Aroundtown greift bei LEG immobilien zu. Was ist mit Vonovia? Oder TAG Immobilien? Nächste Ziele?

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Aroundtown steigt über die Tochter Grand City Properties groß bei LEG Immobilien ein. 20% Beteiligung am Markt zusammengekauft – bereit bis auf 29,9% aufzustocken oder Gewinne mitzunehmen. Und jetzt muss man förmlcih auf Vonovia und TAG Immobilien schauen – auch Schwerpunkte Wohnimmobilien. Gehandelt zu einem Discount.

Über ihre Tochtergesellschaft Grand City Properties hat die Aroundtown SA gestern abend per ad-hoc-Meldungen ein Fanal gesetzt. Überraschend hat man ein großes Aktienpaket von rund 20,04 % an der LEG Immobilien SE erworben. Das Management begründet diesen strategischen Schritt vor allem mit den überlegenen ökonomischen Konditionen im Vergleich zu direkten Immobilienkäufen: Die LEG-Aktien rentieren bei einer FFO-I-Rendite von über 13 % und notieren mit einem massiven Abschlag auf den Buchwert von rund 1,8 Milliarden Euro für das erworbene Paket. Aroundtown und GCP nutzen damit eine einmalige Marktchance, um ihre Cashflows zu stärken, hochqualitative Portfolios in Kernmärkten wie Nordrhein-Westfalen einzubinden und gleichzeitig hohe pro-rata-Ertragssteigerungen zu erzielen, ohne die eigenen Bilanzrichtlinien zu überdehnen.

Aroundtown greift bei LEG Immobilien zu. Begründung ist spannend. 
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Und jetzt muss der Blick auf die anderen börsennotierten Gesellschaften fallen. Ist bei denen nicht ein ähnlcihes Chancen-Risiko-Verhältnis zu finden? Werden auch da bereits still und leise Pakete am Markt aufgekauft? Wenn Aroundtown mit einem extremen Discount auf das EPRA NTA / NAV ein „Musskauf“ für Profis war, wie sieht es dann bei anderen börsennotierten Aktien aus? Oder liegen die Aroundtown-Manager falsch? Spannend wie heute die anderen Immobilienaktien auf diese „Hammermeldung“ reagieren. Und heir scheint die plakative, zu oft gebrauchte Floskel „Hammermeldung“ endlich mal berechtigt.

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Vonovia, TAG Immobilien, LEG Immobilien – Abschlag im direkten Vergleich (Oktober 2026)

Ein Blick auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und den Abschlag zum realen Nettovermögenswert (EPRA NTA) zeigt, wie stark der Markt die Substanz der Unternehmen derzeit abwertet:

Unternehmen Aktueller Kurs EPRA NTA (je Aktie) Geschätzter NAV-Abschlag Beleihungsgrad (LTV)
LEG Immobilien ~45,60 € 138,29 € (Q1-26) ca. 65 % 45,5 % (solide)
Vonovia ~16,35 € 46,22 € (H1-26) ca. 65 % – 70 % 46,0 % (höhere Zinslast)
TAG Immobilien ~10,50 € ~18,00 € ca. 40 % – 45 % 41,0 % (konservativste Bilanz)

LEG Immobilien vs. Vonovia: Die wichtigsten Erkenntnisse.

  • Der „Berlin-Abschlag“: Vonovia leidet aktuell besonders stark unter den politischen Entwicklungen in Berlin, da der Konzern dort (inklusive der Tochter Deutsche Wohnen) rund 130.000 Wohnungen besitzt. LEG Immobilien ist primär in Nordrhein-Westfalen (NRW) fokussiert und operiert in einem politisch ruhigeren Umfeld. Dennoch stuft der Markt beide Konzerne mit einem ähnlich brutalen Abschlag von 65 % bis 70 % ein.

  • Bilanzqualität & Sicherheit: Trotz des hohen Abschlags gilt die LEG Immobilien SE unter Analysten bilanziell als etwas krisenresilienter. Das Verhältnis von Gesamtverschuldung zu operativem Ertrag (EBITDA) liegt bei der LEG beim 16-Fachen, während Vonovia beim 19-Fachen liegt (wodurch Vonovia spürbar zinsinsensitiver bei anstehenden Refinanzierungen agieren muss).

  • Substanzwert vs. Börsenrealität: Die Abschläge bedeuten rein rechnerisch, dass man an der Börse für einen Euro Immobilienvermögen aktuell nur etwa 30 bis 35 Cent bezahlt. Der Markt preist damit ein Szenario ein, in dem die Immobilienwerte in den Büchern in den kommenden Jahren drastisch abgewertet werden müssten.

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Hypoport – Branchenprimus. Lässt die strauchelnde Branicks Group oder die Dauerbaustelle Vonovia mit Zins- und Enteignungsdruck vergessen. Dazu Analysten, die Verdopplungspotential sehen. 
Branicks Group erstmal gerettet. Den Preis kennt man nicht – lässt Fragen offen. 

LEG Immobilien. Stark. Und wie sieht es bei Vonovia aus? Werden jetzt auch andere Immobilienaktien interessant?

Der Einstieg von Großkonzernen wie Aroundtown und GCP über die Börse wirft eine drängende Frage auf: Sind auch andere deutsche Immobilienaktien nach dem jahrelangen Zins- und Bewertungsdruck mittlerweile so günstig, dass sie als substanzstarke Wertanlagen in den Fokus rücken? Tatsächlich notieren viele etablierte Immobilienwerte weiterhin mit zum Teil massiven Abschlägen auf ihren inneren Wert (NAV). Während institutionelle Direktkäufe auf dem physischen Immobilienmarkt durch die veränderten Zinsbedingungen oft schleppend verlaufen, bietet die Börse Liquidität und Bewertungsabschläge, die Direktinvestments in den Schatten stellen. Sollten sich die Zinsmärkte weiter stabilisieren, könnten weitere Akteure dem Beispiel von Aroundtown folgen und versuchen, sich über den Kapitalmarkt günstig in wertvolle, renditestarke Portfolios einzukaufen – ganz nach dem Motto: Aktien sind aktuell oft der günstigste Weg, Immobilien zu erwerben.

„Stockbuddy und die Indexveränderungen.“ – TEIL3: HUGO BOSS, Volkswagen, Ströer – warum Auf- und Abstieg nichts über die Kursentwicklung sagen muss. 
„Stockbuddy liefert ein Ranking. Ordnet das Chaos.“ – TEIL4: Rheinmetall, RENK, HENSOLDT – fallende Kurse, volle Auftragsbücher. Stockbuddy sagt 67 zu 53 zu 33. 
„Stockbuddy sagt auch mal Stop.“ – TEIL5: Vonovia, Infineon, RENK und Volkswagen – wer sagt wann Schluss ist? Und Stockbuddy mahnt.

 

 

 

 

 

 

 

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