HOCHTIEF steigerte operativen Gewinn um 19% auf 118 Mio. Euro

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HOCHTIEF steigerte operativen Gewinn um 19% auf 118 Mio. Euro // Guidance bestätigt // Squeeze-out bei CIMIC gestartet
HOCHTIEF (ISIN: DE0006070006) hat im ersten Quartal 2022 trotz der erheblichen Herausforderungen zu Jahresbeginn gute Ergebnisse erzielt und konnte den Auftragsbestand weiter ausbauen“,
sagte CEO Marcelino Fernández Verdes.Zugleich haben wir auch bei unserem Übernahmeangebot zum Erwerb der restlichen Minderheitsanteile an CIMIC bedeutende Fortschritte erzielt. Wir erwarten, dass wir im zweiten Quartal zu 100 Prozent in Besitz unseres australischen Unternehmens kommen werden.“

Der nominale Konzerngewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent beziehungsweise 20 Millionen Euro auf 106 Millionen Euro. Dabei legte der Umsatz um 8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu aus. Der operative Konzerngewinn erhöhte sich um 19 Millionen Euro auf 118 Millionen Euro, ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 22 Millionen Euro beziehungsweise 14 Prozent auf über 179 Millionen Euro. Dazu trugen vor allem die Division Asia Pacific und Abertis bei. Die Margen zeigten sich konzernweit weiterhin robust und die von HOCHTIEF generierte operative PBT-Marge blieb vor Berücksichtigung von Abertis mit 3,3 Prozent stabil. Der Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an dem Mautstraßenbetreiber erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 8 Millionen Euro auf 5 Millionen Euro. Das Verkehrsaufkommen im ersten Quartal 2022 lag über dem Vor-Covid-Niveau des ersten Quartals 2019.

Der Nettoabfluss beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelt die für das erste Quartal des Geschäftsjahres typischen saisonalen Schwankungen sowie signifikante Effekte aus Wechselkursänderungen wider. Betrachtet man zur Eliminierung saisonaler Effekte die vergangenen zwölf Monate, verzeichnete HOCHTIEF eine starke Entwicklung und erzielte einen Free Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 648 Millionen Euro vor Factoring. Dies bedeutete einen Anstieg um 79 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.

Ende März 2022 wies HOCHTIEF eine Nettofinanzverschuldung von 351 Millionen Euro aus. Bereinigt um die Factoring-Schwankungen der vergangenen zwölf Monate sowie die Investition in CIMIC-Aktien in Höhe von 364 Millionen Euro würde der Konzern ein Nettofinanzvermögen von 249 Millionen Euro ausweisen. Auf dieser vergleichbaren Basis ergibt sich damit im Vorjahresvergleich ein Anstieg beim Net Cash um 242 Millionen Euro. Hier ist die Aktionärsvergütung von 311 Millionen Euro in den vergangenen zwölf Monaten bereits herausgerechnet. Der Konzern beendete das Berichtsquartal mit einer starken Liquiditätsposition von 4,5 Milliarden Euro.

Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf über 6,5 Milliarden Euro. Über die vergangenen zwölf Monate betrachtet verzeichneten alle Divisions weiterhin starke Auftragseingänge, die sich auf das 1,2-Fache der Leistung beliefen. In der Folge beläuft sich der Auftragsbestand des Konzerns auf mehr als 50 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,6 Milliarden Euro beziehungsweise 6 Prozent seit März 2021. Der Anteil der Projekte mit niedrigerem Risiko ist in den vergangenen vier Jahren erheblich gestiegen – auf aktuell über 80 Prozent des Auftragsbestands.

CIMIC-Übernahmeangebot

Ein wesentliches Element der Konzernstrategie ist das aktive Ausloten strategischer Investitionsmöglichkeiten. Am 23. Februar hat HOCHTIEF ein bedingungsloses und endgültiges außerbörsliches Übernahmeangebot für die 21,4 Prozent Streubesitzaktien von CIMIC zu 22 australischen Dollar je Aktie unterbreitet. Anfang Mai 2022 besaß HOCHTIEF über 96 Prozent der CIMIC Group Limited als Ergebnis des Übernahmeangebots. HOCHTIEF hat einen Zwangserwerb (Squeeze-out) aller Anteile an CIMIC gestartet, die HOCHTIEF nicht bereits besitzt; dieser soll im Laufe des zweiten Quartals 2022 beendet werden. Am 6. Mai 2022 wurde der Handel der CIMIC-Aktien an der australischen Börse eingestellt.

Konzernausblick

HOCHTIEF ist mit seiner soliden, langjährigen Präsenz in den wichtigsten lokalen Märkten, einem risikominimierten und wachsenden Auftragsbestand und der identifizierten Tender-Pipeline mit Ausschreibungen relevanter Projekte im Wert von über 600 Milliarden Euro für 2022 und darüber hinaus, darunter auch PPP-Projekte, für die Zukunft gut positioniert. Zusätzliche Geschäftschancen ergeben sich durch zahlreiche staatliche Konjunkturpakete und den verstärkten Fokus auf umweltfreundliche Projekte. Zudem wird HOCHTIEF 2022 die weltweite Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans 2025 weiter vorantreiben.

Für 2022 strebt HOCHTIEF einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 475 bis 520 Millionen Euro an, ein Anstieg um 5 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vorbehaltlich der Marktbedingungen.


Chart: HOCHTIEF AG | Powered by GOYAX.de
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