Die Beteiligungsgesellschaft Mountain Alliance AG richtet ihr Portfolio radikal neu aus – und setzt dabei auf eines der derzeit heißesten Investmentthemen Europas: Defense Tech, Drohnentechnologie und Künstliche Intelligenz.
Zwar blieb das Geschäftsjahr 2025 bilanziell noch von Abschreibungen und Altlasten geprägt, doch hinter den Zahlen zeichnet sich ein strategischer Umbau ab, der für Anleger zunehmend spannend werden könnte. Besonders die Beteiligung am europäischen Drohnen- und Verteidigungstechnologie-Unternehmen Destinus rückt jetzt massiv in den Fokus.
Verlust deutlich reduziert – Fokus verschiebt sich klar Richtung Zukunftstechnologien
Mountain Alliance konnte den Jahresverlust 2025 deutlich reduzieren. Nach einem Minus von rund 1,3 Millionen Euro im Vorjahr lag der Fehlbetrag zuletzt nur noch bei rund 460.000 Euro.
Ein wichtiger Faktor war dabei der Verkauf einer Immobilie der ehemaligen Portfoliogesellschaft getlogics GmbH, der Beteiligungserträge von rund 1,28 Millionen Euro brachte.
Gleichzeitig belasteten jedoch Abschreibungen auf mehrere Beteiligungen das Ergebnis. Besonders einschneidend: die vollständige Abschreibung von getlogics infolge der geplanten Liquidation. Auch Beteiligungen wie Crealytics und Miet24 wurden wertberichtigt.
Trotzdem zeigt sich: Mountain Alliance nutzt die Marktbereinigung offenbar gezielt für eine strategische Neupositionierung.
Defense-Tech wird zur neuen Kernstrategie
Der eigentliche Blickfang für Investoren liegt mittlerweile jedoch woanders.
Mountain Alliance setzt künftig massiv auf Defense Tech, Dual-Use-Technologien, Cybersecurity, KI und Drohnensysteme – Bereiche, die europaweit derzeit enorme Kapitalzuflüsse erleben.
Besonders die Beteiligung an Destinus könnte sich dabei als entscheidender Hebel erweisen.
Das Unternehmen entwickelt autonome Flugsysteme sowie Angriffs- und Verteidigungstechnologien und gilt als einer der ambitioniertesten europäischen Defense-Tech-Player. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Destinus zuletzt durch die strategische Partnerschaft mit Rheinmetall AG zum Ausbau der europäischen Drohnenproduktion.
Für Anleger ist das hochrelevant: Der europäische Verteidigungsmarkt wächst derzeit mit enormer Dynamik – insbesondere bei autonomen Systemen und KI-gestützter Militärtechnologie.
Spekulationen über Destinus-Börsengang sorgen für Fantasie
Besonders brisant: Mountain Alliance verweist selbst auf verdichtende Bewertungsindikationen rund um Destinus sowie mögliche Spekulationen über einen Börsengang in Amsterdam.
Sollte ein IPO tatsächlich umgesetzt werden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Net Asset Value (NAV) der Gesellschaft haben.
Bereits jetzt signalisiert das Management, dass man aus der Destinus-Beteiligung deutliche positive Impulse für die zukünftige NAV-Entwicklung erwartet.
Für Nebenwerte-Investoren könnte genau darin die eigentliche Investmentstory liegen.
NAV sinkt – doch die Börse schaut nach vorne
Zwar ging der NAV je Aktie per Ende 2025 von 6,17 Euro auf 5,33 Euro zurück, doch am Kapitalmarkt dürfte zunehmend weniger die Vergangenheit und stärker die neue strategische Ausrichtung zählen.
Denn die Kombination aus:
- Defense Tech
- KI
- Cybersecurity
- Drohnentechnologie
- europäischer Sicherheitsinfrastruktur
gehört aktuell zu den am stärksten wachsenden Investmentsegmenten weltweit.
Gerade europäische Anbieter profitieren zunehmend davon, dass Regierungen ihre Verteidigungsbudgets massiv erhöhen und gleichzeitig unabhängiger von außereuropäischen Technologien werden wollen.
Turnaround oder neuer High-Growth-Nebenwert?
Mit der strategischen Neuaufstellung könnte Mountain Alliance den Wandel von einer klassischen VC-Beteiligungsgesellschaft hin zu einem fokussierten Technologie- und Defense-Tech-Investor vollziehen.
Sollten Beteiligungen wie Destinus ihre Wachstumsstory fortsetzen, könnte dies die Wahrnehmung der Aktie am Markt nachhaltig verändern.
Für risikobereite Anleger entwickelt sich Mountain Alliance damit zunehmend zu einem spekulativen Nebenwert mit erheblicher Zukunftsfantasie – allerdings weiterhin verbunden mit den typischen Risiken früher Wachstums- und Venture-Capital-Investments.















