HomeToGo liefert: EBITDA-Überraschung, Synergie-Turbo – kommt jetzt die Neubewertung?

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HomeToGo – Auf den ersten Blick wirkt die Meldung unspektakulär: Der IFRS-Umsatz lag 2025 statutarisch bei ca. 254–256 Mio. Euro und damit „weitgehend“ im Rahmen der zuletzt avisierten ~260 Mio. Euro. Pro forma (Interhome ganzjährig unterstellt) waren es ca. 393–395 Mio. Euro gegenüber einer Zielmarke von ~400 Mio. Euro.

Heißt: Umsatz getroffen – mehr aber auch nicht. Doch genau hier beginnt die spannende Anleger-Story.

Profitabilität schlägt Prognose – das ist der Hebel für die Aktie

Denn HomeToGo hat beim bereinigten EBITDA die Erwartungen klar übertroffen:

  • Statutarisch: ca. 12–13 Mio. Euro (und damit 9–18% über der Prognose von ~11 Mio. Euro)

  • Pro forma: ca. 41–42 Mio. Euro (und damit 2–5% über ~40 Mio. Euro; +25–28% zum Vorjahr)

Das ist für Investoren meist wichtiger als ein „fast“ getroffener Umsatz: Marge und Kostendisziplin entscheiden, ob ein Wachstumswert als Story oder als Cashflow-Maschine wahrgenommen wird.

Rekord-Auftragsbestand: Der Blick nach vorn wird besser

Besonders aufmerksam sollten Anleger beim Auftragsbestand der Buchungserlöse werden – der kletterte zum 31.12.2025 auf ein Allzeithoch von 119,5 Mio. Euro (+9,6% pro forma). Interhome steuerte 69,9 Mio. Euro bei (+12,7%), das HomeToGo-Bestandsgeschäft 49,6 Mio. Euro (+5,6%).

Dazu kommt: Liquidität 91,8 Mio. Euro zum Jahresende (Vorjahr 82,7 Mio. Euro). Das reduziert Finanzierungsdruck und gibt Spielraum – gerade in einem Markt, in dem viele Nebenwerte bei Cash und Zinsen kämpfen.


Integration von Interhome: Mehr als die halbe Kurzfrist-Synergie schon drin

Nach der Übernahme (Closing Ende August 2025) drückt HomeToGo jetzt sichtbar aufs Tempo: Von geplanten 10 Mio. Euro kurzfristigen Kostensynergien seien bereits über 5 Mio. Euro als annualisierte Einsparungen realisiert – nur fünf Monate nach Closing.

Warum das wichtig ist: Bei Nebenwerten nach großen Deals ist das Kernrisiko fast immer gleich – Integration frisst Management-Aufmerksamkeit, Synergien verzögern sich, Marge leidet. Hier sendet HomeToGo das Gegen-Signal: Synergien kommen früher – und stützen das EBITDA.

Zum Deal-Hintergrund: Interhome kam aus dem Umfeld von Migros / Hotelplan Group und gilt als großer europäischer Ferienhaus-Manager; HomeToGo zahlte laut Branchenberichten rund 200 Mio. US-Dollar

Was Anleger jetzt daraus machen können – Chance, aber auch Stolpersteine

Bull-Case (das spricht für die Aktie):

  • EBITDA über Prognose → Markt liebt positive Ergebnis-Überraschungen.

  • Rekord-Auftragsbestand → bessere Visibilität für 2026.

  • Synergie-Fortschritt → Integrationsrisiko sinkt, Margenhebel steigt.

  • Starke Liquidität → weniger Verwässerungs-/Refi-Sorgen.

Bear-Case (das sollten Anleger nicht wegwischen):

  • Umsatz „nur“ im Rahmen der Ziele – und pro forma wächst die Gruppe 2025 nur moderat.

  • Zahlen sind vorläufig & untestiert – Anpassungen sind möglich.

  • Der Integrationsfahrplan läuft bis Q1 2027 – es bleibt ein mehrjähriges Projekt.

Vom CEO kommt die klare Botschaft „profitables Wachstum“; er betont die schnellere Synergie-Hebung und den Rekord-Auftragsbestand. (Zitat liegt vor, wird hier bewusst nicht in voller Länge wiedergegeben.)

Der nächste Kurs-Treiber steht schon im Kalender

Wichtig für alle, die auf konkrete Guidance und Details warten: HomeToGo will die finalen Zahlen für GJ 2025 und Q4 2025 inklusive Prognose für 2026 am 19. März 2026 veröffentlichen.

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