Nordex hat ihren Anspruch als einer der wichtigsten Player der Energiewende in Deutschland 2025 eindrucksvoll untermauert. Laut Daten der Fachagentur Windenergie an Land war Nordex im vergangenen Jahr für die Lieferung und Errichtung von 31,5 % aller neu ans Netz angeschlossenen Onshore-Windkraftanlagen (gemessen in MW) verantwortlich – und sichert sich damit zum zweiten Jahr in Folge die Marktführerschaft im Marktstammdatenregister.
In Zahlen heißt das:
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1.647 MW neu installierte Nordex-Leistung in Deutschland
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5.232,5 MW Gesamtinstallationen im Markt
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285 Nordex-Anlagen, die 2025 installiert und in Betrieb genommen wurden
Damit stammt fast jede dritte neue Onshore-Megawattstunde aus Nordex-Turbinen – ein Marktanteil, der nicht nur operativ beeindruckt, sondern auch kapitalmarktseitig ein klares Signal setzt.
285 Turbinen, 1,65 GW – was hinter den Zahlen steckt
Die 285 neu installierten Anlagen sind mehr als ein nackter Wert im Register. Sie stehen für ein Jahr, in dem der deutsche Onshore-Markt nach Jahren der Flaute wieder ernsthafte Dynamik zeigt – und Nordex sich an die Spitze dieser Entwicklung gesetzt hat.
Die von Nordex installierte Gesamtkapazität von knapp 1.647 MW entspricht einem ordentlichen Portfolio neuer Projekte: Repowering, Erweiterung bestehender Parks, neue Standorte – und das in einem Umfeld, das trotz politischem Rückenwind weiterhin von Genehmigungsprozessen, Flächenknappheit und Netzanschlussthemen geprägt ist.
Dass Nordex trotzdem den größten Einzelanteil am Zubau für sich verbuchen kann, zeigt zweierlei:
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Die Technologie – insbesondere die großen Anlagenserien – ist im deutschen Markt gesetzt.
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Die Projektabwicklung funktioniert offenbar so zuverlässig, dass Kunden dem Hersteller wiederholt große Volumina anvertrauen.
„Positive Trendwende“ – Nordex setzt auf Innovation und regionale Präsenz
Karsten Brüggemann, Vice President Region Central der Nordex Group, nutzt die Zahlen, um gleich mehrere Botschaften zu platzieren. Zunächst das Dankeschön an Kunden und Mitarbeiter, dann der Blick nach vorn:
Nordex will weiter in Innovation und Service investieren, um
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verlässliche Errichtungszeitpläne,
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hohe Energieerträge
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und eine Technologie zu liefern, die optimal auf deutsche Standorte und Netzbedingungen abgestimmt ist.
Brüggemann macht klar: Die Marktführerschaft ist kein Zufallsprodukt eines einzelnen Projektjahres, sondern das Ergebnis von Produktportfolio plus regionaler Präsenz. Und er legt noch eine Erwartung oben drauf: Man gehe davon aus, dass sich der positive Trend auch 2026 fortsetzt.
Für Projektierer und Betreiber bedeutet das: Wer auf Nordex setzt, bekommt nicht nur eine Turbine, sondern ein eingespieltes Ökosystem aus Planung, Service und regionalen Strukturen.
Deutschland als Referenzmarkt – und Sprungbrett für mehr
Deutschland ist zwar nur ein Teil des globalen Nordex-Geschäfts – aber ein besonders sichtbarer. Wer hier Marktführer ist, punktet gleich mehrfach:
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Referenzwirkung: Erfolg im komplex regulierten, technikaffinen deutschen Markt wirkt in andere Länder hinein – gerade in Europa.
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Skaleneffekte: Hohe Installationszahlen auf einem Kernmarkt verbessern Auslastung, Serviceabdeckung und Logistikketten.
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Politischer Rückenwind: Die deutsche Energiewende setzt zunehmend auf Geschwindigkeit. Hersteller, die verlässlich liefern, sind im Vorteil, wenn Ausschreibungsvolumina steigen.
Für Nordex bedeutet die erneute Marktführerschaft: Man sitzt bei der nächsten Ausbaustufe der deutschen Windenergie politisch und wirtschaftlich am großen Tisch – nicht am Rand.
Was Anleger aus den Marktanteilen lesen können
Für Investoren in die Nordex-Aktie sind die Zahlen mehr als nur Branchenstatistik. Sie geben Hinweise auf:
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Wettbewerbsposition: Zwei Jahre in Folge Marktführer beim deutschen Onshore-Zubau ist ein klares Statement gegenüber Wettbewerbern.
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Auftrags- und Umsatzbasis: Starke Installationstätigkeit in einem Kernmarkt untermauert die Pipeline, die sich bereits im Auftragseingang der letzten Quartale andeutete.
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Pricing-Power und Produktakzeptanz: Wenn sich Projektierer und Betreiber im großen Stil für Nordex entscheiden, spricht das für ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis und Vertrauen in die Technologie.
Natürlich ist damit nicht automatisch gesagt, dass Margenprobleme, Kosteninflation oder globale Lieferkettenrisiken vom Tisch sind – die gesamte Branche kämpft mit diesen Themen. Aber: Marktanteile gewinnt man selten zum Nulltarif. Wer in einem wachsenden Markt über 30 % Anteil hält, hat gute Karten, wenn sich die Rahmenbedingungen weiter normalisieren.
Kurz gesagt: Die erneute Marktführerschaft in Deutschland ist für Nordex nicht das Ziel, sondern der Ausgangspunkt. Entscheidend wird sein, wie viel Ertragskraft aus dieser starken Marktposition am Ende tatsächlich in der Gewinn- und Verlustrechnung ankommt. Bis dahin gilt: Der Wind in Deutschland weht – und Nordex steht derzeit so, dass er das eigene Rad kräftig dreht.








