Nordex findet Gegenmittel für Trumps Windenergiehass. Aktie vor weiterem Schub?

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Nordex SE Nordex SE: Vorläufige Jahreszahlen 2022 bestätigen Prognose

Nordex schliesst Rahmenvertrag mit VERBUND über 700 MW und festigt so seine Unabhängigkeit von politischen Rückschlägen – insbesondere in den USA unter Trump. Heute können die Norddeutschen (oder Spanier?) einen bedeutenden strategischen Coup landen.

Denn man hat einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power, der Tochter des österreichischen Energieriesen VERBUND, unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht die potenzielle Lieferung von Windturbinen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 700 Megawatt (MW) bis zum Jahr 2030 vor. Für Aktionäre sendet dieses Geschäft ein starkes Signal: Nordex festigt seine Marktposition im europäischen Onshore-Windgeschäft in einer Zeit, in der die Branche insbesondere in den USA unter der politischen Unsicherheit unter Präsident Trump leidet.

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Nordex wirft Anker für die Zukunft

Der Rahmenvertrag, unterzeichnet von den CEOs José Luis Blanco (Nordex) und Dietmar Reiner (VERBUND Green Power), sichert Nordex langfristige Absatzperspektiven in sechs europäischen Kernmärkten: Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Rumänien und Albanien. Konkret geht es um die Lieferung von bis zu 105 Turbinen der neuesten Generation mit bis zu 7 MW Leistung.

Und Michael Strugl, CEO der VERBUND AG, betonte den strategischen Wert: „Diese Zusammenarbeit mit Nordex unterstützt unser strategisches Ziel, die erneuerbare Stromerzeugung in Europa auszuweiten. Sie stärkt unsere Beschaffungsoptionen […] und sichert uns die Lieferkette in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld.“ Für Nordex ist dies eine Bestätigung der Technologieführerschaft und Zuverlässigkeit als Partner für große Energieversorger.

Deutlicher Kontrast zur US-Politik: Onshore als stabiler Pfeiler

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten globalen politischen Lage für erneuerbare Energien. Die ablehnende Haltung der US-Administration unter Präsident Trump gegenüber der Windenergie, die sich vor allem gegen Offshore-Projekte richtet, führt dort zu erheblicher Unsicherheit und potenziellen Projektverzögerungen.

Für Nordex-Aktionäre ist dies ein entscheidender Punkt: Das Geschäftsmodell von Nordex ist ausschließlich auf Onshore-Windkraft fokussiert. Während der gesamte Offshore-Sektor unter politischem Druck stehen könnte, operiert Nordex in einem Segment, das oft kostengünstiger, etablierter und in vielen Märkten – insbesondere in Europa – politisch breit unterstützt wird. Der VERBUND-Vertrag unterstreicht diese europäische Stärke und relative Unabhängigkeit von den politischen Turbulenzen in Übersee.

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Und José Luis Blanco, CEO der Nordex Group, kommentierte: „Gemeinsam mit VERBUND planen wir, bis 2030 bis zu 700 MW Windenergie […] bereitzustellen. Diese Turbinen sind für Länder wie Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Rumänien und Albanien bestimmt und ermöglichen eine zuverlässige sowie kosteneffiziente Versorgung.“

Strategische Bedeutung für die Nordex-Pipeline

Das Vertragsvolumen von 700 MW entspricht nach Unternehmensangaben etwa der Hälfte der aktuellen Windprojekt-Pipeline von VERBUND Green Power. Es handelt sich wohl nicht nur um eine reine, unverbindliche Absichtserklärung, sondern eher um einen verbindlichen Rahmen für konkrete, bereits geplante Projekte, die schrittweise in Festbestellungen umgewandelt werden sollten. Eine erste Order über neun Turbinen für Rumänien liege bereits vor. Für Nordex bedeutet dies eine bessere Planbarkeit der Kapazitätsauslastung, eine Stärkung der Beziehungen zu einem key player der europäischen Energiebranche und einen Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit der neuen N175/6.X-Turbinengeneration.

Nordex Aktionäre können…

Der heutige Rahmenvertrag ist eine natürlich positive Nachricht für Nordex-Aktionäre. Und das aus mehreren Gründen:

  1. Langfristige Planungssicherheit: Ein mehrjähriger Vertrag bis 2030 schafft Sichtbarkeit und stabilisiert die zukünftige Auftragslage.

  2. Europäische Stärke: Das Engagement mit einem führenden europäischen Versorger unterstreicht die robuste Nachfrage im Kernmarkt Europa, unabhängig von der US-Politik.

  3. Technologiebestätigung: Die Wahl von VERBUND für Nordex-Turbinen validiert das Produktportfolio und die Position als europäischer Technologieführer.

  4. Politische Resilienz: Das reine Onshore-Geschäft von Nordex bietet einen gewissen Schutz vor den spezifischen politischen Risiken, die derzeit den globalen Offshore-Windsektor belasten.

Während die globale Energiepolitik weiterhin für Schlagzeilen sorgt, demonstriert Nordex mit dieser Partnerschaft, dass das europäische Onshore-Windgeschäft auf solidem Fundament steht und weiter wachsen kann. Der Vertrag ist ein konkreter Schritt, die ambitionierte Wachstumsstrategie mit hochwertigen Aufträgen zu untermauern.

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