wrapper

Die INDUS Holding AG (ISIN: DE0006200108) blickt auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Die Gruppe erzielte 2017 im fünften Jahr hintereinander einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Umsatz kletterte um 13,6 % auf 1,64 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,44 Mrd. Euro), davon 10,5 % organisch. Das EBIT stieg um 5,5 % auf 152,9 Mio. Euro (Vorjahr: 144,9 Mio. Euro). Geplant waren beim Umsatz 1,5 Mrd. Euro und beim EBIT 145 bis 150 Mio. Euro. Die Gruppe erreichte eine EBIT-Marge von 9,3 %. Ohne Effekte aus Erstkonsolidierungen konnte ein bereinigtes operatives Ergebnis von 163,7 Mio. Euro erzielt werden; die EBIT-Marge lag hier bei 10,0 %. Lediglich zwei tiefgreifende Repositionierungen in der Fahrzeug- und Metalltechnik sowie im Vorjahresvergleich deutlich angestiegene Währungsverluste verhinderten ein noch besseres Ergebnis für das Jahr 2017.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf 129,2 Mio. Euro (Vorjahr: 123,4 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 83,1 Mio. Euro (Vorjahr: 80,4 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 3,37 Euro (Vorjahr: 3,27 Euro). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 eine Anhebung der Dividende um 0,15 Euro auf 1,50 Euro vor.

Starkes Wachstum in den Segmenten

Zur INDUS-Gruppe gehören aktuell 45 Unternehmen, die in fünf Segmenten tätig sind. Die ertragsstarken Bereiche Bau-/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau haben besser als erwartet zum Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen und liegen oberhalb der Zielkorridore. Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Die Segmente Fahrzeug- und Metalltechnik liegen beim Umsatz voll im Plan, beim Ergebnis - bedingt durch den Margendruck in der Automobilbranche und die beiden Repositionierungen - unterhalb der prognostizierten Zielmargen. Mit dem weitgehenden Abschluss dieser Repositionierungen rechnet INDUS mit Ergebnisverbesserungen in beiden Segmenten.

Zwei Ergänzungsakquisitionen im neuen Jahr

2017 konnte sich die INDUS-Gruppe auf der ersten Ebene wie geplant mit M+P INTERNATIONAL, Hannover, und PEISELER, Remscheid, im Zukunftsfeld Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik verstärken. Im neuen Jahr wurde das Portfolio mit zwei weiteren Zukäufen ergänzt: Die INDUS-Tochter AURORA hat zu Jahresbeginn den Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT erworben. Mit Wirkung zum 01. April 2018 hat die INDUS-Beteiligung OFA Bamberg die Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland mit einem Jahresumsatz von rund 4 Mio. Euro übernommen.

Für das zukünftige Wachstum sieht INDUS Chancen insbesondere in den Zukunftsbranchen Technik für Infrastruktur/Logistik, Energie- und Umwelttechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie im Bereich Bau- und Sicherheitstechnik. Jürgen Abromeit: "Wir folgen hier konsequent unserem Prinzip, keine überhöhten Preise zu zahlen. Wir sprechen mit Unternehmern, die vor allem die Weiterentwicklung ihrer Gesellschaften im Blick haben. Dafür bietet die INDUS-Gruppe beste Voraussetzungen."

Hohe Stabilität durch gute Vermögens- und Finanzausstattung

Die Bilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug zum Stichtag 1,65 Mrd. Euro und lag damit um 8,6 % über dem Vorjahreswert. Die Nettoverschuldung stieg auf 398,9 Mio. Euro (Vorjahr: 376,6 Mio. Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,5 % auf 673,8 Mio. Euro (Vorjahr: 644,6 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag planmäßig bei komfortablen 40,8 % (Vorjahr: 42,4 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA blieb auf Vorjahresniveau bei 1,9 Jahren. Das Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung/ Eigenkapital) lag bei 59 % (Vorjahr: 58 %).

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit stieg 2017 auf 124,0 Mio. Euro (Vorjahr: 114,5 Mio. Euro). Die Liquidität lag bei beachtlichen 135,9 Mio. Euro (Vorjahr: 127,2 Mio. Euro). Mit 111,4 Mio. Euro hat INDUS 7,2 % mehr investiert als im Vorjahr. Für 32,4 Mio. Euro hat die INDUS-Gruppe Unternehmen gekauft, 71,3 Mio. Euro wurden in Sachanlagen investiert, 7,7 Mio. EUR entfielen auf immaterielles Anlagevermögen. Ergänzend zum Investitionsbudget von 50 Mio. Euro für Zukäufe plant INDUS, 2018 rund 88 Mio. Euro zu investieren. Neben internationalen Expansionsmaßnahmen stehen in den Beteiligungen Projekte zur Erhöhung der Effizienz im Fokus.

Auch 2018 neue Bestwerte angepeilt

Der gute konjunkturelle Rahmen bietet den INDUS-Beteiligungen die Chance, ihre Marktstellung durch Innovation und Technologiestärke weiter auszubauen. INDUS-Vorstandsvorsitzender Jürgen Abromeit sieht daher die Wachstumsperspektiven der Gruppe positiv. Zugleich sieht er politische Risiken: "Protektionismus, Säbelrasseln und populistische Regierungen schaffen Unsicherheit und Instabilität. Das hat Auswirkungen auch auf die wirtschaftliche Großwetterlage."

INDUS wird den erfolgreichen Strategiekurs Kompass 2020 auch in den Folgejahren fortsetzen "Mit unserem Förderbankmodell schaffen wir ideale Voraussetzungen für Innovationen aus den Unternehmen heraus. Und unsere Beteiligungen nutzen die aktuell guten Zeiten für ein Effizienzprogramm, das die einzelnen Gesellschaften robust macht für die Zukunft."

Nach einem sehr guten Start ins Jahr erwartet INDUS 2018 einen Gruppenumsatz zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll 154 bis 160 Mio. EUR erreichen. Bei diesen Zielgrößen unberücksichtigt sind die angestrebten Neuerwerbe auf erster und zweiter Ebene.

Lesen sie auch: INDUS: Starker Start im laufenden Geschäftsjahr

Aktuell (27.03.2018 / 08:06 Uhr) notieren die Aktien der INDUS Holding AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,40 EUR (+0,73 %) bei 55,00 EUR.


Chart: INDUS Holding AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0006200108

Anzeige

Über uns

Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

weiterlesen...

Partner

goyax logo 600x128 weiss

finanzrichten 600x114

wo logo partner

 Partner ARIVA.DE

Partner Boersennews.de