MDAX | Encavis Aktie gefragt, aber nicht nur die allein 13,8 % meldepflichtig leerverkauften Aktien sind ein Problem.

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Das MDAX-Mitglied ENCAVIS AG (ISIN: DE0006095003) setzt konsequent den Ausbau seines Portfolios fort – auch wenn die Witterunsgverhältnisse im ersten Quartal „Ertrag und Umsatz“ kosteten. Sonne und Wind lassen sich halt nur bedingt planen.

Und wie letztes Jahr wurde den Aktionären auch dieses Jahr eine alternative Dividende in Form neuer Encavis Aktien angeboten. Doch während im letzten Jahr noch am 15.06.2021 mit stolz verlautete: „Deutliche Mehrheit der Encavis-Aktionäre (61,5 %) ziehen neue Encavis-Aktien der Bardividende vor„sah die Resonanz in diesem Jahr schlechter aus: „Nur“ 42,9 % wollten diesmal die Aktie.

Überraschend die Formulierung der Encavis in diesem Zusammenhang:

„Großteil der Encavis-Aktionäre (42,9 %) ziehen neue Encavis-Aktien der Bardividende vor“ (CN Encavis, 28.06.)

Auch wenn es nicht der Großteil der Aktionäre war, immerhin ein respektables Ergebnis. Aber der Großteil der Aktionäre schlug diesmal die angebotene „Aktiendividende“ aus. Weshalb könnte man sich fragen? Oder besser gesagt sollte sich die Encavis fragen. Die Antwort liegt vielleicht in den witterunsgbedingt schlechteren Quartalsergebnissen begründet? Vielleicht in der Aktienkursperformance, die sich seit dem Hoch bei 25,45 EUR zu Anfang dieses Jahres im Rückwärtsgang  befindet? Vielleicht sollten die steigenden Shortpositionen in der Envcavis Aktie ins Kalkül gezogen werden?

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Shortpositionen erreichen Höchststände

Und hier wird die Schar der Leerverkäufer von  Citadel Europe angeführt, die allein für eine Leerverkaufsposition von 5,81 % aller Aktien stehen (letzte Erhöhung 02.06.2021). Dazu kommen weitere 6 Hedgefonds, die die Meldegrenze von 0,5 % erreichen. Insgesamt sind allein MELDEPFLICHTIG  rund 13,38 % aller Encavis Aktien leerverkauft – dazu die nicht meldepflichtigen Positionen. Schon eine nennenswerte „Hypothek“ für die weitere Kursentwicklung.

Nicht hilfreich ist dabei eine Unternehmenskommunikation die „schönmalerisch“ herüberkommt

Und so bleibt beim Lesen der Corporate News ein Geschmack: „Wir freuen uns sehr, dass sich erneut ein Großteil unserer Aktionäre für die Aktiendividende entschieden hat – ein erneuter Vertrauensbeweis in das Potenzial unserer profitablen Wachstums-strategie, der zugleich Liquidität für weitere Investitionen im Unternehmen belässt. Selbstverständlich werden wir unsere Aktionäre auch zukünftig am Erfolg der Encavis AG teilhaben lassen. Wie bereits im März 2017 angekündigt, planen wir für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro je Aktie auszuschütten. Wir bieten unseren Aktionären mit der Wahldividende auch in den kommenden Jahren die größtmögliche Flexibilität“, begrüßte Dr. Christoph Husmann, CFO der Encavis AG, die erneut hohe Annahmequote (42,9%) der Aktiendividende. (CN, 28.06.2021, Encavis AG)

Encavis im Q1 enttäuschte etwas – lag an den Witterungsverhältnissen

Encavis erhöhte seine eigenen Stromerzeugungskapazitäten im Q1/2021 gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 40% auf aktuell 1,8 Gigawatt (Vorjahr 1,3 GW). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die beiden spanischen Projekte La Cabrera (200 MW Netzanschluss im September 2020) und Talayuela (300 MW Netzanschluss im Januar 2021).

Umsätze Minus 10 % – Windverhältnisse  waren nicht günstig

An den vorliegenden Quartalszahlen  erkennt man die  teilweise „Unberechenbarkeit“ der erneuerbaren Energien – Wind und Sonne lassen sich nur bedingt planen. Und letztendlich hilft nur regionale Risikostreuung dabei, diese Schwankungen zu reduzieren. Der Konzern erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 58,9 Mio EUR (Vorjahr: 65,2 Mio EUR). Und erwartet wurden 56,697 Mio EUR im Schnitt. Dieser Rückgang um rund 10% ist auf die schwache Windperformance insbesondere in den Monaten Januar und Februar zurückzuführen. Die Umsatzerlöse des Windparkportfolios lagen im ersten Quartal 2021 um rund 6,9 Millionen Euro unterhalb des Vorjahreswertes.

Und hieran werden dann die Zahlen zu messen sein:

Analysts'

Solar wuchs nur wegen der beiden neuen spanischen Parks in absoluten Zahlen

Die Umsatzerlöse der Solarparks lagen hingegen rund 1,6 Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Sonneneinstrahlung war zwar insgesamt geringer als im Vorjahr, jedoch konnten die beiden im September 2020 bzw. Januar 2021 ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks diesen Rückgang mehr als ausgleichen. Der Park Talayuela befand sich im ersten Quartal wie geplant noch in der Ramp-Up-Phase, so dass die Umsatzerlöse entsprechend niedriger ausfielen, als wäre der Park bereits im gesamten Zeitraum vollständig produktiv gewesen. Im Segment Asset Management lagen die Umsatzerlöse rund 1,0 Mio EUR niedriger als im Vorjahr.

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Die Hornbach-Gruppe konnte nochmals die Umsätze im ersten Quartal steigern und traut sich doch nur zu einer vorsichtig erscheinenden Prognose,

EBITDA – operativ – 39,3 Mio EUR (Vorjahr 50,6 Mio EUR) – erwartet waren 40,9 Mio EUR

Und der Ergebnisrückgang basiert auf den wachstumsbedingt erhöhten Kosten für die zusätzlich ans Netz angeschlossenen spanischen Parks und dem Entfall eines Einmaleffekts im Vorjahresquartal bei gleichzeitigem Umsatzrückgang infolge der oben beschriebenen Wettereffekte. Durch den Ausbau des Segments PV hat sich der saisonale Kosteneffekt auf die Ergebnisstruktur noch verstärkt. Dieser wurde noch dadurch intensiviert, dass der sonst kompensierende Umsatz des Windbereichs aufgrund sehr ungünstiger meteorologischer Bedingungen ausblieb. Die Windbedingungen waren nicht nur schlechter als das langfristige 20-jährige Mittel, sondern fielen insbesondere gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ab, das durch besonders gute meteorologische Bedingungen geprägt war.

Wetterbedingungen sind kursorisch

Operatives EBIT 13,0 Mio EUR (Vorjahr: 28,1 Mio EUR), auch hier ist der Ergebnisrückgang auf die zuvor genannten Effekte zurückzuführen.

„Der planmäßige Kapazitätsaufbau unseres Wind- und Solarparkportfolios ist Grundlage des fundamentalen Umsatz- und Ergebniswachstums im laufenden Jahr. Die schwachen Wetterbedingungen des ersten Quartals stellen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit saisonalen Schwankungen unsere Prognose für das laufende Jahr nicht infrage“ erläuterte bei Vorlage der Quartalszahlen  Dr. Christoph Husmann, CFO der Encavis AG, das Auftaktquartal von Encavis.

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