Krones startet robust ins Jahr 2026 – Auftragseingang steigt deutlich, Margen weiter verbessert

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Krones ist trotz geopolitischer Unsicherheiten und eines weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfelds stabil in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Besonders erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang, der im ersten Quartal spürbar anzog und die hohe Investitionsbereitschaft der Kunden erneut unterstreicht.

Auftragseingang zieht deutlich an

Von Januar bis März 2026 steigerte Krones den Auftragseingang um 5,3 % auf 1.512,1 Mio. Euro nach 1.435,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Damit lag der Wert nicht nur deutlich über dem Vorjahr, sondern auch oberhalb des vierten Quartals 2025.

Das sogenannte Book-to-Bill-Ratio erreichte starke 1,10 nach 1,02 im Vorjahr und signalisiert weiterhin eine hohe Nachfrage nach den Lösungen des Unternehmens.

Der Auftragsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2025 um weitere 3,2 % auf 4.323,4 Mio. Euro. Damit verfügt Krones über eine außergewöhnlich hohe Visibilität und eine Produktionsauslastung bis weit in das vierte Quartal 2026 hinein.

Umsatz durch Währungseffekte belastet

Der Umsatz lag im ersten Quartal 2026 bei 1.379,1 Mio. Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 1.410,0 Mio. Euro. Allerdings wurde die Entwicklung durch negative Währungsumrechnungseffekte in Höhe von rund 50 Mio. Euro beeinflusst.

Bereinigt um diese Effekte konnte Krones den Umsatz organisch um 1,4 % steigern.

Während das Kernsegment „Abfüll- und Verpackungstechnologie“ innerhalb der Jahresprognose lag, entwickelten sich die Bereiche Prozesstechnologie und Intralogistik aufgrund unterjähriger Schwankungen etwas schwächer. Auf Basis der positiven Auftragslage erwartet Krones jedoch eine Beschleunigung des Wachstums im weiteren Jahresverlauf.

Profitabilität weiter verbessert

Trotz des leicht niedrigeren Umsatzniveaus gelang es Krones erneut, die Profitabilität zu steigern. Das EBITDA lag mit 148,9 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (149,3 Mio. Euro), während sich die EBITDA-Marge von 10,6 % auf 10,8 % verbesserte.

Damit liegt die Profitabilität bereits nach dem ersten Quartal innerhalb des für 2026 ausgegebenen Zielkorridors von 10,7 % bis 11,1 %.

Die positive Entwicklung spiegelt insbesondere die konsequente Umsetzung strategischer Effizienz- und Kostenmaßnahmen wider.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) reduzierte sich dagegen aufgrund höherer Abschreibungen und eines schwächeren Finanzergebnisses von 107,9 Mio. Euro auf 98,1 Mio. Euro. Das Konzernergebnis belief sich auf 68,6 Mio. Euro nach 75,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Solide Bilanz trotz Working-Capital-Aufbau

Beim Free Cashflow zeigte sich im ersten Quartal ein planmäßiger saisonaler Rückgang. Der um M&A-Effekte bereinigte Free Cashflow lag bei minus 9,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein außergewöhnlich hoher Wert von 165,2 Mio. Euro erzielt worden war.

Hintergrund war insbesondere ein gezielter Abbau von Lieferantenverbindlichkeiten sowie ein deutlicher Aufbau des Working Capitals.

Die finanzielle Stabilität des Unternehmens bleibt dennoch hoch. Zum Ende des Quartals verfügte Krones über eine Nettoliquidität von 523,1 Mio. Euro und damit weiterhin über eine sehr starke Bilanzstruktur.

Krones bestätigt Prognose für 2026

Trotz geopolitischer Risiken, möglicher Belastungen durch die globale Zollpolitik sowie weiterhin bestehender Unsicherheiten in den Lieferketten bestätigt Krones die Finanzziele für das Gesamtjahr 2026.

Das Unternehmen erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 %.

Die EBITDA-Marge soll sich auf 10,7 % bis 11,1 % verbessern, während für den ROCE ein Wert zwischen 19 % und 20 % angestrebt wird.

Krones zeigt sich damit trotz des herausfordernden Umfelds weiterhin realistisch optimistisch.

Defensive Marktposition bleibt ein klarer Vorteil

Die Zahlen unterstreichen erneut die besondere Marktposition von Krones. Die Investitionen der Kunden aus der Getränke-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie gelten traditionell als vergleichsweise konjunkturstabil.

Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten profitieren Unternehmen mit hoher Visibilität, langfristigen Auftragsbeständen und stabilen Endmärkten besonders stark von ihrer defensiven Aufstellung.

Mit dem starken Auftragseingang, der verbesserten Profitabilität und der hohen Auslastung startet Krones daher mit solidem operativem Rückenwind in den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2026.

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