DEFAMA trotzt Hammer-Insolvenz – Nahversorger-Spezialist bleibt auf Wachstumskurs

Post Views : 31

Die Immobiliengesellschaft DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG zeigt sich auch im schwierigen Marktumfeld erstaunlich robust. Trotz Belastungen durch die Insolvenz der Hammer-Kette und den Auszug eines B1 Baumarkts bleibt das Unternehmen operativ stabil – und setzt gleichzeitig die Einkaufstour im Immobilienmarkt mit hohem Tempo fort.

Für Anleger besonders interessant: DEFAMA bestätigt nicht nur die Jahresziele, sondern stellt weiterhin steigende Dividenden und eine höhere Vermietungsquote in Aussicht.

Immobilien-Portfolio wächst weiter

Im ersten Quartal 2026 erzielte DEFAMA einen Umsatz von 7,7 Millionen Euro nach 7,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA stieg auf 4,9 Millionen Euro, während sich der Gewinn nach Steuern leicht auf 925.000 Euro erhöhte.

Die Funds From Operations (FFO) – die wichtigste operative Kennzahl bei Immobiliengesellschaften – lagen mit 2,6 Millionen Euro beziehungsweise 0,54 Euro je Aktie nahezu auf Vorjahresniveau.

Bemerkenswert ist dabei vor allem die Stabilität des Geschäfts trotz erheblicher Belastungen durch Mietausfälle.

Hammer-Insolvenz reißt spürbare Lücke

Die Insolvenz von Hammer sowie der Auszug des B1 Baumarkts in Dinslaken belasteten die Einnahmen spürbar. Rund 250.000 Euro an Mieterträgen fehlten allein im ersten Quartal.

Laut DEFAMA schlugen diese Ausfälle nahezu eins zu eins auf die FFO durch.

Für das Gesamtjahr sieht das Management sogar eine Belastung von rund einer Million Euro. Genau diese Lücke soll nun durch neue Zukäufe, höhere Bestandsmieten und steigende Vermietungsquoten geschlossen werden.

Rekordtempo bei Zukäufen

Besonders auffällig: DEFAMA setzt die aggressive Expansion fort.

Mit fünf neuen Objektkäufen verzeichnete das Unternehmen den stärksten Jahresauftakt seiner Geschichte. Noch nie zuvor hatte DEFAMA bereits im traditionell eher ruhigen ersten Quartal so viele Immobilien akquiriert.

Gleichzeitig trennt sich die Gesellschaft gezielt von problematischen oder weniger attraktiven Objekten. So wurden unter anderem Immobilien in Sangerhausen, Schwarmstedt sowie das ehemalige B1-Objekt in Dinslaken verkauft.

Gerade dieser aktive Portfolio-Umbau dürfte Anlegern gefallen. Denn DEFAMA versucht damit, problematische Leerstände abzubauen und gleichzeitig die Qualität des Portfolios weiter zu verbessern.

Nahversorger bleiben stabiler Immobilien-Sektor

Während Büroimmobilien und Teile des Einzelhandels weiterhin unter Druck stehen, gelten Nahversorgungszentren und Fachmarktstandorte weiterhin als vergleichsweise robust.

Genau auf diesen Bereich fokussiert sich DEFAMA seit Jahren.

Zu den typischen Mietern gehören:

  • Lebensmittelmärkte
  • Discounter
  • Drogerien
  • Fachmärkte
  • Dienstleister des täglichen Bedarfs

Diese Standorte profitieren häufig von stabilen Kundenfrequenzen und gelten als weniger anfällig für den Onlinehandel.

Dividendenstory bleibt intakt

Besonders wichtig für Investoren: DEFAMA bestätigt die Prognose für 2026 vollständig.

Das Unternehmen erwartet weiterhin:

  • einen Jahresüberschuss von mindestens 5 Millionen Euro
  • FFO von mindestens 10,8 Millionen Euro
  • eine Vermietungsquote von über 96 %
  • eine weitere Dividendenerhöhung

Gerade die Kombination aus Wachstum, laufenden Cashflows und steigender Dividende macht DEFAMA seit Jahren zu einem beliebten Nebenwert im deutschen Immobiliensektor.

Sollte es gelingen, die weggefallenen Mieterträge erfolgreich zu kompensieren und die neuen Objekte zügig zu integrieren, könnte die Aktie ihre Position als defensiver Small-Cap-Wert weiter ausbauen.

Share : 

Interviews

Wochenrückblick

Trendthemen

Anzeige

Nachrichten SMALL CAPS

Anzeige

Related Post

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner