DEUTZ AG setzt Wachstumskurs fort

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DEUTZ AG: DEUTZ setzt Wachstumskurs im 1. Quartal 2022 fort
Die DEUTZ AG (ISIN: DE0006305006), ein weltweit führender Hersteller innovativer Antriebssysteme für den Off-Highway-Bereich, blickt trotz Ausbruch des Ukraine-Kriegs auf einen vielversprechenden Jahresauftakt 2022 zurück.

DEUTZ AG: Prognose weiterhin unter Vorbehalt

„Bei einem Umsatzplus von rund 30 Prozent haben wir unsere bereinigte Ergebnismarge gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesteigert. Jetzt gilt es, diesen Aufwärtstrend nachhaltig und beschleunigt fortzusetzen. Weitere Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität werden wir konsequent umsetzen“, sagt Konzernchef Dr. Sebastian C. Schulte. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2022 ergänzt er: „Unser Auftragsbestand stieg zu Ende März auf rund eine dreiviertel Milliarde Euro. Das ist eine stabile Ausgangslage für die kommenden Monate. Die Versorgungssituation ist jedoch nach wie vor herausfordernd. Gleichzeitig gehen die geopolitischen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mit hohen Unsicherheiten auch für DEUTZ einher. Daher steht unsere Prognose weiterhin unter Vorbehalt.“

Auch strategisch hat DEUTZ in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres weitere Fortschritte erzielt. Um seine Profitabilität zu steigern und Wachstumspotenzial zu heben, hat das Unternehmen einen mehrphasigen Strategieprozess angestoßen. Erste Ziele sind definiert: die Überarbeitung der Preisstruktur für das Neumotorengeschäft, die Optimierung des Motorenangebots und der beschleunigte Ausbau des profitablen Servicegeschäfts. So soll der Serviceumsatz bis 2025 auf 500 Mio. € gesteigert werden – organisch wie auch anorganisch. Zwei Akquisitionen erfolgten bereits Anfang Mai mit dem Erwerb der bisherigen DEUTZ-Servicepartner AUSMA Motorenrevisie B.V. mit Sitz in Roden, Niederlande, sowie South Coast Diesels in Naas, Irland. Beide Firmen sind in ihren Heimatmärkten im Bereich Vertrieb und Wartung von Dieselmotoren tätig und agieren als Mehrmarkenhändler. Neben einer verbesserten Marktdurchdringung ist es DEUTZ dadurch auch möglich, sein dortiges Servicegeschäft auf Wettbewerbsmotoren auszuweiten.

Spürbarer Auftragsanstieg – zweistellige Zuwächse bei Absatz und Umsatz

DEUTZ verbuchte im 1. Quartal 2022 einen Anstieg des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,6 % auf 509,6 Mio. €, der von allen Regionen getragen wurde.

Der Auftragsbestand stieg nach 394,3 Mio. € im Vorjahr zum 31. März 2022 weiter auf ein sehr hohes Niveau von 746,7 Mio. € an und indiziert damit eine stabile Auftragslage für die kommenden Monate. Der anteilige Auftragsbestand des Servicegeschäfts belief sich auf 43,8 Mio. € nach 31,8 Mio. € zu Ende März 2021.

Mit insgesamt 50.015 verkauften Motoren erzielte der DEUTZ-Konzern in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2022 eine Absatzsteigerung um 30,3 %, wobei sich die Anzahl abgesetzter DEUTZ-Motoren[1] um 35,1 % auf 43.561 Stück erhöhte. Die DEUTZ-Tochtergesellschaft Torqeedo setzte 6.454 elektrische Bootsantriebe ab und erzielte damit ein Absatzplus gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,2 %. Alle Anwendungsbereiche trugen zu der postiven Absatzentwicklung bei. Ebenso die für DEUTZ wichtigsten Absatzmärkte, der EMEA-Raum und Amerika.

Einhergehend mit der positiven Absatzentwicklung erwirtschaftete DEUTZ im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 30,4 % auf 447,9 Mio. €. Analog zur Absatzentwicklung trugen auch dazu alle Anwendungsbereiche bei. Regional betrachtet zeigte sich ebenfalls eine durchgängig positive Entwicklung.

DEUTZ AG: Deutliche Verbesserung der Profitabilität

Das EBIT vor Sondereffekten (bereinigtes Ergebnis) verbesserte sich im 1. Quartal 2022 deutlich auf 15,8 Mio. € nach 0,8 Mio. € im Vergleichszeitraum. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das höhere Geschäftsvolumen, damit einhergehende positive Skaleneffekte sowie Effekte aus Kostensparmaßnahmen zurückzuführen. Gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie höhere Beschaffungskosten konnten durch die positiven Effekte aus der Umsatzsteigerung mehr als kompensiert werden. Zudem gelingt es zunehmend besser, steigende Rohstoff- und Logistikkosten sukzessive an die Kunden weiterzugeben. Gegenläufig wirkt sich auf das bereinigte Ergebnis des Konzerns weiterhin das Ergebnis der DEUTZ-Tochtergesellschaft Torqeedo aus, die bislang die Gewinnschwelle noch nicht erreicht hat. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten verbesserte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich von 0,2 % auf 3,5 %.

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 9,0 Mio. € nach 0,4 Mio. € im Vorjahresquartal. Berücksichtigt sind dabei Sondereffekte in Höhe von -6,8 Mio. €, die durch die Bildung von Rückstellungen infolge von mehreren Veränderungen im Management bedingt sind. Die EBIT-Rendite lag bei 2,0 % gegenüber 0,1 % im Vorjahresquartal.

Die positive Entwicklung des bereinigten Ergebnisses führte im Berichtszeitraum zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses um 7,7 Mio. € auf 6,8 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich dementsprechend von -0,01 € auf 0,06 €. Vor Sondereffekten lag das Konzernergebnis bei 12,5 Mio. €, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten bei 0,10 €.

Weiterhin komfortable Finanzlage – Konzernfinanzierung neu aufgestellt

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im 1. Quartal 2022 auf 9,7 Mio. € nach 17,1 Mio. € im Vergleichszeitraum. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung des Working Capitals bzw. einem Vorratsaufbau, der infolge der deutlichen Geschäftsausweitung erforderlich war. Die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses wurde hierdurch überkompensiert. Der Free Cashflow lag mit -4,9 Mio. € bedingt durch den Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit leicht unter dem Vorjahreswert von -1,7 Mio. €.

Aufgrund der Inanspruchnahme einer bestehenden Kreditlinie in Höhe von 25 Mio. € im 1. Quartal 2022 stieg die Nettofinanzverschuldung gegenüber dem Jahresende 2021 um 7,0 Mio. € auf 86,7 Mio. € zum 31. März 2022.

Die Eigenkapitalquote lag bei 45,0 % nach 45,6 % zum Jahresende 2021. Damit ist die Finanzlage des DEUTZ-Konzerns weiterhin sehr komfortabel. Gleichzeitig standen dem Unternehmen zum 31. März 2022 ungenutzte Kreditlinien in Höhe von insgesamt rund 185 Mio. € zur Verfügung.

Anfang Mai 2022 hat DEUTZ seine bisherige Finanzierung neu aufgestellt. So wurde das Volumen des langfristigen syndizierten Kredits von bislang 160 Mio. € auf 250 Mio. € erhöht und die drei bestehenden kurzfristigen bilateralen Kreditlinien in Höhe von insgesamt 75 Mio. € aufgelöst. Neben einer ESG-Komponente beinhalten die neuen Kreditmodalitäten verbesserte Konditionen. Die Laufzeit des syndizierten Kredits wurde um drei Jahre bis 2027 verlängert. Damit hat DEUTZ seinen finanziellen Spielraum für Investitionen in seine Transformation und auch anorganisches Wachstum nochmal ausgebaut.

Prognose 2022 aufgrund hoher Unsicherheiten zunächst weiterhin unter Vorbehalt

Trotz des vielversprechenden Starts in das laufende Geschäftsjahr ist unklar, wie sich der fortdauernde Ukraine-Krieg und dessen Folgen künftig auf das DEUTZ-Motorengeschäft auswirken werden. Das DEUTZ-Geschäft in Russland, Belarus und der Ukraine machte bislang einen Umsatzanteil von jährlich rund 20 Mio. € aus und war damit von eher geringem Umfang. Zudem hat DEUTZ keine Niederlassungen in der Ukraine oder in Belarus und auch keine direkten, in den Krisenregionen ansässigen Lieferanten. Dennoch gehen die geopolitischen Auswirkungen des Krieges auf die globale Wirtschaft, ihre Warenströme und die Energieversorgung mit hohen Unsicherheiten auch für DEUTZ einher. Aus diesem Grund steht die im Geschäftsbericht 2021 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2022 zunächst weiterhin unter Vorbehalt. Das Motorenneugeschäft mit Russland und Belarus hat DEUTZ bis auf Weiteres eingestellt.


Chart: DEUTZ AG | Powered by GOYAX.de

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