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Die Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001) ist auf der Suche nach neuem, sicherem Geschäft mit Wachstumspotential. Windenergie ist hier eine Alternative. Früher Schiffsfinanzierungen, heute Windenergieprojekte?

Im Vorfeld der Husum Wind, die vom 10. bis 13. September 2019 stattfindet, stellte die Commerzbank heute in Hamburg ihre Markteinschätzungen und eigene Positionierung im Windenergiemarkt vor: "(...)ist es ein Muss für alle Akteure im Markt, sich international aufzustellen, um im Ausland neue Märkte zu erschließen und kostengünstiger produzieren zu können“, erläuterte Berthold Bonanni, Leiter des Bereichs Energie (CoC Energy) der Commerzbank AG.

So auch die Commerzbank als wichtiger Finanzierungspartner national und immer mehr auch international: Mit Blick auf das erwartete geringere Geschäftspotenzial für Onshoreanlagen im Inland hat die Commerzbank bereits in den vergangenen Jahren die internationalen Aktivitäten ausgeweitet und vermehrt Transaktionen im Ausland zum Beispiel in den USA, Skandinavien, Spanien und Chile begleitet.

Die Commerzbank, die bisher im Offshoresegment ihre Schwerpunkte in Deutschland, Benelux, Großbritannien und Frankreich hatte, sieht neben einem weiteren Geschäftsausbau in Europa große Chancen in den USA, wo schon seit Jahren ein lokales Team in New York etabliert ist. Auch bezüglich Asien, insbesondere in Südkorea, Japan und Taiwan, wo man bereits eine erste Offshorefinanzierung begleitet und eine weitere vielversprechende Transaktion prüft, ist man zuversichtlich.

Neue Projekte auf PPA (Power Purchase Agreements/langfristige Stromlieferverträge)-Basis erwartet die Commerzbank in Deutschland aktuell nur bei Fotovoltaik-Großanlagen, die nicht EEG-förderfähig sind. Tendenziell sinkende Vergütungssätze und fallende Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien lassen PPAs attraktiver werden. Insbesondere die Erwartung steigender Strompreise bietet für industrielle Stromkunden eine Möglichkeit, sich heute langfristig mit (grünem) Strom einzudecken. Nachhaltigkeitsbestrebungen der Unternehmen erhöhen die Nachfrage nach grünen PPAs. Um solche langfristigen Stromabnahmeverträge mit Laufzeiten von 10 bis 15 Jahren als Grundlage für Projektfinanzierungen nutzen zu können, kommen allerdings nur Stromabnehmer mit guten Bonitäten infrage.

„Das Erreichen politischer Ausbauziele ausschließlich auf Basis von PPAs erscheint aus heutiger Sicht aufgrund der begrenzten Nachfrage mit guten Bonitäten unrealistisch. Um den dringend erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien zu festigen und die Klimaziele zu erreichen, sind sie als Ergänzung zu einem Förderregime, welches auch für eine gesellschaftlich erwünschte Akteursvielfalt Vorteile bringt, aber sinnvoll“, so Bonanni.

Führende Position - wenigstens in der Nische

Die Commerzbank AG mit ihrem Competence Center Energy (Hauptsitz Hamburg) ist einer der führenden Finanzierer von erneuerbaren Energien mit einem Kreditvolumen von rund 4,9 Mrd. Euro in Projektfinanzierungen und rund 0,9 Mrd. Euro an Unternehmensfinanzierungen. Die Commerzbank hat rund 15 % der Windkapazität in Deutschland finanziert.

So könnte es gehen...

Den Kunden Mehrwert bieten und mal Vorreiter oder bevorzugter Ansprechpartner sein. Die deutschen Banken haben viel Zeit mit Nabelschau, Weltbankträumen und abgehobenen Produkten verschwendet. Das hier ist mal ein Beispiel für kundenorientiertes, nah am Markt liegendes Engagement. So sollten die Produkte aussehen, um Unternehmen an eine Bank zu binden und die Bank wieder zum Partner der Unternehmen zu machen. Genauso wie Blockchaintechnologien zur Vereinfachung und Beschleunigung von wirtschaftlichen Prozessen ihre Wirksamkeit bei hunderten von FinTechs zeigen, und mittlerweile ja auch von der Commerzbank aktiv eingesetzt und unterstützt werden.  Und Windenergiefinanzierungen als professioneller Partner, auch nicht schlecht. Man muss sich irgendwie von den anderen abheben, um seine Existenzberechtigung zu behalten. die Commerzbank arbeitet zumindest daran, an verschiedenen Fronten, gut so, genug?

Commerzbank mit großer Vergangenheit, aber auch mit Zukunft? Was sagt die Unternehmensanalyse von HEUTE zu ihren Perspektiven?

Aktuell (10.09.2019 / 14:00 Uhr) notieren die Aktien der Commerzbank AG. im Xetra-Handel mit einem Plus von + 0,14 EUR (+ 2,45 %) bei 5,82 EUR.

 

 

 

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000CBK1001

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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