SURTECO Group SE hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Umsatzrückgang, Gewinneinbruch und erstmals rote Zahlen – für Anleger war 2025 alles andere als erfreulich. Doch ein Blick auf die aktuellen Zahlen und den Start ins neue Jahr zeigt: Ganz so düster ist die Lage nicht mehr.
Ergebnis bricht ein – Dividende gestrichen
2025 war für SURTECO ein Rückschlag. Der Umsatz sank um 4 % auf rund 821 Mio. Euro, während das operative Ergebnis deutlich stärker unter Druck geriet.
Das EBITDA brach um 24 % ein, das EBIT fiel sogar von 35,4 Mio. Euro auf nur noch 13,7 Mio. Euro. Unter dem Strich rutschte der Konzern mit -14,3 Mio. Euro in die Verlustzone.
Die Konsequenz: Keine Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Liquidität im Unternehmen – ein klares Signal, dass Stabilität aktuell Vorrang vor Ausschüttungen hat.
Belastungsfaktoren: Währung, Portfolio und Marktumfeld
Die Gründe für die schwache Entwicklung sind vielfältig.
Negative Währungseffekte belasteten das Ergebnis zusätzlich. Hinzu kommt der Wegfall von Umsätzen aus einem eingestellten Geschäftsbereich.
Auch das Marktumfeld bleibt schwierig. SURTECO ist stark von der Möbel- und Bauindustrie abhängig – Branchen, die aktuell unter schwacher Nachfrage leiden.
Operative Basis stabilisiert sich
Trotz der schwachen Jahreszahlen gibt es erste positive Signale.
Der Start ins Jahr 2026 verlief besser als erwartet. Zwar liegt der Umsatz im ersten Quartal noch unter Vorjahr, doch die Profitabilität zeigt eine klare Verbesserung.
Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 12,0 % auf 12,8 %. Gleichzeitig legte das ausgewiesene EBITDA sogar deutlich zu.
Das deutet darauf hin, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung greifen.
Prognose vorsichtig – aber stabil
Für 2026 bleibt SURTECO zurückhaltend optimistisch.
Der Umsatz soll zwischen 780 und 830 Mio. Euro liegen – also weiterhin unter dem Niveau früherer Jahre. Beim EBITDA adjusted rechnet das Unternehmen mit 70 bis 90 Mio. Euro.
Das zeigt: Eine schnelle Rückkehr zu alten Wachstumsraten ist nicht in Sicht, aber eine Stabilisierung scheint erreichbar.
Einordnung für Anleger: Turnaround-Kandidat mit Risiken
SURTECO befindet sich aktuell in einer klassischen Übergangsphase.
Auf der einen Seite stehen schwache Endmärkte und ein schwieriges makroökonomisches Umfeld. Auf der anderen Seite zeigen sich erste Fortschritte bei Effizienz und Margen.
Für Anleger ergibt sich daraus ein typisches Turnaround-Szenario: hohe Unsicherheit, aber auch Chancen, wenn die Erholung gelingt.
Fazit: Noch kein Befreiungsschlag – aber erste Hoffnung
Die Zahlen für 2025 sind schwach, keine Frage. Doch der Blick nach vorne zeigt erste Lichtblicke.
Wenn SURTECO die Margen weiter stabilisiert und von einer Erholung der Endmärkte profitiert, könnte sich die Lage schrittweise verbessern.
Bis dahin bleibt die Aktie jedoch vor allem eines: eine Wette auf den Turnaround.











