOR208

- L-MIND: Fortsetzung der Analyse der Daten aller 81 Patienten, die in die Studie aufgenommen wurden
- B-MIND: Fortsetzung der zulassungsrelevanten Phase 3-Studie mit MOR208 plus Bendamustin versus Rituximab plus Bendamustin in r/r DLBCL
- COSMOS: Fortsetzung der Phase 2-Studie mit MOR208 in Kombination mit Idelalisib oder Venetoclax in CLL/SLL und Vorstellung der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Kongressen
- Kommerzielle Aktivitäten: Beginn des Aufbaus kommerzieller Strukturen für MOR208 in den USA, in Vorbereitung auf eine voraussichtliche Markteinführung im Jahr 2020

MOR202

- Multiples Myelom: Abschluss der aktuellen Phase 1/2a-Dosis-Eskalierungsstudie für MOR202 beim multiplen Myelom und Vorstellung der Ergebnisse auf einer geeigneten medizinischen Konferenz; Prüfung weiterer Partnerschaften mit dem Ziel, die zukünftige Entwicklung von MOR202 im multiplen Myelom zu sichern
- Nichtkleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC): Vorbereitung der geplanten klinischen explorativen Phase 1/2-Studie in NSCLC

MOR106

- Fortsetzung der Patientenaufnahme für die kürzlich mit dem Partner Galapagos bei Patienten mit atopischer Dermatitis gestartete Phase 2-Studie IGUANA

MOR107

- Nach Abschluss der Phase 1-Studie bei gesunden Freiwilligen und ersten präklinischen Hinweisen auf antitumorale Aktivität wird MOR107 präklinisch weiter in Krebsindikationen untersucht, um eine Entscheidung zur Durchführung möglicher weiterer klinischer Studien vorzubereiten

MOR103/GSK3196165

- Für diesen HuCAL-Antikörper, der vollständig an GSK auslizenziert wurde, wird die Veröffentlichung von Daten aus einer Phase 2b-Studie bei rheumatoider Arthritis und einer Phase 2a-Studie bei Hand-Osteoarthritis erwartet, die beide von GSK durchgeführt werden

Im Segment Partnered Discovery erwartet MorphoSys 2018 folgende Ereignisse

- Tremfya(R) (Guselkumab): Janssen untersucht derzeit Guselkumab in Phase-3-Studien bei Psoriasis und psoriatischer Arthritis und plant die Entwicklung des Wirkstoffs bei Morbus Crohn. Mehrere Phase 3-Studien bei Psoriasis sollen 2018 abgeschlossen werden, darunter eine Vergleichsstudie von Tremfya(R) mit Secukinumab bei Schuppenflechte
- Gantenerumab: MorphoSys' Partner Roche wird 2018 voraussichtlich zwei neue zulassungsrelevante Phase 3-Studien (GRADUATE-1 und GRADUATE-2) zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit initiieren
- Zu zahlreichen anderen Partnerprogrammen könnten im Laufe des Jahres klinische Daten und mögliche regulatorische Meilensteine veröffentlicht werden

MorphoSys wird seine eigenen Entwicklungsaktivitäten weiterhin ausbauen und prüft potenzielle Einlizenzierungs-, Mitentwicklungs- und/oder Akquisitionsmöglichkeiten. Darüber hinaus plant das Unternehmen weitere eigene Entwicklungsprogramme zu initiieren, mit dem Ziel, die Position des Unternehmens in seinen derzeitigen therapeutischen und technologischen Tätigkeitsbereichen zu erhalten und auszubauen.

Aktuell (03.05.2018 / 09:34 Uhr) notieren die Aktien der Morphosys AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,75 EUR (-0,84 %) bei 88,35 EUR.


Chart: MorphoSys AG | Powered by GOYAX.de

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