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Die ADO Properties S.A. (ISIN: LU1250154413) hat seit Beginn des laufenden Jahres mächtig auf’s Wachstumspedal gedrückt.

Der Immobilienspezialist mit Fokus auf Berliner Wohnimmobilien hat heute seine 9-Monatszahlen vorgelegt und kann dabei auf ein erfolgreiches Jahr blicken. So hat sich die für Immobilienunternehmen wichtige Kennzahl FFO (Funds from Operations) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum glatt verdoppelt.

Aber auch für die erst seit Ende Juli dieses Jahres notierte Aktie gab es bereits einen ersten Ritterschlag: Sie wurde Mitte Oktober in den SDAX aufgenommen und steht 21,4% über dem Ausgabepreis von 20 EUR. Alles in allem dürfen sich Aktionäre des Unternehmens also bisher freuen.


Starke Zahlen nach den ersten 9 Monaten

Die Entwicklungen und Ergebnisse der ADO Properties in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres können sich ganz ohne Frage sehen lassen. Seit Beginn des Jahres hat das Berliner Unternehmen das Portfolio an Wohneinheiten bis Ende September von 6.596 Einheiten auf 13.851 ganz deutlich aufgestockt. Bei den Gewerbeimmobilien stieg die Zahl von 592 auf 749 Einheiten.

Das Portfolio-Wachstum betrug somit über 100% und die daraus resultierenden Erträge aus der Vermietung sind mit 46,72 Mio. EUR schon jetzt deutlich über denen des Gesamtjahres 2014 (33,72 Mio. EUR).

Das FFO 1 (nur Vermietung) belief sich im Zeitraum von Januar bis September 2014 auf 10,8 Mio. EUR, in den ersten neun Monaten 2015 stieg das FFO 1 nun auf knapp 21,6 Mio. EUR an. Das bedeutet, das FFO 1 je Aktie ist nach nur drei Quartalen mit 0,79 EUR jetzt auch bereits weit über dem des kompletten Geschäftsjahres 2014 (0,54 EUR je Aktie). Auf Jahressicht geht ADO Properties von einem FFO 1-Ergebnis von 30 Mio. EUR aus.


Weitere Zukäufe von über 1.100 Objekten in Berlin

Das Management verfolgt auch im vierten Quartal weiterhin die eingeschlagene Wachstumsstrategie, das Portfolio durch gezielte Zukäufe zu erweitern. So hatte man es denm Kapitalmarkt beim Börsengang Ende Juli ja auch angekündigt. Die mit dem IPO eingenommenen 200 Mio. EUR sollten, so die Ansage, dazu genutzt werden, um weiter zu wachsen.

Und dieses Versprechen wurde im Q4 auch eingelöst. Anfang Oktober vermeldete ADO Properties, dass man einen Kaufvertrag über den 95-prozentigen Erwerb eines Immobilien-Portfolios unterzeichnet hat. Im November fand dann der Vollzug statt. Insgesamt wurden 1.142 Einheiten, davon 1.021 Wohneinheiten, übernommen. ADO Properties kaufte im Rahmen eines Share Deals 94,9% der Aktien von mehreren Gesellschaften, die dieses Portfolio hielten. Der Bruttokaufpreis für 100% der erworbenen Vermögenswerte beläuft sich dabei auf 148 Mio. EUR. Zudem übernahm man Darlehen in Höhe von insgesamt 57 Mio. EUR.

Somit hat ADO Properties zum jetzigen Zeitpunkt rund 15.500 Berliner Immobilien im Portfolio. Weitere Zukäufe sind künftig zu erwarten, vor allem weil nun auch ausgewählte Objekte in Randbezirken Berlins interessant für das Portfolio werden. Dort wurden hinsichtlich Miet- und Wertzuwächse zuletzt positive Bewegungen  beobachtet.


Erfolgreiche Kursentwicklung nach Börsengang

Es lief nicht unbedingt rund beim IPO von ADO Properties. Nachdem das Unternehmen Anfang Juli den Gang an die Börse wegen des widrigen Umfelds im Zuge der Griechenland-Krise schon abgesagt hatte, zog man den selbigen dann am 23. Juli spontan doch noch überraschend durch. (Artikel: ADO Properties hat Börsengang doch noch durchgezogen)

Zwar lag man mit einem Ausgabepreis von 20 EUR am untersten Ende der gesetzten Preisspanne von 20 EUR bis  25 EUR, was unter diesen Umständen aber wohl keinen mehr wirklich störte. Die Erstnotiz von 20,10 EUR ließ jedoch ebenfalls nicht wirklich vermuten, dass ADO Properties die Herzen der Börsianer erobern könnte.

Doch drei Monate nach dem IPO kann man feststellen, dass dies ein Trugschluss war und sich die Aktie sehr gut entwickelt hat. Wenngleich in den Wochen nach dem Börsenstart beim Kurs zunächst nicht allzu viel ging. So setzte nach dem Erreichen des Tiefs bei 19,00 EUR Ende August eine steile Aufwärtsbewegung ein. Bis Mitte Oktober ging es hoch bis auf über 24 EUR. Ersten Auftrieb erhielt die Aktie dabei übrigens durch die Halbjahreszahlen am 27. August.

Aber nicht nur, dass das Papier seit Börsengang mittlerweile um über 20% auf aktuell 24,28 EUR gestiegen ist, sie wurde Mitte Oktober auch noch überraschend in den SDAX berufen.

Es ist schon etwas Besonderes nach so kurzer Zeit den Sprung zu schaffen und zeigt, dass die Aktie von ADO Properties bei Anlegern bis dato durchaus gefragt war. Denn die Auswahl seitens der Deutschen Börse orientiert sich neben den Voraussetzungen einer Notierung im Prime Standard, eines fortlaufenden Xetra-Handels und eines Streubesitzes von mehr als 10% vor allem an der Marktkapitalisierung auf Streubesitzbasis und dem Börsenumsatz.

Das alles passte bei ADO Properties offensichtlich mehr als bei den anderen Kandidaten. Und das stetige Wachstum des Portfolios und die Steigerung beim FFO könnten zukünftig weiteres Potenzial für die Aktie freimachen. Positiv dürfte sich auch die Tatsache auswirken, dass das Management in Aussicht gestellt hat, 30-40% des FFO als Dividende auszuschütten. Auf Grundlage der FFO-Prognose von 30 Mio. EUR ergäbe sich eine Dividendenausschüttung von 0,26 EUR bis 0,34 EUR je Aktie.

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