MDAX | HelloFresh im Expansionsmodus – Kauft Wachstum in USA um jeden Preis?

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HelloFresh (ISIN: DE000A161408) ist besonders stark in den USA gewachsen, erste Prognoseerhöhung im Mai, dann nächste Erhöhung im Juli, dann August und im Oktober noch mal höher – klarer Corona-Gewinner.

Und um dieses Wachsrtum noch zu beschleunigen kauft man zu. Ob der Preis angemessen ist? Wachstumswerte kosten. Und HelloFresh hat derzeit volle Kassen, Euphorieschübe und immer wieder neue Umsatzrekorde zu vermelden. Da wird man vielleicht mutiger, ob zu mutig oder strategisch genau richtig wird die Zukunft zeigen.

In Bar bis zu  277 Mio USD für rund 100 Mio Umsatz

US-Tochtergesellschaften der HelloFresh SE haben heute sämtliche Anteile der Factor75, Inc. (zusammen mit ihren Tochtergesellschaften „Factor“) erworben. Factor ist ein führender US-amerikanischer Anbieter von fertig zubereiteten, gesunden und frischen Mahlzeiten. Und der Gesamtkaufpreis, der vollständig in bar bezahlt wird, beläuft sich auf bis zu USD 277 Millionen (vorbehaltlich üblicher Kaufpreisanpassungsmechanismen). Von dem Kaufpreis sind USD 177 Millionen am Tag des Vollzugs der Transaktion (Closing) zu entrichten.

Vielleicht hilft die Übernahme auch bei den Kapazitätsproblemen in den USA, die bereits im Q3 die Umsatzsteigerungen begrenzten – hier wurde Handlungsbedarf festgestellt. Wurde heute ein Schritt zur Lösung geleistet?

Sinnvoll erscheint, dass ein wesentlicher Kaufpreisanteil erfolgsabhängig gezahlt werden wird. Nur wenn Wachstumskennziffern erreicht werden, gibt es den vollen Preis: Der verbleibende Kaufpreis von insgesamt bis zu USD 100 Millionen entfällt auf eine erfolgsabhängige Komponente, die nur ausgezahlt wird, wenn Factor zukünftig bestimmte Finanzkennzahlen erreicht (Earn-out), und auf ein Management-Incentivierungsprogramm. Für die Earn-out-Komponente hat die Gesellschaft eine Garantie übernommen. Factor rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz in Höhe von ungefähr USD 100 Millionen.

Marktanteile werden jetzt verteilt und

je mehr desto größere Skalenvorteile kann man schöpfen. Jedenfalls sollte HelloFresh durch die Corona-implizierten geänderten Einkaufs- und Essgewohnheiten bestimmt nicht nur kurz-, mittel- sondern auch langfristig profitieren. Früher hieß es bei HelloFresh:“Erst wachsen, Marktanteile gewinnen, dann Geld verdienen.“. Und jetzt heißt es wachsen und dabei Geld verdienen. Explosionsartig wachsen, angeschoben durch die Lock-down’s weltweit  haben sich die sowieso schon beeindruckenden Wachstumszahlen der Vorjahre nochmals beschleunigt.

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Q3 reiht sich in eine Reihe von Rekorden ein

Mit fünf Millionen aktiven Kunden erreichte HelloFresh einen neuen Höchstwert. Die Anzahl der Bestellungen stieg im Vorjahresvergleich um 114 Prozent auf 19,49 Mio. Durch das anhaltend starke Interesse aktiver Kunden sowie den Anstieg von Neukunden in den beiden Unternehmenssegmenten International und USA, erreichte HelloFresh im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 120,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt 127,7 Prozent im Vorjahresvergleich). Der Umsatz der Gruppe stieg damit auf 970,2 Mio Euro (Q3 2019: 440,6 Mio Euro).
Infolge niedriger Marketingkosten und einer fortlaufenden Verbesserung des Deckungsbeitrags im Vorjahresvergleich stieg die bereinigte EBITDA Marge von HelloFresh trotz der Sommersaisonalität im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA belief sich damit auf 114,7 Mio. Euro.

Unsere Reihe über Wasserstoffaktien:

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H2TEIL2: Plug Power Inc. – Kursdelle+Kaufkurse oder geht es weiter runter?

H2TEIL3: Nel Asa – Elektrolyse, Tankstellen und mehr, Milliardenmarkt. Für Nel?

H2TEIL4:NIKOLA Corp. – TESLA Nachfolger auf dem Weg?

H2TEIL5:SFC Energy AG. – Deutschlands Ballard Power?

H2TEIL6: Linde und Air Liquide – zwei Großkonzerne, die Wasserstoff in der DNA haben oder eben zukaufen können 

H2TEIL7: Bloom Energy Corp. die bessere Plug Power? Knapp 1 Mrd. USD Umsatz mit Brennstoffzellen und jetzt „green“ mit Elektrolystechnik zusätzlich

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Anlässlich der endgültigen Q3 Zehlen meinte Dominik Richter, Mitgründer und CEO von HelloFresh:

„Während der Pandemie hat sich der Trend, mehr Mahlzeiten zu Hause zu essen, verstärkt. Verbraucher verlassen sich nach wie vor auf E-Commerce-Angebote, um Lebensmittel sicher und bequem einzukaufen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund der aktuellen Lage weiterhin viel von zu Hause arbeiten und entsprechend mehr Mahlzeiten in ihren eigenen vier Wänden einnehmen werden. Das spiegelt auch unser anhaltend starkes Kundenwachstum und das hohe Interesse seitens unserer Bestandskunden in sämtlichen Märkten wieder – und das, obwohl Beschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie im dritten Quartal gelockert wurden.

Wir gehen davon aus, dass die genannten Faktoren dafür sorgen, dass der Trend langfristig erhalten bleibt

Und dazu noch Gewinn – das gibt Schubkraft

Sowohl das Segment International als auch das Segment USA haben ihren Umsatz im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt. Der Umsatz im Segment International stieg währungsbereinigt um 131,5 Prozent, im Segment USA wuchs er, trotz anhaltender Kapazitätsengpässe im gesamten Quartal, um 124,7 Prozent. Entsprechend erzielten beide Segmente eine starke positive bereinigte EBITDA Marge. Während das Segment International ein bereinigtes EBITDA von 69,9 Mio. Euro und einer bereinigten EBITDA Marge von 15,7 Prozent erzielte, erreichte das Segment USA ein bereinigtes EBITDA von 57,6 Mio. Euro, was einer bereinigten EBITDA Marge von 10,9 Prozent entspricht. GERADE IN DEN USA AM RANDE DER KAPAZITÄTEN – DURCHGEHEND! Also noch viel Luft und viel Management notwendig, damit die Kapazitäten in die neue Größenordnung wachsen – schnell.

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Jahresprognose angehoben! Zum gefühlt hundertsen Mal dieses Jahr

Beim letzten Erhöhen der Prognose durch die HelloFresh meinten wir schon: „ wenig überraschend – und auch hier denken wir, das „noch ein wenig Luft“ sein könnte in den nächsten Monaten“

UND SO kam es dann wieder bei den ersten Indikationen für das Q3: „Aufgrund dieser starken Entwicklung im dritten Quartal 2020 und weiterhin starker Entwicklung zu Beginn des vierten Quartals 2020 erhöht die Gesellschaft ihre Prognose bezüglich des Konzernumsatzwachstums für das Geschäftsjahr 2020 auf währungsbereinigter Basis von bislang zwischen 75% und 95% auf nunmehr zwischen 95% und 105%. In der Berichtswährung der Gesellschaft (Euro) würde das Konzernumsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2020 auf Basis der derzeitigen Wechselkurse ungefähr 4 Prozentpunkte geringer ausfallen und sich mithin auf zwischen 91% und 101% belaufen.

Der arithmetische Mittelwert der bis zum 16. Oktober 2020 veröffentlichten Analystenschätzungen bezüglich des Konzernumsatzwachstums in Euro beläuft sich auf 81%. Zudem erhöht die Gesellschaft ihre Prognose bezüglich der Konzern-AEBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2020 von bislang zwischen 9% und 11% auf nunmehr zwischen 11,25% und 12,75% (arithmetischer Mittelwert der bis zum 16. Oktober 2020 veröffentlichten Analystenschätzungen: 10,4%).

Noch im Mai

Wie explosionsartig die Entwicklungen sind, zeigen die Aussagen noch vom 05.05.2020, als man bereits die „erste Prognoseanpassung“ mitteilete: Seinerzeit wurde das bisher erwartete währungsbereinigte Umsatzwachstum der Gruppe von bisher 22-27% auf 40-55% erhöht. Die erwartete bereinigte EBITDA-Marge der Gruppe lag am 05.05. bei 6,0-10,0%, von zuvor 4,0-5,5%. – Dann im Juli hieß es dann:Aufgrund dieser starken Performance im zweiten Quartal 2020 und weiterhin starker Entwicklung zu Beginn des dritten Quartals 2020 erhöht die Gesellschaft ihre Prognose bezüglich des Konzernumsatzwachstums für das Geschäftsjahr 2020 auf währungsbereinigter Basis von bislang zwischen 40% und 55% auf nunmehr zwischen 55% und 70% und verengt ihre Prognose bezüglich der Konzern-AEBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2020 von bislang zwischen 6% und 10% auf nunmehr zwischen 8% und 10%

Dann im August ging man noch weiter: „Das Unternehmen erhöht daher die Prognose für das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2020 von bislang zwischen 55 % und 70 % auf nunmehr zwischen 75 % und 95 %. Die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge der Gruppe, erhöht HelloFresh für das Geschäftsjahr 2020 von bislang zwischen 8 % und 10 % auf nunmehr zwischen 9 % und 11

JETZT NOCHMAL einen drauf. Spannend. Das Ende der Fahnenstange?

Aktuell (23.11.2020 / 15:17 Uhr) notieren die Aktien der HelloFresh SE im Frankfurter -Handel zum Schluss gestern mit einem kräftigen Plus von 3,30 EUR (6,46 %) bei 54,34 EUR.. Auch diese Aktie können Sie bereits ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln


Chart: HelloFresh SE | Powered by GOYAX.de
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