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Die SMA Solar Technology AG (ISIN: DE000A0DJ6J9) rechnet im laufenden Jahr weiterhin mit negativen Auswirkungen des hohen Preisdrucks auf den Umsatz und das Ergebnis.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die um fast 20% gefallenen Preise in einem gefallenen Umsatzergebnis des fortzuführenden Geschäfts bemerkbar gemacht.

Mit neuen Produkten und innovativen Lösungen für die Digitalisierung der Energiewirtschaft will sich das Unternehmen aus Niestetal aber ab 2018 mit einer verbesserten Profitabilität und einer nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zurückmelden.


Trotz Rekordabsatz sinkt der Umsatz in 2016

SMA Solar Technology hat auf Basis der heute gemeldeten vorläufigen Zahlen in 2016 einen Umsatz von über 940 Mio. EUR erzielt. Im Vorjahr erwirtschaftete man laut Geschäftsbericht 2015 noch 999,4 Mio. EUR. Dies würde einen Umsatzrückgang von rund -5,94% bedeuten.

Und das, obwohl der Hersteller von Wechseltrichtern für die Solarindustrie im letzten Jahr mit einem Rekordabsatz von über 8 GW das vorherige Jahr klar übertroffen hatte (2015: 7,3 GW). Schuld an der rückläufigen Umsatzentwicklung waren die um fast ein Fünftel gefallenen Preise.


Ergebnisseite gegenüber 2015 stark verbessert  

Auf Ergebnisseite sah dies im letzten Jahr demgegenüber ganz anders aus: SMA Solar Technology konnte in 2016 weiterhin eine signifikante Verbesserung beim EBIT und EBITDA aufweisen.

Jedenfalls sieht es nach den vorläufigen Zahlen danach aus: Das EBITDA soll für das vergangene Jahr bei über 140 Mio. EUR liegen und damit um +23,57% über dem Ergebnis aus 2015 (113,3 Mio. EUR) liegen. Das EBIT wird voraussichtlich mit rund 65 Mio. EUR um sogar +89,50% über dem Vorjahresergebnis (EBIT 2015: 34,3 Mio. EUR) erwartet.

Ob die vorläufigen Zahlen sich bestätigen, wird sich mit der Veröffentlichung des Konzernabschlusses am 30. März 2017 zeigen.


Umsatz und operatives Ergebnis sollen in 2017 deutlich schwächer ausfallen

Während man mit dem Ergebnis in 2016 vor dem Hintergrund des hohen Preisdrucks sicherlich zufrieden sein kann, ist die abgegebene Prognose von SMA Solar Technology für das laufende Jahr 2017 für Anleger doch eher wenig anregend.

Das Niestetaler Solarunternehmen rechnet in diesem Geschäftsjahr nur noch mit einem Umsatz zwischen 830 Mio. EUR und 900 Mio. EUR. Ausgehend von den für 2016 gemeldeten Umsatzschätzungen von rund 940 Mio. EUR würde dies einen prozentualen Rückgang -4,26% bis -11,70% bedeuten.

Noch gravierender wird der Rückgang beim operativen Ergebnis (EBITDA) erwartet: Hier rechnet SMA Solar Technology in 2017 mit voraussichtlich 70 Mio. EUR bis 90 Mio. EUR. Im Vergleich zu den 140 Mio. EUR, die für 2016 erwartet werden, würde dies eine Verschlechterung von -35,71% bis -50% bedeuten.

Immerhin geht der Vorstand davon aus, dass man durch einen hohen operativen Cashflow die Nettoliquidität auf mehr als 400 Mio. EUR erhöhen wird.

sma solar pierre pascal urbonAlles in allem wird es aber wohl ein herausforderndes Jahr für SMA Solar Technology. Das weiß auch Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon: „Das Geschäftsjahr 2017 wird sicherlich nicht einfach für SMA. Wir haben aber bereits in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass wir durch technische Innovationen und systematische Fixkostenreduktion dem enormen Preisdruck unserer Branche begegnen können. Auf dem morgigen Kapitalmarkttag werden wir deshalb unsere neuen Produkte und Dienstleistungen vorstellen, mit denen wir ab 2018 die Brutto-Marge der SMA erhöhen werden. Zudem geben wir Auskunft über die Markt- und Wettbewerbssituation und unsere strategische Ausrichtung.


Aktie nach vorläufigen Zahlen weiter im Abwärtsmodus

Der Aktienkurs von SMA Solar Technology hat sich seit dem 52-Wochenhoch am 27. Januar 2016 bei 51,84 EUR mehr als halbiert. Das Papier fiel bis zum gestrigen Schlusskurs bei 24,36 EUR um exakt -53,01%.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2016 sorgten negative Branchenprognosen, die Ankündigung der Werksschließung in Denver und eine Gewinnwarnung für den drastischen Kursverfall der Aktie. Bis Mitte November fielen die Anteilsscheine von SMA Solar Technology auf ein Tief bei 20,93 EUR. Im Anschluss profitierte die Aktie von der allgemeinen Jahresendrallye der Börsen und kletterte wieder bis Anfang Januar 2017 auf 26,085 EUR.

 

SMA Solar Technology AG
Chart: SMA Solar Technology AG | Powered by GOYAX.de
 

Seither geht es jedoch wieder abwärts. Im heutigen Handel verlor das Papier bis zum Nachmittag -1,97% und notiert aktuell bei 23,88 EUR. Vor dem Hintergrund der heute vom Unternehmen abgegebenen Prognose für 2017 ist durchaus mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends zu rechnen. Vielleicht schafft es der Spezialist für Solarwechseltrichter morgen auf dem Kapitalmarkttag aber auch, mit seinen Produkt- und Dienstleistungsneuheiten zu überzeugen. 

 

Mit Material von SMA Solar Technology AG

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