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Bessere Geschäfte und der Erfolg des Sparkurses haben dem Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009) im ersten Halbjahr 2015 einen Gewinn von 34 Mio. EUR beschert.


Gesamtjahresprognose angehoben

Wegen schlecht laufender Rüstungsgeschäfte musste das Unternehmen aus Düsseldorf in 2014 einen Verlust von 6 Mio. EUR auf Sicht des ersten Halbjahres und auf das gesamte Jahr gesehen von 5,8 Mio. EUR verbuchen. Eine steigende Nachfrage in beiden Unternehmensbereichen, der exportfördernde schwache Eurokurs und die Erfolge des Kostensenkungsprogramms scheinen Rheinmetall jedoch wieder auf dauerhaften Wachstumskurs zu bringen.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 12% auf 2,39 Mrd. EUR an. Stärkster Bereich ist mit einem Zuwachs von 8% auf 1,34 Mrd. EUR die Sparte Automotive. Die Rüstungssparte Defence legte beim Umsatz um 18% auf 1,05 Mrd. EUR zu. Die Sparte schreibt beim Ebit zwar noch 27 Mio. EUR Verlust, dieser konnte aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Mio. EUR verringert werden.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde um 49 Mio. EUR auf 79 Mio. EUR verbessert. Beim Jahresausblick ist der Konzern nun etwas optimistischer. Die Prognose von 4,8 bis 5 Mrd. EUR Umsatz wurde auf mindestens 5 Mrd. EUR angehoben. Das Ebit soll sich um 56% auf 250 Mio. EUR erhöhen. Die Auftragsbücher sind mit einem Wert von 7,1 Mrd. EUR gut gefüllt.


Zunehmende Dynamik im Rüstungsgeschäft

Die Unternehmenssparte Automotive profitiert zurzeit von der hohen Fahrzeugnachfrage in Europa und den USA. Von der momentanen Wachstumsschwäche in China soll der Bereich kaum betroffen sein. In den nächsten zwei Jahren könnte die Rüstungssparte jedoch zum umsatzstärksten Bereich des Konzerns werden.

In Hinblick auf die weltweiten Krisenherde kann Rheinmetall im Bereich Defence wohl mit einem starken Umsatzwachstum rechnen. Eine ständige Aufrüstung findet besonders im Nahen Osten statt, wo sich mit Saudi-Arabien, den Emiraten und der Türkei viele Stammkunden des Konzerns befinden. In letzterem plant Rheinmetall ein Joint-Venture mit dem staatlichen Rüstungskonzern MKEK. Durch die Bedrohung des Islamischen Staates (IS) und andere seit Jahrzehnten schwelenden Konflikte wird hier einer der wichtigsten Märkte bleiben.

In zuletzt eher schwächelnden Absatzmärkten lässt die Ukrainekrise in vielen NATO-Mitgliedsstaaten, somit vor allem in Europa, die Rüstungsausgaben wieder ansteigen. Ein weiteres Joint-Venture ist mit dem Konzern PGZ aus Polen geplant und ein neuer Auftrag ging aus Großbritannien ein. Besonders im Heimatmarkt Deutschland kann das Unternehmen von der geforderten Aufrüstung und der möglicherweise staatlichen Unterstützung für den zur Schlüsseltechnologie erklärten Bereich der Panzerfahrzeuge profitieren.

 

 

Die Anleger honorierten die jüngste Entwicklung und die Halbjahreszahlen mit einem Kursanstieg auf derzeit 55,38 EUR. Seit Beginn des Jahres legte der Titel um über 52% zu. Die Gesamtjahresprognose des Konzerns unterstützt derweil den weiteren Aufwärtstrend. Langfristig könnte eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem neuen Allzeithoch, welches in 2007 mit 74,12 EUR markiert wurde, führen.

 

Einschätzung des Nebenwerte Magazins zur Rheinmetall AG auf sharewise.com: https://www.sharewise.com/de/ratings/547466

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