H2REIHE-Update | Ballard Power’s CEO bietet Zukunft – und Q3-Ergebnisse

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nebenwerte news nebenwerte magazin06.11.2020 – Ballard PowerSystems Inc. (ISIN: CA0585861085’s Aktie erholte sich im Vorfeld der US-Wahlen etwas von den gesehenen Zwischentiefs und dann kamen die Quartalsergebnisse. Neben den gestrigen Quartalszahlen wird entscheidend  – laut Ballard’s CEO Randy MacEwen – für Ballards Marktchancen, wie sich die Wettbewerbssituation der zahlreichen Kanadischen Wasserstoffspezialisten durch die „für diesen Herbst“ angekündigte Wasserstoff-Strategie der Kanadischen Regierung entwickeln wird.

Aber zuerst die Zahlen – sie trafen mehr oder weniger die Erwartungen

Bedeutet im Falle Ballards ein Verlust von rund 11,8 Mio USD bei einem Umsatz von 25,6 Mio USD im dritten Quartal -die Erwartungen der 6 covernden Analysten lagen hier eher bei 28 Mio USD im Konsens und bei einem Verlust von 0,05 USD je Aktie (hier gab es dann auch eine Punktlandung).  Die Liquiditätsreserven Ballards betrugen zum Quartalsende 361,7 Mio. USD – scheint ausreichend für die nächsten Monate. Und die erreichte Bruttomarge betrug 19%. Der CEO bemängelte, dass durch Corona die Kundenorders und Auslieferungen verzögert wurden, was einen negativen Einfluss auf Umsatz und ergbenis des unternehmens habne werde.

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Riesenpotential für Umsatz in den nächsten Jahren

sieht Randy MacEwen. Bestärkt durch den virtuellen Investorentag seines Unternehmens sind er sich auf gutem Weg einen 130 Mrd. Markt zu bedienen, der gerade im Entstehen sei. Mobilität und Brennstoffzelle passen für ihn unter Klimagesichtspunkten zusammen. Und die Brennstoffzelle biete große Vorteile bei steigender Wirtschaftlichkeit und sinkenden Produktionskosten.

Mr. MacEwen bemerkte, “During our virtual Investor and Analyst Day 2020 in September we reviewed details of the $130 billion annual total addressable engine market for the key Heavy- and Medium- Duty Motive applications of bus, truck, rail and marine, as well as our corporate strategy to penetrate use cases requiring heavy payload, extended range and rapid refueling. As a result, we see tremendous long-term revenue growth potential, initially in the target geographies of China, Europe and California.

Regierungsunterstützung wird essentiell – versteckter Zeigefinger nach Kanada

China biete – insbesondere für Ballard, die durch ihren Hauptaktionär und Massenhersteller Weichai in einer perfekten Ausgangsposition sind – durch seine politischen Rahmenvorgaben und H“-Programme. Auch in Europa sieht er alle Ampeln auf grün – die Mahle-Kooperation wird und soll bei der Markteroberung „helfen“. Und auch die Audi-Vereinbarung – vor kurzem gemeldet ermöglicht Ballard einen starken Marktauftritt bei der Vermarktung „seiner“ Technologie“. Nur Gutes sieht er auch in dem Verkauf seiner Drohnensparte an Honeywell, die durch ihre Expertise und Kapitalkraft die brennstoffzellenbetriebenen Luftfahrzeuge nach vorne bringen soll.

Mr. MacEwen fährt fort, “In China, the issuance of an updated policy framework during the quarter is consistent with our expectation for long-term government support of hydrogen and fuel cell electric vehicles, where we are well positioned with our Weichai-Ballard joint venture. In Europe, we have now signed our previously announced collaboration agreement with MAHLE, a leading international development partner and Tier 1 supplier to the commercial vehicle and automotive industry.

This agreement provides for the development and commercialization of zero-emission fuel cell systems for primary propulsion power in commercial trucks, initially in Europe. And, we have signed definitive agreements with AUDI AG that provide Ballard with the ability to use the FCgen®-HPS fuel cell stack technology in all markets, including trucks, where high-power density is a critical requirement. Finally, our future collaboration with Honeywell International, following its purchase of our UAV business, positions us for exciting business opportunities in a range of future urban air mobility and broader aerospace applications.

Einzelsegmente

erzielten sehr unterschiedliche Érgebnisse: „Heavy Duty Motive revenue was $12.9 million, an increase of 161% or $7.9 million, due primarily to higher shipments of fuel cell products, including MEAs, to China; The Power Products platform generated revenue of $15.3 million in the quarter, an increase of 94% or $7.4 million:Material Handling revenue was $1.4 million, a decrease of 49% or $1.4 million, primarily the result of lower fuel cell stack shipments to Plug Power; and Backup Power revenue was $1.0 million, an increase of 540% or $0.8 million, due primarily to an increase in shipments of fuel cell stacks to customers in Europe.The Technology Solutions platform generated revenue of $10.3 million in the quarter, a decrease of 39% or $6.5 million, due primarily to decreased amounts earned on the Audi program, the Weichai-Ballard joint venture technology transfer program, and the Siemens development program.“

Das Orderbush – insbesondere durch den geplanten Abschluss der Audi-Forschungsprojekte in 2022 und entsprechende Neubewertung- ist geschrumpft auf 79,6 Mio. USD nach 128,1 Mio. USD noch im Q2/20.

Und jetzt nochmal zu Kanada!

Politische Rahmenbedingungen können in dieser erwarteten starken Wachstumsphase der Wasserstoff-„Industrie“ weltweit über Erfolg oder Misserfolg eine seinzelnen Unternehmens entscheiden. Deshalb verwundert es nicht, dass der CEO Ballards offensiv diese Woche „Politik machte“. Er befasste sich ausführlich mit dem für „diesen Herbst“ erwarteten Kanadischen H2-Programm oder Initiative.

Er setzte die Erwartungen an die Kanadische Regierung hoch. Kanada ist bereits jetzt einer der größeren Produzenten von Wasserstoff weltweit. Derzeit werden rund 3 Millionen Tonnen Wasserstoff – nicht grün – sondern mit dem Methan aus der Gasförderung gewonnen. Die riesigen Chancen für die Gewinnung „grünen wasserstoffs“, die Kanada bietet, sollen zukünftig genutzt werden. Die öffentlcihe Meinung in Kanada ist klar: „Amid this resurgence of interest in hydrogen, Ottawa has been crafting a long-term strategy aimed at  securing a place for a Canadian sector in what’s expected to be a significant, global industry in the decades ahead.“ heisst es beispielsweise in einem Beitrag der CBC – Radio Canada – „How Ottawa hopes to supercharge Canada’s hydrogen fuel sector“, 09.09.2020

Und die Regierung hat die Chancen erkannt: „As momentum around hydrogen builds globally and other countries execute their own strategies, Ottawa is under pressure to act. „Things are happening quickly,“ said Natural Resources Minister Seamus O’Regan, who remembers riding on a Ballard hydrogen-powered bus during Expo 86 in Vancouver. „It looks like trends we saw before the pandemic have accelerated. We want to be ahead of it.

„Wir werden sehen, ob die Regierung Wasserstoff berücksichtigt, bei der Förderung emissionsfreier Fahrzeuge“

so Randy MacEwen in seinerm Appel und weiter: „…—and whether their investment will be significant enough to meaningfully accelerate our progress toward carbon neutrality and support a green industrial base in Canada.“

Klotzen statt Kleckern ist seiner Meinung nach wichtig. Druck auf die Regierung erhöht – Lobbyarbeit. MacEwen malt das Bild eines hinterherlaufenden Kandas an die Wand, während die Welt voranschreitet mit ihren diversen Wasserstoffstrategien – von der EU über China bis nach Saudi Arabien, das auch an einer Wasserstoffstrategie arbeiten soll.

The time for these policies is now—as the country prepares for the economic rebound from the devastation of the COVID-19 pandemic. Federal and provincial policies must be targeted. The recovery must be green and must prioritize the commercialization and deployment of “made-in-Canada” clean technology. In Europe and elsewhere, massive green-recovery investments are already in place, with a significant focus on hydrogen. Canada risks being left behind.“

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Unterstützt Marktführer (Gewinner!) mit jahrzehntelang erprobten Technologien

womit MacEwen natürlich auf Balklard Powers jahrzehntelang aufgebaute Expertise anspielt. Und er hat nicht ganz unrecht: Die nationalen Programme werden antürlich auch nationalen Unternehmen den Aufstieg zu Champions ermöglichen wollen. So wird beispielsweise allenthalben erwartet, dass Air Liquide einen hohen Anteil vom Kuchen der Französischen Wasserstoffinitiative „sich schnappen wird“. Und Nel bespielsweise mit Everfuel in den skandinavischen Ländern – Stahlproduktion in Norwegen, GW-Projekt in Kopenhagen sind Beispiele hierfür.

Ballard hat diese Hausmacht nicht, wie MacEwen bemängelt. Und die hohen Fördermittel könnnten bei anderen den Vorsprung Ballards in der Brennstoffzelllentechnologie zum Abschmelzen bringen – deshalb sind MacEwen’s Forderungen nicht abwegig. Plug Power und Bloom Energy beispielsweise sind US-amerikansiche Brennstoffzellenhersteller und was wenn ein neuer Präsident Biden eine US-H2-Strategie auflegen würde, würde er nicht US-amerikanische Produzenten bevorzugen. Die Demokraten sind ja nicht gerade als Freihandelsfans bekannt.

Randy MacEwen: „I want to be clear that governments should not be in the business of “picking winners”. They should not be taking long-shot bets on immature technologies. What they can, and should, do is “back winners”. This means supporting established winners with “market-ready” clean technologies. This means a targeted strategy to match our clean technology strengths to the world’s urgent energy and environmental priorities. And when it comes to hydrogen power, Canada has world-class competencies.“

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Die Märkte werden jetzt verteilt und Standortpolitik ist ein möglcher entscheidender Vorteil

Der Druck und die hohe Erwartungshaltung auf die Kanadische Regierung wird im Appell des CEO’s deutlich: „The Canadian Hydrogen and Fuel Cell Association—an industry association with over 60 members representing the hydrogen ecosystem in Canada—recently called on the Canadian government for support and recognition. Through Canada’s Hydrogen Strategy, the association hopes to see meaningful funding, to send the signal that Canada is serious about hydrogen energy.Strong policy from the Canadian government will unlock investment in hydrogen infrastructure. It will stimulate projects and spur commercial deployment that will in turn trigger the decarbonization of many industrial sectors. Not only will it increase employment and position Canadian industry with a competitive advantage—it will significantly contribute to Canada’s ability to become carbon neutral by 2050.“

DER FORDERUNGSKATALOG des Kanadischen Wasserstoff- und Brennstoffzellen Verbandes umreisst klar die Erwartungen, die wohl, wenn man den Vorab-Aussagen des Ressourcenministers der regierung folgen will, wohl auch größtenteils erfüllt werden sollten.

Und dazu kommt noch die Biden-Wette

Dass der derzeitige Präsident generell den erneuerbaren Eenrgien kritisch gegenübersteht ist zweifelsfrei (Erinnert nur an seine Aussage in der letzten Kandidatendebatte, wo er Windenergieanlagen als total unwirtschaftliche Vogelmördermashcinen hinstellte. Oder das konsequente Leugnen des Klimawandels aus Menschenhand.). Weiterhin verpasst die USA – eigentlich führend in der wasserstofftechnologie über Jahre – derzeit ein wneig dne Anschluss an die rasante Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft weltweit – erklärte Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung zum Aufbau ganzer Industriezweige in China, Deutschland, Frankreich, Norwegen , der EU. Hier könnt ein Präsident Biden die Initiative nahc Amerika zurückholen, wo derzeit beispielsweise Kalifornien eine vorreiterrolle im Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur inne hat. Und NIKOLA’s Pläne eines US-weiten Wasserstoffnetzwerkes für Transportdienstleistungen ist auch noch in der Waagschale ( Erinnert an die Frist bis 5.12.2020 für einen GM-Deal, der das Geld für eine solche Kraftanstrengung liefern könnte. Oder die laufenden Verhandlungen mit BP.).

In erster Linie wird eine Firstsolar oder eine NextEra Energy als Profiteur eines Wahlsiegers Biden genannt – Solarwerte, die zu Bidens Programmen zum Ausbau der Photovoltaik passen. Aber wohin mit „überflüssigem“ Solarstrom aus Spitzenproduktionszeiten: Wasserstoff ist Lagermedium für diese Energie. Und dezentrale Wasserstoffproduktion für Tankstellen soll vermehrt über Solar- oder Windenergieparks erfolgen  – „grüner Wasserstoff“ ist Ziel von Plug Power und den anderen Playern. Also wäre eine Wahl Bidens für die Erneuerbaren – und Wasserstofftechnologie ist wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung – mehr als positiv. So könnte nach dem 3.11.2020 – oder wann auch immer ein Ergebnis der Präsidentschaftswahlen verkündet werden kann – mit einem potentiellen Sieger Biden die Wasserstoffindustrie – und insbesondere dann eine Ballard Power-Aktie , eine Plug Power Aktie oder eine Bloom Energy Aktie neben den sowieso schon gesetzten Tesla’s stark profitieren. Also Augen auf…

Aktuell (06.11.2020; 18:09 Uhr CET) handelte Ballard Inc. an der NASDAQ bei 16,06 USD. Auch diese Aktie können Sie bereits ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln


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