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mdax news nebenwerte magazin09.01.2020 - Der Shoppingcenter-Investor Deutsche EuroShop AG (ISIN: DE0007480204) musste gestern einstecken. Der Kurs fiel kräftig von 25,84 EUR im Hoch bis auf 24,36 EUR, um dann bei 24,60 EUR zu schließen. Die DZ-Bank sagt dazu: "Übertrieben!". Zwar seien die Wertminderungen, die gestern mitgeteilt wurden höher als erwartet gewesen, aber die Reaktion sei zu stark gewesen. Man senkt das Kursziel auf 31,00 EUR um einen Euro, aber bleibt bei BUY. Der Kurs der Aktie erholt sich heute leicht, abe res bleibt natürlich das Grundsätzliche: Shoppingcenter verlieren gegenüber dem Onlinehandel kontinuierlich an Boden und die Betreiber sind gefordert alternative Konzepte zu entwickeln, um diesen Schwund zu begrenzen. In der Schweiz werden derzeit bevorzugt "Dienstleistungen" und "Erlebniswelten" als Publikumsmagnet betrachtet, der Mix der Shoppingcenter müsse sich ändern, ist die allgemeine Einstellung.

Gelingt es Shoppingmalls zu Eventplätzen oder Dienstleistungszentren (Behörde, Ärzte, beratende Berufe) zu erweitern, sind durchaus Chancen vorhanden. Hierfür gibt es ja bereits einige Beispiele, auch im Portfolio der Deutsche Euroshop. Die mit dem Centermanagement beauftragte ECE übernimmt für die Objekte der Deutschen EuroShop AG diese Aufgaben. Wie es so schön werbewirksam heisst:"Hat sich die Anziehungskraft Ihres Shopping-Centers durch den Weggang eines Großmieters verringert? Haben verpasste Chancen zu Investitionsstaus und hohem Revitalisierungsbedarf geführt? Behindern komplizierte Eigentümerstrukturen oder fehlendes Know-how notwendige Modernisierungen in Ihrem Center? Die ECE bringt Ihre Shopping-Immobilie wieder zurück in die Erfolgsspur, denn für uns sind Revitalisierungen eine Kernkompetenz."

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Aber ein weiter Weg - und auf dem Weg dahin

sinkt der Wert des Portfolios der Deutsche EuroShop: Heftige 123 Mio. EUR sind die Einkaufszentren "weniger wert" - so musste die Gesellschaft gestern melden. Zahlungswirksam sind diese virtuellen Wertminderungen nur zum Teil, spiegeln aber die gesunkenen Preise für Einzelhandelsimmobilien wieder - oder wie EuroShop beschönigend mitteilt: "die leicht gestiegenen Ankaufsrenditen für Shoppingcenter". Klartext: Die Preise fallen, da man wohl weitere Umsatzeinbrüche oder zumindest Rückgänge im stationären Handel erwartet, erinnert sei an die Pleiten von Gerry Weber und anderen. Eine um 1% sinkende Vermietungsquote auf - immer noch gute - 97,60 % ist vielleicht nur ein erstes Warnsignal. Das Refurbishment kostet und ist auch in den Werrtminderungen berücksichtigt.

erfolgsgeheimnisse 2020

Die Nachricht im Wortlaut: "...rechnet aus der Bewertung des Immobilienvermögens aus unrealisierten und nicht liquiditätswirksamen Marktwertveränderungen sowie aufgrund von Aufwendungen im Zusammenhang mit Investitionen in das Portfolio für das Geschäftsjahr 2019 mit einem negativen Bewertungsergebnis vor Steuern von ca. -123,0 Mio. EUR (Vorjahr: -58,3 Mio. EUR). Hiervon entfallen ca. -96,0 Mio. EUR (Vorjahr: -55,7 Mio. EUR) auf das Bewertungsergebnis der Konzerngesellschaften und ca. -27,0 Mio. EUR (Vorjahr: -2,6 Mio. EUR) auf das im Finanzergebnis enthaltene Bewertungsergebnis der Gesellschaften, die nach der at-equity-Methode bilanziert werden. Zu den wesentlichen Einflussfaktoren des Bewertungsergebnisses gehörten die im Durchschnitt leicht gestiegenen Ankaufsrenditen für Shoppingcenter in Deutschland, Investitionen in die Modernisierung und Positionierung des Bestandsportfolios sowie die Mietenentwicklung. Die Vermietungsquote des Shoppingcenter-Portfolios gemäß EPRA sank leicht auf 97,6 % (-1,0 Prozentpunkt)."

Prognose 2020

Die Situation am Vermietungsmarkt zeigt sich weiter anspruchsvoll und geht teilweise mit längeren Nachvermietungsprozessen bzw. Mietanpassungen einher. Dem gegenüber stehen weitere Zinseinsparungseffekte sowie die im Rahmen der steuerlichen Umstrukturierung erwarteten Steuerentlastungen.

Unter Einbeziehung der sich teilweise kompensierenden Effekte erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 nun:

  • einen Umsatz von 221 bis 225 Mio. EUR (bisher 222 bis 226 Mio. EUR)
  • ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 191 bis 195 Mio. EUR (bisher 194 bis 198 Mio. EUR)
  • ein Ergebnis vor Steuern (EBT) ohne Bewertungsergebnis von 159 bis 162 Mio. EUR (bisher 161 bis 164 Mio. EUR) - DAS BEWERTUNGSERGEBNIS IST 123 MIO EUR MINUS
  • Funds from Operations (FFO) von 150 bis 153 Mio. EUR bzw. je Aktie zwischen 2,43 EUR und 2,47 EUR (unverändert)

Geplante Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,60 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 bleibt wohl bestehen.

HIER: DIE aktuelle Analyse zu Deutsche Euroshop- kostenlos. Stagnation oder was wird weiter?

Die machen...

Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesellschaft, die ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert. Das MDAX-Unternehmen ist zurzeit an 21 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn beteiligt. Zum Portfolio gehören u. a. das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig.

Aktuell (09.01.2020 / 09:51 Uhr) notieren die Aktien der Deutsche EuroShop AG im XETRA-Handel im Plus mit +0,34 EUR (+1,38 %) bei 24,94 EUR.


Chart: Deutsche EuroShop AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0007480204

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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