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Trotz Corona wird das am 31.05. endende Geschäftsjahr der HELLA GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE000A13SX22) noch relativ glimpflich ausgehen, aber Wertberichtigungen von 500 Mio. EUR werden dem Konzern einen Verlust bescheren.

Statt der ohne Corona geplanten EBIT-Marge von 6,5-7,5 % und einem Umsatz von 6,5 bis 7,0 Mrd. EUR - diese Prognose wurde bereits am 18.03. als nicht mehr erreichbar eingestuft - werden es jetzt nur noch 5,7-5,8 Mrd. EUR mit einer bereinigten EBIT-Marge von rund 4%. Da man jedoch davon ausgeht, dass der Nachfrageeinbruch in der Automobilproduktion längerfristig zu geringeren Produktions- und somit Nachfragemengen führen wird, nimmt man gleichzeitig im letzten Quartal umfangreiche Wertberichtigungen in Höhe von rund 500 Mio. EUR vor - Großreinemachen, wenn schon dann richtig. Macht die zukünftigen Zahlen "schöner", wenn es denn wieder nach oben geht. Die EBIT-Marge von 4% ist als Jahresergebnis unter diesen besonderen Umständen "nicht so schlecht".

Ob die Abschreibung in dieser Größenordnung letztendlich wirklich notwendig war, werden erst die Automobilproduktionszahlen der nächsten Monate respektive Jahre zeigen. Jedenfalls kann HELLA so in den nächsten Jahren wieder akzeptable Margen erreichen, da zukünftig geringere "normale" Abschreibungen den Gewinn reduzieren werden.

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Keine Dividende - macht Sinn

Der Vorstand wird der Hauptversammlung das Aussetzen der Dividendenzahlung für das jetzt endende Geschäftsjahr vorschlagen. Die umfangreichen Sparmaßnahmen und Investitionskürzungen werden dauerhaft den Kostenblock reduzieren und HELLA möglicherweise nach der Krise als einen derjenigen dastehen lassen, der gegenüber einer geschwächten Konkurrenz seine Marketshare erhöhen könnte. Offiziell teilet man folglich heute mit: "Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 wird HELLA darüber hinaus nichtzahlungswirksame Wertminderungen von rund 500 Millionen Euro berücksichtigen. Die erwarteten Wertminderungen resultieren im Wesentlichen aus dem deutlich reduzierten Marktvolumen infolge der Covid-19-Pandemie sowie der Annahme, dass das weltweite Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auch mittel- bis langfristig signifikant unter den vor der Corona-Krise getroffenen Planungsannahmen und Markterwartungen liegen wird und dies zu einer geringeren Auslastung des globalen HELLA Produktionsnetzwerks führen wird. Die Wertminderungen werden sich auf bestimmte Finanzkennzahlen wie das berichtete EBIT, das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis sowie die Eigenkapitalquote auswirken, aber keinen Einfluss auf die bereinigte EBIT-Marge haben."

Wichtig ist, dass HELLA als Zulieferer sowohl für E-Autos als auch für konventionelle Autos gleichermaßen relevant ist. Denn man ist "Spezialisiert auf innovative Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik ist HELLA seit mehr als hundert Jahren ein wichtiger Partner der Automobilindustrie sowie des Aftermarket. Darüber hinaus entwickelt, fertigt und vertreibt HELLA im Segment Special Applications Licht- und Elektronikprodukte für Spezialfahrzeuge." Also eher einer der interessanteren Automobilzulieferer - mit potentiell gereinigter Bilanz auch zukünftig für möglicherweise höhere Margen prädestiniert - vielleicht...

Aktuell (25.05.2020 / 16:12 Uhr) notieren die Aktien der HELLA GmbH & Co. KGaA im XETRA-Handel mit einem Plus von 0,32 EUR (0,95 %) bei 34,18 EUR. Auch diese Aktie können Sie für nur 4,00 EUR auf Smartbroker handeln.


Chart: HELLA GmbH & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A13SX22

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