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Am Mittwochabend kündigte der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger SE (ISIN: DE0005909006) den Verkauf seiner Kraftwerkssparte Power an und gab eine weitere Gewinnwarnung für das laufende Halbjahr bekannt.

Erlöse decken nicht die Verluste

Neben den Kosten der andauernden Restrukturierung und weiteren außerplanmäßigen Abschreibungen belastet die Sparte den Konzern mit einem operativen Verlust von 100 Mio. EUR im ersten Halbjahr. Auch der Verkauf der Beteiligungen in Nigeria kann das Ergebnis nicht stabilisieren.

Bilfinger verkauft seine 30,3% Anteile an der Julius Berger Nigeria plc und 10% an deren Tochterunternehmen in Wiesbaden für rund 100 Mio. EUR an nigerianische Investoren. 60 Mio. EUR des Erlöses werden im zweiten Quartal, der Rest im dritten verbucht.

 

Bodenbildung weit entfernt?

Die Aktie des MDAX-Unternehmens gab nach der Ankündigung stark nach und markierte mit 31,31 EUR den tiefsten Stand seit sechs Jahren. Der Kurs steht bereits seit Mitte Juni letzten Jahres durch Gewinnwarnungen und durch die laufende Restrukturierung unter Druck. Damals notierte der Kurs noch bei über 80 EUR.

Die vorherige Gewinnwarnung im April hatte die Aktie nach einer Erholung in den ersten vier Monaten des Jahres wieder abstürzen lassen. Einige Analysten sehen aktuell noch keine Bodenbildung.