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Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Konzernumsatz der Fuchs Petrolub SE (ISIN: DE0005790430) erneut und erreichte mit 2,6 Mrd. EUR ein neues Rekordniveau.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 383 Mio EUR (373) und enthält einen Sondereffekt in Höhe von 12 Mio EUR aus der Veräußerung einer At-Equity-Beteiligung. Aufgrund der planmäßig gestiegenen Kostenbasis sowie höherer Rohstoffkosten ist der Ergebniszuwachs im Verhältnis zum Umsatzzuwachs unterproportional.

Investitionen

Im Berichtsjahr setzte FUCHS die im Jahr 2016 begonnene Investitionsoffensive fort. Mit einem Drittel der Ausgaben standen Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Deutschland im Fokus. Insgesamt stiegen die Investitionen planmäßig auf 121 Mio EUR (105). Davon entfielen allein auf den Standort Mannheim 26 Mio EUR. Der Kauf zweier Grundstücke ermöglicht den Bau eines weiteren Hochregallagers und zusätzlicher Büros. Der Standort für Spezialschmierstoffe in Kaiserslautern wurde durch zusätzliche Lager- und Büroflächen erweitert, darüber hinaus wurde eine Beschichtungsanlage integriert.

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FUCHS setzte in Schweden den Bau des neuen Werks fort, begann in Großbritannien mit der Errichtung eines Rohmateriallagers und schloss in Polen ein größeres Investitionsvorhaben im Bereich Produktion ab.

In Asien-Pazifik, Afrika konzentrierten sich die Investitionen im Wesentlichen auf China, wo der Werksneubau in Wujiang fortgesetzt wurde. In Australien wurde das neue Werk in Beresfield und in Südafrika das Fettwerk am Standort Johannesburg in Betrieb genommen.

In Nord- und Südamerika betrafen die Maßnahmen insbesondere die Werke in den USA, in denen umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen wurden. In Harvey, USA, setzte FUCHS die Arbeiten an einer neuen Anlage zur Herstellung von automotiven Schmierstoffen für die Erstbefüllung sowie die Modernisierung des Werks für Metallbearbeitungsflüssigkeiten fort. Zudem wurden die Standorte Huntington und Kansas City modernisiert. In Kanada wurden die Lagerkapazitäten ausgebaut.

Ausblick

FUCHS erwartet in 2019 ein weiteres, wenn auch abgeschwächtes Umsatzwachstum von +2% bis +4% und ein rückläufiges Ergebnis von -8% bis -5% (EBIT vergleichbar (vor Sonderertrag 2018): -5% bis -2%). Gründe für das schwächere EBIT sind der sich nicht wiederholende Erlös aus dem Verkauf einer At-Equity-Beteiligung in 2018, die abgeschwächte Konjunktur insbesondere in China sowie wachstumsbedingt höhere Kosten. Die Wachstumsoffensive mit Investitionen in Produktionsanlagen und IT-Infrastruktur, erhöhte Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter führt zu einer höheren Kostenbasis. Aufgrund der Rentabilität und Finanzstärke des Unternehmens wird die Wachstumsstrategie wie geplant, trotz des sich abschwächenden wirtschaftlichen Umfelds, bis in das Jahr 2020 hineingehend fortgesetzt. Damit möchte FUCHS den komplexer werdenden Anforderungen in der Zukunft frühzeitig gerecht werden. Das eingesetzte Kapital wird weiter zunehmen. Das für den zunehmenden Geschäftsumfang notwendige Nettoumlaufvermögen wird weiter wachsen. FUCHS plant darüber hinaus mit Investitionen in Höhe von 180 Mio EUR. Diese sollen insbesondere in Deutschland, China, USA, Schweden, Russland und Großbritannien erfolgen. FUCHS rechnet daher für 2019 mit einem freien Cashflow vor Akquisitionen von etwa 100 Mio EUR.

Aktuell (20.03.2019 / 08:00 Uhr) notieren die Aktien der Fuchs Petrolub SE im Frankfurter-Handel mit einem Minus von -1,26 EUR (-3,09 %) bei 39,50 EUR.


Chart: FUCHS PETROLUB SE | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0005790430

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