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Die Befesa S.A. (ISIN: LU1704650164), der europäische Marktführer im Bereich Umweltdienstleistungen für die sekundäre Stahl- und Aluminiumindustrie,

konnte 2018 ein weiteres Rekordjahr verbuchen. Sowohl EBIT als auch EBITDA konnten jeweils um 2,1% gesteigert werden. Der Nettogewinn wuchs zum Jahresende signifikant um 83% auf 90 Mio. EUR an. Dieses starke Wachstum wurde hauptsächlich von der verbesserten Kapitalstruktur getragen, durch die die Finanzaufwendungen um rund 60% gesenkt werden konnten, und entspricht einem Ergebnis je Aktie von 2,65 EUR. Durch die starke Cash-Generierung konnte die Nettoverschuldung zudem auf 377 Mio. EUR reduziert werden, wodurch der Verschuldungsgrad auf 2.1x sank. Befesa schlägt eine Dividendenausschüttung in Höhe von 50% des Nettogewinns und somit 1,32 EUR je Aktie vor.

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Im Gesamtjahr 2018 steigerte Befesa den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 8% auf 720 Mio. EUR. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Volumensteigerungen in beiden Kernsegmenten erreicht. Angetrieben durch die gesteigerte Kapazitätsauslastung in Südkorea, die Komplettauslastung des Werks in der Türkei und einer anhaltend hohen Auslastung in allen europäischen Anlagen recycelte Befesa 2018 im Stahlstaubbereich 9% mehr Gefahrstoffe als im Vorjahr. Im Bereich Salzschlackenrecycling steigerte Befesa die Menge an recycelter Salzschlacke und verbrauchten Tiegelauskleidungen (Spent Pot Linings, SPL) um 1%. Die Kapazitätsauslastung erreichte mit 98% ein neues Rekordniveau. Das konsolidierte EBITDA wuchs in Folge um 2,1% auf 176 Mio. EUR. Das EBIT stieg 2018 ebenfalls um 2,1% auf 147 Mio. EUR. Die Margen bezogen auf den Umsatz betrugen 24% beziehungsweise 20%.

Mit einer Umsatzsteigerung von 7% auf 181 Mio. EUR war das 4. Quartal das stärkste im Jahresverlauf. Dies ist vor allem auf höhere Mengen an recyceltem Stahlstaub und Aluminiumsalzschlacken zurückzuführen. Diese gesteigerten Volumina und Umsätze glichen die zeitweilige Schließung der spanischen Werke im Rahmen der Installation effizienterer Öfen und die damit verbundene geringere Menge an recyceltem Sekundäraluminium mehr als aus. Das EBITDA stieg im 4. Quartal um 1,9% auf 47 Mio. EUR und das EBIT um 3,2% auf 39 Mio. EUR an, ebenfalls hauptsächlich auf Grund des gesteigerten Volumens wobei die niedrigeren Zink- und Aluminiumpreise an der London Metal Exchange einen geringen gegenläufigen Einfluss hatten.

Zum Jahresende 2018 reduzierte Befesa seinen Verschuldungsgrad auf einen neuen Tiefstand von 2,1x (2,4x zum Jahresende 2017). Dies führt zu weiteren Verbesserungen der Zinsrate auf Euribor +225 Basispunkte. Ende 2017 betrug die Zinsrate noch Euribor +275 Basispunkte. Darüber hinaus erzielte Befesa im Jahr 2018 starke Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von 104 Mio. EUR, 13% mehr als im Vorjahr (92 Mio. EUR). Der Kassenstand lag Ende 2018 bei 151 Mio. EUR und stieg damit gegenüber 118 Mio. EUR Ende 2017 um 33 Mio. EUR an.

Javier Molina, CEO von Befesa, sagte: "Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen im Jahr 2018 - unserem ersten vollen Jahr an der Frankfurter Börse. Wir haben in einem herausfordernden Marktumfeld bedeutende finanzielle und strategische Fortschritte erzielt, obwohl die Zinkpreise im Laufe des Jahres um 25% gesunken sind. Wir haben den Nettogewinn deutlich gesteigert und damit das Versprechen an unsere Aktionäre erfüllt. Wir sind in einer ausgezeichneten Position, um unsere erfolgreiche Wachstumsstrategie weiter fortzusetzen. 2019 wird ein sehr wichtiges Jahr für Befesa. Wir erwarten, unsere Erträge weiter zu steigern, und werden wesentliche Meilensteine bei unseren internationalen Expansionsinitiativen erreichen, insbesondere in China."

Für 2019 erwartet Befesa das EBITDA weiter zu verbessern. Vor allem die verbesserte Zinkpreisabsicherung wird hier eine zentrale Rolle spielen, wobei eine unvorteilhafte Entwicklung der sogenannten Treatment Charges (Schmelzlohn) als gegenteiliger Effekt erwartet wird. In Kombination mit den verbesserten Zinskonditionen wird sich das verbesserte Ergebnis voraussichtlich positiv auf das Nettoergebnis und Ergebnis je Aktie auswirken. Die Investitionen in die angekündigten Wachstumsprojekte werden für 2019 voraussichtlich rund 75 Mio. EUR betragen. Darin inbegriffen ist bereits ein Großteil der Baukosten für das erste Werk in China. Befesa erwartet, dass der Verschuldungsgrad 2019 etwa konstant bleiben wird.

In der Provinz Jiangsu baut Befesa sein erstes Werk in China das 110.000 Tonnen Stahlstaub aus Elektrolichtbogenöfen (EAF) pro Jahr recyceln soll. Der Baubeginn wird für Ende des zweiten Quartals 2019 erwartet. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.

Aktuell (26.02.2018 / 09:16Uhr) notieren die Aktien der Befesa S.A. im Xetra-Handel mit einem Plus von +0,40 EUR (+1,01%) bei 40,00 EUR.


Chart: Befesa S.A. | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: LU1704650164

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