Nordex überrascht mit Gewinnsprung: Windkraft-Hoffnung nimmt wieder Fahrt auf!

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Nordex Group ist solide ins Jahr 2026 gestartet und zeigt vor allem bei der Profitabilität klare Fortschritte. Nach schwierigen Jahren mit hohem Margendruck deutet sich nun eine nachhaltige Stabilisierung an – ein wichtiger Punkt für Anleger, die den Sektor zuletzt kritisch gesehen haben.

Deutliches Plus bei Ergebnis und Marge

Im ersten Quartal 2026 steigerte Nordex den Umsatz auf rund 1,6 Milliarden Euro, was einem Wachstum von gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch stärker entwickelte sich das operative Ergebnis: Das EBITDA legte um über 60 Prozent auf 130,7 Millionen Euro zu.

Besonders positiv fällt die Margenentwicklung auf. Mit 8,2 Prozent liegt die EBITDA-Marge deutlich über dem Vorjahreswert von 5,5 Prozent. Damit nähert sich das Unternehmen Schritt für Schritt einem Niveau, das für die Branche wieder als nachhaltig gilt.

Starker Auftragsbestand sorgt für Planungssicherheit

Ein wesentlicher Stabilitätsfaktor bleibt die hohe Nachfrage. Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei 17 Milliarden Euro und damit klar über dem Niveau des Vorjahres.

Auffällig ist dabei die zunehmende Bedeutung des Servicegeschäfts, das inzwischen einen großen Teil des Auftragsvolumens ausmacht. Dieses Segment gilt als margenstärker und sorgt für wiederkehrende Einnahmen – ein wichtiger Baustein für eine stabilere Ergebnisentwicklung.

Operatives Geschäft wächst weiter

Auch im operativen Geschäft zeigt sich eine positive Entwicklung. Die Produktion von Windenergieanlagen wurde deutlich ausgeweitet, ebenso die installierte Leistung. Der Fokus liegt weiterhin klar auf Europa, das den Großteil der Aktivitäten ausmacht.

Leichte Herausforderungen in der Lieferkette, etwa bei Zulieferern, konnten bislang aufgefangen werden und haben die Gesamtentwicklung nicht wesentlich beeinträchtigt.

Preisentwicklung stabilisiert sich

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt ist leicht gestiegen. Auch wenn dieser Anstieg laut Unternehmen vor allem auf Projektmix und regionale Unterschiede zurückzuführen ist, zeigt sich dennoch ein wichtiger Trend: Der extreme Preisdruck der vergangenen Jahre scheint nachzulassen.

Für die gesamte Windbranche wäre das ein positives Signal, da stabile Preise die Grundlage für nachhaltige Margen bilden.

Finanzlage bleibt solide

Die Bilanz von Nordex präsentiert sich weiterhin stabil. Das Unternehmen verfügt über eine komfortable Liquiditätsposition und weist eine Netto-Cash-Position aus.

Der freie Cashflow war im ersten Quartal zwar negativ, dies ist jedoch vor allem auf saisonale Effekte und eine Normalisierung des Working Capitals zurückzuführen und weniger als strukturelles Problem zu werten.

Einordnung für Anleger

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Nordex auf dem richtigen Weg ist. Besonders die deutliche Verbesserung der Margen dürfte am Kapitalmarkt positiv aufgenommen werden.

Im Kontext der Energiewende bleibt die Nachfrage nach Windkraftanlagen hoch. Gleichzeitig scheint sich das Marktumfeld für Hersteller langsam zu verbessern, nachdem steigende Kosten und Preisdruck lange auf den Ergebnissen lasteten.

Fazit

Nordex liefert einen überzeugenden Start ins Jahr 2026. Umsatzwachstum, deutlich verbesserte Margen und ein hoher Auftragsbestand sprechen für eine stabile Entwicklung in den kommenden Quartalen.

Sollte sich der positive Trend fortsetzen, könnte die Aktie wieder stärker in den Fokus von Investoren rücken – insbesondere im Bereich erneuerbare Energien.

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