Prime Standard | elumeo-CEO im Interview: „Jooli wächst schneller als alle anderen Videoshopping-Apps“

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Auch im dritten Quartal überzeugte die elumeo SE (ISIN: DE000A11Q059) mit zweistelligen Zuwachsraten beim Direktvertrieb von hochwertigem Edelsteinschmuck. Dabei ist es den Berlinern im klassischen Webshop gelungen, knapp 50% stärker als der deutsche E-Commerce-Markt zu wachsen. Zu einem zusätzlichen Werttreiber entwickelt sich die Video-Shopping-App Jooli, die im Oktober erneut um deutlich mehr als 100 % gegenüber dem Vormonat zulegen konnte. „Mit jedem Monat vergrößert sich unser Vorsprung“, sagt Wolfgang Boyé, Vorsitzender des Verwaltungsrats, im Exklusivinterview mit dem Nebenwerte-Magazin. Voraussichtlich noch in diesem Jahr steht der Start in Indien an, im ersten Quartal 2022 sollen dann Italien und Frankreich folgen. Der gesunkene durchschnittliche Verkaufspreis bereitet Chief Sales Officer Florian Spatz kein Kopfzerbrechen: „Das ist eine von uns so erwartete Entwicklung, die unseren Erfolg bei der Neukundenakquise widerspiegelt.“ Positiv ist auch Warburg-Research-Analyst Jörg Philipp Frey gestimmt, er hat sein Kursziel für die elumeo-Aktie vor wenigen Tagen auf 13 Euro angehoben.
Herr Spatz, elumeo vertreibt hochwertigen Edelsteinschmuck über TV und Internet. Welche Bedeutung hat das Online-Geschäft inzwischen für Sie?

Florian Spatz: Beide Kanäle haben mit ihrem Wachstum im dritten Quartal zur positiven Entwicklung von elumeo beigetragen. Die Wurzeln unseres Unternehmens liegen im TV-Geschäft. Über interaktive Live-Verkaufssendungen, die auf unserem eigenen Fernsehsender ausgestrahlt werden, generieren wir weiterhin den Großteil unseres Umsatzes. Doch unser Web-Geschäft hat aufgeholt und ist dank beachtlicher Umsatzsteigerungen in den letzten Jahren zum wesentlichen Wachstumsmotor der elumeo-Gruppe geworden. Inzwischen steht Web für ein Drittel unseres Gesamtumsatzes, Tendenz steigend.

Im klassischen Webshop haben Sie im dritten Quartal ein Wachstum von 21% ausgewiesen, während das Wachstum des deutschen E-Commerce-Marktes nur bei 15% lag. Worauf führen Sie den überdurchschnittlichen Zuwachs zurück?

Florian Spatz: Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, knapp 50% stärker als der deutsche E-Commerce-Markt zu wachsen und sehen darin eine Bestätigung für unsere Onlinestrategie. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die deutliche Steigerung unserer Neukunden um 73% gegenüber dem Vorjahresquartal. Wir haben u. a. unsere Onlinemarketingkanäle optimiert und mehrere Verbesserungen in der Navigation und Nutzerfreundlichkeit unseres Webshops vorgenommen. Auch die konsequente Ausrichtung auf einen für Smartphones optimierten Webshop hat uns geholfen, die Conversion Rate von neuen Webshop-Nutzern um 24% zu steigern.

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Ein Wermutstropfen ist der auf 82 Euro gesunkene durchschnittliche Verkaufspreis gegenüber 94 Euro im Vorjahr. Bereitet Ihnen diese Entwicklung Kopfzerbrechen?

Florian Spatz: Überhaupt nicht. Das ist eine von uns so erwartete Entwicklung, die unseren Erfolg bei der Neukundenakquise widerspiegelt. Wir wissen, dass neue Kunden im Vergleich zu Bestandskunden eher niedrigpreisige Produkte bei ihren ersten Bestellungen kaufen. Angesichts der deutlichen Steigerung der Neukunden im dritten Quartal hat sich dementsprechend der durchschnittliche Verkaufspreis leicht vermindert. An unsere Bestandskunden haben wir aber weiterhin auch höherpreisige Produkte verkauft.

Herr Boyé, die im zweiten Quartal 2021 gelaunchte KI-gesteuerte Video-Shopping-App Jooli wies im Oktober ein erneutes Plus von über 100% auf. Klären Sie unsere Leser bitte kurz auf: Was ist das Besondere an Jooli?

Wolfgang Boyé: Jooli macht Shoppen im Internet unterhaltsam und einfach. Mit kurzen, maximal 90-sekündigen Videos stellen die Produktpartner auf Jooli ihre Produkte vor. Zwischen den Videos kann durch Swipen leicht gewechselt werden, das macht das Shoppen bei Jooli zu einem virtuellen Schaufensterbummel. Die Videos werden dabei von unabhängigen Partnern produziert, über die selbstentwickelte Affiliate-Plattform von Jooli gesteuert und ausgespielt und über ein Provisionsmodell abgerechnet.

Als wie groß würden Sie ihren Vorsprung mit der Jooli-App vor der Konkurrenz beschreiben?

Wolfgang Boyé: Wir wachsen im Moment deutlich schneller als alle anderen uns bekannten Videoshopping-Apps und gehen davon aus, dass das auch so bleiben wird. Vor dem Launch haben wir etwa ein Jahr Entwicklungszeit in die App investiert, wir wissen aber natürlich nicht, ob ein anderes Team im Moment einen vergleichbaren Ansatz im Verborgenen entwickelt. Dann müsste aber auch noch unser Wachstum der letzten vier Monate aufgeholt werden. Mit jedem Monat vergrößert sich unser Vorsprung also weiter.

Sie haben angekündigt, die Plattform in den kommenden Monaten um ein Ambassador-Programm zu erweitern und die ersten Schritte zur Internationalisierung der Plattform zu unternehmen. Können Sie hier schon konkreter werden? Was sind die nächsten Schritte bei Jooli?

Wolfgang Boyé: Unser Ambassador-Programm richtet sich an Influencer und bietet eine einfache und attraktive Möglichkeit, durch die Promotion von Jooli Geld zu verdienen. Auch bei der Internationalisierung machen wir gute Fortschritte, wir werden voraussichtlich noch dieses Jahr in Indien starten und dann im ersten Quartal 2022 in Italien und Frankreich.

Die Margenentwicklung war in den ersten neun Monaten 2021 sehr positiv. Haben Sie an das vierte Quartal ähnliche Erwartungen?

Florian Spatz: Wir freuen uns sehr, dass wir seit nunmehr sechs Quartalen in Folge positive Zahlen schreiben konnten und gehen davon aus, dass sich auch im vierten Quartal die positive Entwicklung fortsetzen wird, auch wenn das Wachstum aufgrund des sehr starken Q4 2020 etwas geringer als in den Vorquartalen ausfallen dürfte. Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir trotzdem ein deutliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich, wobei der Rohertrag weiterhin leicht überproportional wachsen wird.

Wenn man sich die aktuelle Bewertung von elumeo ansieht, scheint der Aktienmarkt Jooli derzeit noch keinen besonderen Wert beizumessen. Wann könnte sich dies ändern?

Wolfgang Boyé: Jooli wurde gerade erst gestartet, daher ist es normal, dass der Kapitalmarkt zunächst einmal abwartet, um besser zu verstehen, wie sich die App entwickelt. Ich gehe davon aus, dass sich das spätestens dann ändern wird, wenn wir weltweit in den wichtigsten Märkten vertreten sind und die App weiter so schnell wächst wie im Moment.

Herr Boyé, Herr Spatz, vielen Dank für das Interview.
Wolfgang Boyé | Vorsitzender des Verwaltungsrats

Amtszeit vom 26. Juni 2020 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2026.

Wolfgang Boyé, geboren am 12. November 1969 in München, Deutschland, Staatsangehörigkeit deutsch, ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der elumeo SE.

Der Diplom-Kaufmann ist Mitbegründer der Juwelo Deutschland GmbH, Berlin, eine der heutigen Tochtergesellschaften der elumeo SE. Die Gründung erfolgte nach einem MBO aus der Scholz & Friends Group, welcher von Herrn Boyé gemanagt wurde. In dieser Zeit war er Mitglied des Vorstands der Scholz & Friends AG (Berlin), zuvor Finanzvorstand der United Visions Entertainment AG (Berlin). Bei Scholz & Friends oblag Herrn Boyé der Bereich TV-Aktivitäten, bei United Visions verantwortete er neben dem Finanzressort den erfolgreichen Börsengang des Unternehmens im Jahr 2000.

Von 1995 bis 2000 war Wolfgang Boyé Projektleiter bei The Boston Consulting Group in Moskau, Russland, und Consultant in München. Zuvor absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen an der Universität St. Gallen.

Florian Spatz | Chief Sales Officer

Florian Spatz, geboren am 15. März 1990 in Santiago de Chile, Chile, Staatsangehörigkeit deutsch, ist geschäftsführender Direktor der elumeo SE. Er ist zuständig für die Steuerung und Entwicklung der Sales-Aktivitäten der Gruppe.

Zuvor war Herr Spatz als Leiter eCommerce bereits für die Onlineverkäufe der Gruppe verantwortlich. Unter seiner Führung konnte der Ergebnisbeitrag der Webshops erheblich gesteigert werden.

Von 2014 bis 2018 übernahm Herr Spatz als Business Development Manager bei elumeo SE die Leitung verschiedener Projekte in den Bereichen Sales, eCommerce und Marktforschung. Davor sammelte er Berufserfahrungen bei der Deutschen Bahn AG im Bereich Strategie und Regulierungsmanagement.

2014 schloss Herr Spatz sein deutsch-französisches Doppelmaster-Studium an der Sciences Po Paris und der Freien Universität Berlin ab. Bereits während seines Studiums war Herr Spatz als Producer für die Juwelo Deutschland GmbH tätig und am Aufbau der Aktivitäten im italienischen Markt beteiligt. Für sein unternehmerisches Engagement bei Juwelo wurde er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet.

 

Über die elumeo SE

Die elumeo-Gruppe mit Sitz in Berlin ist das führende europäische Unternehmen im elektronischen Direktvertrieb von hochwertigem, überwiegend in Indien und Thailand produziertem Edelsteinschmuck. Über eine Vielzahl von elektronischen Vertriebskanälen (TV, Internet, Smart TV und Smartphone-App) bietet das börsennotierte Unternehmen seinen Kunden insbesondere farbigen Edelsteinschmuck zu günstigen Preisen an. Die elumeo-Gruppe betreibt Homeshopping-Fernsehsender in Deutschland und Italien sowie Webshops in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Belgien.


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