Daldrup & Söhne vor Geothermie-Boom? Rekord-Auftragsbestand sorgt für volle Auslastung bis 2027

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Die Daldrup & Söhne AG profitiert zunehmend vom politischen Rückenwind für die Wärmewende in Deutschland. Trotz eines leicht unter den Erwartungen liegenden Umsatzes hat das Unternehmen 2025 das profitabelste Jahr seiner Geschichte erzielt – und startet mit einem Rekord-Auftragsbestand in die kommenden Jahre.

Für Anleger besonders interessant: Die Bohrkapazitäten sind rechnerisch bereits bis ins Jahr 2027 ausgelastet. Gleichzeitig könnten neue Förderprogramme und gesetzliche Erleichterungen die Nachfrage nach Geothermieprojekten weiter anheizen.

Gewinn explodiert trotz leicht rückläufiger Gesamtleistung

Auf den ersten Blick wirkt die Entwicklung überraschend. Die Gesamtleistung sank leicht auf 51,1 Millionen Euro, nachdem ein wichtiges Geothermieprojekt in Pullach erst 2026 startet.

Auf der Ergebnisseite präsentierte sich Daldrup jedoch stärker denn je.

Das EBITDA stieg auf 10,6 Millionen Euro, während das EBIT um knapp 26 % auf 8,7 Millionen Euro zulegte.

Besonders beeindruckend: Die EBIT-Marge kletterte auf außergewöhnlich starke 17,1 % und lag damit deutlich über der eigenen Prognose.

Noch deutlicher fällt die Entwicklung beim Gewinn aus:

Der Jahresüberschuss sprang um mehr als 200 % auf 7,7 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 0,42 Euro auf 1,29 Euro.

Rekord-Auftragsbestand sichert Wachstum auf Jahre hinaus

Der eigentliche Blickfang liegt jedoch beim Auftragsbestand.

Mit 128 Millionen Euro erreichte Daldrup Ende 2025 den höchsten Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte.

Selbst nach dem Abarbeiten erster Projekte lag dieser Ende März 2026 noch bei 120 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor standen lediglich 31 Millionen Euro in den Büchern.

Die Konsequenz ist bemerkenswert:

Die vorhandenen Bohrteams und Bohranlagen sind rechnerisch bereits bis in das Jahr 2027 ausgelastet.

Für Investoren bedeutet das eine außergewöhnlich hohe Planungssicherheit – ein seltenes Gut im Small-Cap-Bereich.

Geothermie wird politisch massiv gefördert

Hinter dem Nachfrageboom stehen vor allem politische Weichenstellungen.

Mit dem neuen Geothermiebeschleunigungsgesetz sowie dem KfW-Förderprogramm „Geothermie – Fündigkeitsrisiko“ wurden Ende 2025 gleich zwei wichtige Instrumente eingeführt, die den Ausbau der Geothermie deutlich erleichtern sollen.

Besonders wichtig:

  • schnellere Genehmigungen
  • geringere Projektrisiken
  • bessere Finanzierungsmöglichkeiten
  • höhere Planungssicherheit für Kommunen

Viele Städte und Gemeinden wechseln dadurch aktuell von der Konzeptphase in die konkrete Umsetzung ihrer Wärmeplanung.

Genau dort gehört Daldrup zu den führenden Spezialisten in Deutschland.

Milliardenpaket der Bundesregierung als zusätzlicher Treiber

Zusätzliche Dynamik könnte aus dem Infrastruktur-Sondervermögen der Bundesregierung kommen.

Die geplanten Investitionen von bis zu 500 Milliarden Euro sollen nicht nur Verkehrswege modernisieren, sondern auch den Ausbau von Energie- und Klimainfrastruktur beschleunigen.

Geothermie gilt dabei als wichtiger Baustein für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

Für Daldrup könnte dies in den kommenden Jahren zu einer weiteren Ausweitung des Marktpotenzials führen.

Massive Investitionen in neue Bohrtechnik

Um auf die steigende Nachfrage vorbereitet zu sein, investiert das Unternehmen kräftig in seine Kapazitäten.

2025 wurden insgesamt 5,7 Millionen Euro in neue Ausrüstung investiert.

Der Bohrgerätepark umfasst inzwischen 54 Anlagen.

Damit schafft Daldrup die Voraussetzungen, um von der erwarteten Marktexpansion im Bereich Geothermie und Exploration überproportional zu profitieren.

2026 soll das nächste Rekordjahr werden

Der Vorstand zeigt sich entsprechend optimistisch.

Für 2026 erwartet Daldrup eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen 11,5 % und 13,5 %.

Auch wenn die Marge etwas unter dem außergewöhnlichen Rekordwert von 2025 liegen dürfte, bleibt die Profitabilität auf einem für die Branche sehr hohen Niveau.

Die Kombination aus:

  • Rekord-Auftragsbestand
  • voller Auslastung bis 2027
  • politischem Rückenwind
  • starker Bilanz
  • Geothermie-Boom

macht Daldrup aktuell zu einem der interessantesten Profiteure der deutschen Wärmewende.

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